VERSICHERUNG GEGEN AUSFALLENDE MIETE

Mietausfallversicherung bewahrt private Vermieter:innen vor finanziellen Schäden

(djd). Zwei Drittel der privaten Vermieter:innen haben bereits Erfahrungen mit unregelmäßigen, unvollständigen oder ausbleibenden Mietzahlungen gehabt. Das geht aus einer Umfrage von ImmoScout24 unter 1.209 Teilnehmer:innen hervor. Besonders unangenehm ist es, wenn sich der Vertragspartner als sogenannter Mietnomade entpuppt, ohne Kündigung aus der Wohnung verschwindet und diese dazu in einem unbewohnbaren Zustand hinterlässt. Dann entstehen beträchtliche Kosten für Aufräumarbeiten und die Beseitigung von Sachschäden. Dagegen gibt es inzwischen eine effektive Form der Vorsorge: die Mietausfallversicherung.

Besser vorbeugen und absichern

„Ich rate dringend dazu, eine wirksame Versicherung abzuschließen, bevor die Wohnung oder das Haus erstmalig vermietet wird“, sagt Jessica Kühnel von ImmoScout24. Bleibt das Geld aus, ist es ratsam, immer zuerst persönlich mit der Mieterin oder dem Mieter zu sprechen. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist eine offizielle Mahnung empfehlenswert, am besten per Einschreiben. Ist der Mietende mit der gesamten Miete oder einem nicht unerheblichen Teil an zwei aufeinanderfolgenden Terminen im Verzug, dürfen Vermieter:innen das Mietverhältnis ordentlich und fristlos kündigen. Erfolgt trotz dieses starken Signals kein Auszug, sollte eine polizeiliche Anzeige und/oder eine Räumungsklage eingereicht werden. Jetzt kommt eine vorher abgeschlossene Mietausfallversicherung ins Spiel. Diese kann man beispielsweise unter www.immoscout24.de abschließen. Sie deckt nach erfolgter Räumungsklage einen kompletten oder teilweisen Mietausfall von bis zu sechs Monatsmieten inklusive Nebenkosten oder maximal 10.000 Euro ab. Nachdem die hinterlegte Kaution aus dem Mietverhältnis in Höhe von drei Monatskaltmieten in Anspruch genommen wurde, übernimmt hier der Versicherungspartner iptiQ von Swiss Re die entstandenen Kosten.

Augen auf bei der Bewerberwahl

Hilfreich ist es auch, sich schon im Vorfeld mit der Bewerberwahl auseinanderzusetzen. Der wichtigste Schritt dabei ist, passende und zuverlässige Mieter:innen zu finden. Bei jedem Besichtigungstermin gilt es, ein gutes Gefühl für die Interessenten zu bekommen. Die Bonitätsprüfung und Selbstauskunft sind wichtige Unterlagen, auf die Vermieter:innen achten sollten, um keine Mietausfälle zu riskieren. Ein angeforderter Einkommensnachweis bestätigt zudem das regelmäßige Einkommen der Interessenten in angegebener Höhe während der letzten drei Monate.

WIE VIEL SCHUTZ BRAUCHT MEIN EIGENHEIMPROJEKT?

Die wichtigsten Bauversicherungen im Überblick

(djd). Der Neubau eines Hauses schafft Werte, die abgesichert werden müssen. Denn bereits während der Bauphase drohen dem künftigen Eigenheim Gefahren durch Beschädigungen oder Zerstörungen, für die im Zweifelsfall der Bauherr selbst aufkommen muss. Auch gegen die Haftung für Personen- und Sachschäden, die von der Baustelle ausgehen, kann eine Absicherung sinnvoll sein. Wir beleuchten, welche Versicherungen Bauherren in spe einplanen sollten.

Schutz in der Entstehungsphase

Unwetterschäden, Diebstähle oder mutwillige Beschädigungen lassen sich nicht immer ausschließen. Dadurch entstehende Schäden kann eine Bauleistungsversicherung tragen, die das Wohneigentum bereits in seiner Entstehungsphase schützt. „Zu beachten ist dabei, dass diese Versicherung nicht für Schäden einsteht, die durch Witterungseinflüsse entstehen, die nach Ort und Jahreszeit normal zu erwarten sind“, erklärt Erik Stange, Pressesprecher des Bauherren-Schutzbundes (BSB). Auch mangelhafte Handwerkerleistungen seien nicht abgedeckt, so Stange. Wer sich vor Baumängeln schützen möchte, kann zum Beispiel eine baubegleitende Qualitätskontrolle beauftragen, bei der ein unabhängiger Sachverständiger die Arbeiten auf der Baustelle kontrolliert und Mängel frühzeitig entdecken kann. Unter www.bsb-ev.de stellt der Verbraucherschutzverein Adressen zur Verfügung und bietet einen kostenlosen „Ratgeber Hausneubau“ mit nützlichen Infos für Bauherren an.

Haftpflichtrisiken absichern

Das Haftpflichtrisiko aus einem privaten Bauvorhaben ist in einigen Haftpflichtversicherungen bereits enthalten. „Prüfen Sie daher vor dem Abschluss einer eigenen Versicherung für den Bau Ihren bestehenden Vertrag“, rät Erik Stange. Ist die Leistung für Bauherren nicht abgedeckt, gehört auch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung zu den notwendigen Verträgen. Der Beitrag richtet sich wie bei der Bauleistungsversicherung nach den veranschlagten Baukosten.

Schäden am bewohnten Haus umfassend versichern

Wohngebäudeversicherungen wiederum schützen das bewohnte Haus bei Schäden etwa durch Feuer, Leitungswasser, Hagel oder Sturm. Die Angebote der Versicherer variieren stark, es lohnt sich zu vergleichen. Eine Feuerrohbauversicherung etwa ist in vielen Tarifen bereits als beitragsfreier Bestandteil enthalten. Soll die Wohngebäudeversicherung erst später abgeschlossen werden, lohnt es sich, eine Absicherung gegen Feuerschäden für die Bauzeit separat zu vereinbaren. Schäden durch Naturereignisse wie Schneedruck, Starkregen oder Hochwasser sind nicht automatisch über die Wohngebäude- und Hausratversicherung gedeckt. Das sollte man prüfen und gegebenenfalls eine zusätzliche Elementarschadensklausel in den Versicherungsvertrag mit aufnehmen.

AN BEQUEMLICHKEIT SOLLTE ES NICHT SCHEITERN

Klimafreundlicher Heizungstausch: Mietmodelle sind praktisch und kostengünstig

(djd). Nur eine regelmäßige, möglichst jährliche Heizungswartung sorgt für einen störungsfreien, effizienten und damit energiesparenden Betrieb der Anlage. Bei einer Wartung kontrolliert ein Experte die Verschleißteile der Heizung, reinigt einzelne Elemente und überprüft die sicherheitsrelevanten Bestandteile. Bei neuen Anlagen gehören entsprechende Inspektionen zum vertraglichen Standard – das Problem sind veraltete Heizungen, die noch in zahlreichen Häusern in Deutschland zu finden sind. Aus Bequemlichkeit oder aus Kostengründen kümmern sich viele Hausbesitzer nicht um die Wartung der Geräte und erst recht nicht um den Austausch eines alten Kessels. „Dabei ist klimafreundliche Haustechnik ein Schlüsselfaktor im Kampf gegen den Klimawandel“, erklärt Pascal Zug, Wärmeexperte beim Energiedienstleister EWE. Neue Brennwertheizungen beispielsweise verbrauchen bis zu 45 Prozent weniger Energie als in die Jahre gekommene Ölheizungen. Für Eigentümer, die Aufwand und Kosten für den Austausch einer ineffizienten Heizung scheuen, gibt es als praktische und bequeme Alternative ein sogenanntes Mietmodell. Dabei ist die Wartung obligatorisch.

Regelmäßige Wartung nützt dem Klimaschutz

Solche Leasingangebote sind bei Autos längst gang und gäbe, nun kann man sie auch bei Heizungen nutzen. Dabei übernimmt der Anbieter die Anschaffung und Installation und organisiert die regelmäßige Wartung durch einen qualifizierten Handwerksbetrieb. Im Gesamtpaket sind zudem neben den Schornsteinfegerleistungen auch Reparaturen bis hin zum Ersatz bei Totalausfall enthalten. Der Kunde zahlt abhängig vom Heizungsmodell einen monatlichen Grundpreis und seinen Energieverbrauch. Beim bundesweit angebotenen EWE-Mietmodell beispielsweise stehen die Geräte von sieben Markenhersteller zur Wahl, alle Informationen gibt es unter www.ewe-waerme.de. Die regelmäßige Wartung ist vor allem im Sinne des Klimaschutzes wichtig. „Nur eine richtig eingestellte Heizung arbeitet effizient und damit klimafreundlich“, betont Pascal Zug.

Sonne kann zusätzlichen Beitrag leisten

Doch wer sich im Rahmen eines Mietmodells für eine moderne Heizung entscheidet, leistet nicht nur etwas für den Klimaschutz. Der Austausch tut vor allem auch dem Geldbeutel gut. Während sich der Kauf einer neuen Heizung erst nach einigen Jahren amortisiert, sind die Effekte beim Mietmodell sofort spürbar. „Wer noch mehr fürs Klima tun möchte, kann rund 60 Prozent seines Energiebedarfs für Warmwasser durch die Sonne decken, indem er seine neue Heizung mit einer Solaranlage kombiniert“, weist Pascal Zug auf eine weitere Option hin.

PREISE FÜR BAUEN UND MODERNISIEREN WEITER UNTER DRUCK

Verbraucherschützer fordern mehr Unterstützung für Bauherren

(djd). Wer ein Eigenheim neu bauen oder modernisieren möchte, sieht sich heute mit hohen Kosten konfrontiert. Das belegt eine repräsentative Forsa-Umfrage, die der Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB) unter Eigenheimbesitzern und bauwilligen Mietern hat durchführen lassen. Fast 90 Prozent beklagen steigende finanzielle Belastungen, die Zufriedenheit mit den staatlichen Unterstützungen ist eher gering. Florian Becker, Geschäftsführer des BSB, sieht mehrere Gründe für das Anziehen der Preise im Immobilienbereich. Bauland ist knapp – das beklagen in der Studie rund 50 Prozent der potenziellen Bauherren. Baumittelknappheit und die hohe Auslastung von Handwerkern und Baufirmen ziehen die Preisschraube weiter an. Zudem nennen die Befragten Bauzeitverzögerungen und Pfusch am Bau als weitere Hindernisse.

Handlungsbedarf bei Förderungen und Steuern

„Gegen Baumängel oder vertragswidrige Verzögerungen kann man sich etwa im Rahmen einer baubegleitenden Qualitätskontrolle wehren“, sagt Becker und verweist auf die Vereinswebsite www.bsb-ev.de, wo es zu diesen und vielen weiteren Bauthemen umfangreiche Infos gibt. Bei den Kosten sieht er Handlungsbedarf seitens der Politik. „Schon vor der aktuellen Krise auf dem Baustoffmarkt waren die Kosten für den Eigenheimbau für viele Familien kaum mehr zu schultern“, so Becker. Viele Befragte haben klare Vorstellungen, wie Entlastungen für Familien mit Bauwunsch aussehen könnten. 64 Prozent bevorzugen mehr direkte Zuschüsse, die Hälfte befürwortet auch Steuererleichterungen. Abgeschlagen auf dem dritten Platz in der Bauherrengunst landen die staatlich begünstigten Kreditfinanzierungen über die KfW-Förderbank.

Sozialverträgliche Erleichterungen

Die Schlussfolgerung von Verbraucherschützer Florian Becker: „Die Ergebnisse zeigen, dass Bauherren und Modernisierer vor allem am Beginn ihrer Baumaßnahmen, wenn die finanziellen Belastungen am höchsten sind, Geld benötigen. Als sinnvolle Maßnahme sieht er die Einführung eines Bauklimagelds. „Als Direktzuschuss hilft es sofort dem Geldbeutel. Da nur klimaschonendes Bauen und Modernisieren gefördert wird, motiviert das Bauklimageld zudem Eigennutzer, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Auch eine Reform der Grunderwerbssteuer hält er für sinnvoll. „Die Belastung liegt in manchen Regionen Deutschlands im Bereich eines gebrauchten Mittelklassefahrzeuges“, erklärt er. Becker schlägt vor, die Steuer auf die ersten 200.000 Euro der Kaufsumme entfallen zu lassen, für die nächsten 200.000 Euro 3 Prozent, dann 6 beziehungsweise 8 Prozent zu erheben. Die soziale Staffelung motiviert laut Becker Bauherren mit niedrigem bis mittlerem Einkommen, ohne wichtige Steuereinnahmen zu verlieren.

DAMIT AUS DEM TRAUM KEIN ALBTRAUM WIRD

So lassen sich Baumängel und Pfusch am Bau weitgehend vermeiden

(djd). Der Bauboom in Deutschland hält unvermindert an. Angesichts weiter steigender Mieten in den Ballungsräumen und der weiterhin niedrigen Bauzinsen wagen sich viele Menschen an das Projekt der eigenen vier Wände. Vermehrtes Arbeiten im Homeoffice während der Pandemie lassen ein geräumiges Zuhause außerhalb der Großstadt zudem noch attraktiver erscheinen. Für manch unerfahrenen Häuslebauer endet der Traum vom Eigenheim allerdings als Albtraum. Nämlich dann, wenn er Baumängel und Pfusch am Bau erst erkennt, wenn es zu spät ist, etwa nach Fertigstellung des Hauses. Nun ist es oft schwierig und teuer, einen Mangel nachzuweisen und am Ende recht zu bekommen. Stattdessen sollte man den Ablauf kontinuierlich verfolgen – oder verfolgen lassen.

Nicht verzagen und den Bauleiter fragen

Zu Baubeginn sollte man sich die Kontaktdaten des Bauleiters geben lassen, er ist der wichtigste Ansprechpartner und beantwortet alle Fragen nach dem Stand der Dinge. Entscheidend aber ist der Eindruck, den der Bauherr selbst von der Baustelle hat: Hat der Bauleiter sie im Griff? Hat sie ein gutes und sauberes Erscheinungsbild? Wie ist die Stimmung unter den Handwerkern? Wird der Zeitplan eingehalten? „Wenn einem Dinge seltsam vorkommen, sollte man den Bauleiter ansprechen“, rät Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. „Halten Handwerker Termine nicht ein oder erscheinen nicht auf der Baustelle, kann dies möglicherweise auf wirtschaftliche Schwierigkeiten hindeuten.“ Zudem könne es sinnvoll sein, einen unabhängigen Baubegleiter zur Qualitätskontrolle einzuschalten, die Mehrausgaben würden sich im Verhältnis zur Gesamtinvestition nur auf einen kleinen Prozentbetrag belaufen.

Der Nutzen einer baubegleitenden Qualitätskontrolle

Der Sachverständige kann etwaige Baumängel frühzeitig erkennen und bereits während der Bauphase beseitigen. Mehr Infos dazu gibt es unter www.finanzierungsschutz.de. Bei der Qualitätskontrolle wird die Baustelle in verschiedenen Bauphasen im Rahmen einer Begehung vor Ort auf Mängel und Ausführungsfehler überprüft. „Versteckte Baumängel können so entdeckt und umgehend durch die verantwortlichen Handwerker behoben werden“, erklärt Florian Haas. Dies trage im Ergebnis zu einer deutlich verbesserten Ausführungsqualität bei. Je nach Umfang des Bauvorhabens gibt es üblicherweise zwischen drei und fünf Begehungen. Mit mehr als 7.000 zertifizierten Baustellen und über 25.000 Begehungen ist der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau (VCQ) eine der größten Prüfinstitutionen in Deutschland.

DAS HOMEOFFICE IST OFT EIN EINFALLSTOR FÜR HACKER

Für den Ernstfall kann man Schäden aus Cyberangriffen absichern

(djd). Seitdem in Deutschland die Digitalisierung Fahrt aufgenommen hat, steigt die Anzahl der Menschen, die von zu Hause aus arbeiten. Zeitgleich erhöht sich die Zahl von Hackerangriffen auf Computernetzwerke. Das kann auch im Homeoffice zum Problem werden. Viele Arbeitnehmer rufen nun mit ihrem Rechner zu Hause sensible Daten ihres Unternehmens ab, der E-Mail-Verkehr fließt über den Computer im heimischen Büro. Laut einer Forsa-Umfrage erfolgen 70 Prozent aller Cyberattacken per E-Mail. Doch man kann sich schützen.

Mitarbeiter müssen aufmerksam sein

„Am Beispiel bösartiger Phishingmails kann man das verdeutlichen“, erklärt Sabine Träumer von Axa. „Der erste technische Schutz sind Mailfilter und eine umfassende Firewall. Daneben komme es vor allem auf die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens an. Bei manipulierten Texten beispielsweise handelt es sich um extrem genaue, oftmals bis auf winzige Details identisch wirkende Firmen-Korrespondenzen. Sie ermöglichen durch das Ausführen bestimmter Dateien den Angreifern, ins Unternehmensnetzwerk einzudringen“, so die Cyber-Expertin. In der Folge kann es unter anderem zu Datenschutzverletzungen kommen oder zu unvorhergesehenen Überlastungen des Systems durch Denial of Service-Angriffe (DdoS-Attacken), die alles lahmlegen. In diesen Fällen kann eine Cyber-Versicherung zumindest vor finanziellen Schäden bewahren, die Betroffene aller Branchen vom Handwerk über Freiberufler bis hin zum Mittelstand und Industrieunternehmen ereilen können. Eine erste Bedarfsermittlung können Interessierte kostenlos unter www.axa.de/cyber-versicherung durchführen. Abhängig vom eigenen Bedarf sollten Nutzer keinen Pauschalvertrag abschließen, sondern einzelne Bausteine ergänzen oder ausschließen können.

Unternehmen absichern, IT-Sicherheit verbessern

Eine Cyber-Versicherung kann hier als sinnvolle Ergänzung zur Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung gesehen werden. Sie deckt zum Beispiel die Kosten zur Wiederherstellung von Daten, eines Einsatzes von Sachverständigen oder unterstützt mit professionellem Krisenmanagement. Für Unternehmen sichern Produkte wie ByteProtect zusätzlich das Risiko eines Ertragsausfalls ab. Zudem sollten Firmen und auch deren Mitarbeiter im Homeoffice stets aktuell informiert bleiben. „Allgemein lohnt sich immer ein Blick auf die Informationen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)“, rät Sabine Träumer.

SONNIGE WÄRME IM AUFWIND

Dank hoher Förderzuschüsse vom Staat boomt die Solarthermie

(djd). Im Jahr 2020 wurden 80.000 neue Solarthermie-Anlagen auf deutschen Hausdächern installiert. Dies entspricht einem flächenmäßigen Zuwachs von gut einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Boom der „Sonnigen Heizung“ kommt nicht von ungefähr: Im Zuge des „Klimaschutzprogramms 2030“ hat die Bundesregierung die Förderung für nachhaltiges Heizen noch mal stark aufgestockt.

Hohe Zuschüsse

Die staatliche Unterstützung für klimafreundliches Heizen bleibt auch 2021 auf diesem hohen Niveau. Das Förderangebot für nachhaltige Heizungen wird mit der Finanzspritze für energieeffiziente Gebäude in der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengeführt. Unterm Strich bedeutet das: Wer seine Heizung im Keller mit einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach nachrüstet, bekommt 30 Prozent der damit verbundenen Kosten vom Staat zurück. Bei einer sogenannten Gas-Hybridheizung, also einem Gas-Brennwertkessel in Kombination mit einer solarthermischen Anlage, beträgt der Förderzuschuss ebenfalls 30 Prozent. In Kombination mit einer Holzzentralheizung, einem Pelletofen mit Wassertasche oder einer Wärmepumpe erhöht sich der Zuschuss sogar auf 35 Prozent. Mehr Informationen rund um das Thema Förderung der Solarthermie gibt es auf dem Verbraucherportal www.sonnigeheizung.de vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) oder direkt unter www.bafa.de beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Besonders lohnenswert ist der Tausch einer alten Heizölanlage gegen eine nachhaltige Hybridheizung mit Solarthermie. Dabei winkt dank zusätzlicher Austauschprämie eine Finanzspritze von 40 bis 45 Prozent.

Ganzjährige Nutzung

Solarthermie lohnt sich übrigens nicht nur im Sommer, denn die kostenlose Sonnenwärme kann auch in weniger sonnenstarken Monaten optimal genutzt werden. Selbst im Winter kann die „Sonnige Heizung“ einen Teil des Warmwasserbedarfs abdecken und entlastet das zentrale Heizsystem. Von Mai bis Oktober bleibt die Heizung im Keller dank der Kraft der Sonne oftmals komplett ausgeschaltet. Durch flexible Montagemöglichkeiten kann die solarthermische Anlage nahezu an alle denkbaren baulichen Gegebenheiten angepasst werden. Interessierte Verbraucher sollten allerdings den Leitsatz „Erst beantragen, dann beauftragen“ befolgen. Der Antrag auf Förderung muss nämlich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen sein, bevor mit den Baumaßnahmen begonnen wird. Bauherren sollten sich auch nach regionalspezifischen Förderanreizen erkundigen, die oft sogar noch auf die Unterstützung des Bundes aufgeschlagen werden können.

MEHR FÖRDERUNG FÜR ENERGIEEFFIZIENTE WOHNGEBÄUDE

Hausbau: Vom Staat gibt es zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse zum Eigenkapital

(djd). Gute Nachrichten für Bauwillige: Wer ein Haus bauen oder kaufen will, profitiert von der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Sie ersetzt ab 1. Juli die bisherige Förderung und kann wie gewohnt bei der KfW-Bank beantragt werden. In der BEG ist eine Vielzahl von Maßnahmen weiterentwickelt und zusammengefasst worden. Diese sollen dazu beitragen, den Energieverbrauch von Gebäuden bis 2050 um rund 80 Prozent gegenüber 2008 zu senken.

Bauherren gewinnen dreifach

Wenn sich Bauherren bei der Planung der eigenen vier Wände um Energieeffizienz und einen kleineren ökologischen Fußabdruck bemühen, profitieren sie somit gleich dreifach: Die Senkung der Energiekosten und der Schutz des Klimas werden mit einer höheren Fördersumme vom Staat belohnt. Erstmals können Häuslebauer und -käufer dabei nun wählen: zwischen einem zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem reinen Zuschuss zur Bau- oder Kaufsumme als „Sahnehäubchen“ auf das angesparte Eigenkapital. Neu ist die Effizienzhaus-EE-Klasse, die erreicht wird, wenn der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergiebedarf des Neubaus mindestens 55 Prozent beträgt.

Das gelingt etwa durch den Einsatz einer Wärmepumpe und von Solarkollektoren, die so viel Kraft der Sonne sammeln, dass sich damit sowohl heizen als auch warmes Wasser in ausreichender Menge bereiten lässt. Unter www.helma.de können sich Baufamilien in spe inspirieren lassen, ihren Wohntraum konzipieren und das dafür notwendige Budget inklusive Förderung bereits kalkulieren. Ebenfalls neu ist die Effizienzhaus-NH-Klasse. Die Abkürzung NH steht für Nachhaltigkeit. Dafür ist ein sogenanntes Nachhaltigkeitszertifikat notwendig, das von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle ausgestellt wird. Allerdings kann die Förderung dieser zwei neuen Standards nicht miteinander kombiniert werden.

Wärmepumpen erfüllen erforderliche Ansprüche

Ab Juli können potenzielle Bauherren pro Wohneinheit mit einem zinsgünstigen Kredit bis 120.000 Euro rechnen, wenn sie ein KfW-Haus 55 errichten wollen. Ab Klasse EE, NH oder 40 Plus sind sogar bis zu 150.000 Euro förderfähig. Für die neuen Effizienzklassen schießt die KfW 2,5 Prozent mehr zur Tilgung zu als bisher. Alle Effizienzhäuser 55 von Helma Eigenheimbau beispielsweise erfüllen schon jetzt die Anforderungen der neuen Effizienzklasse EE. Bereits im Standard nach Bauleistungsbeschreibung genügt jede der hochwertigen Wärmepumpen den erforderlichen Ansprüchen. Mit einem Zuschuss von bis zu 26.500 Euro pro Massivhaus lässt sich das Lieblingshaus deutlich günstiger errichten als bisher.

CORONAKRISE VERKNAPPT BAUMATERIALIEN

Was Bauherren zur Sicherung von Kosten und Fertigstellungstermin tun können

(djd). Die Corona-Pandemie hinterlässt auch an der Baubranche Spuren. Die Preise für Konstruktionsholz, Dämmstoffe oder Ziegel haben teils um über 100 Prozent angezogen, bei anderen Baumaterialien zeichnen sich ebenfalls Preissteigerungen und Lieferengpässe ab. Laut Erik Stange, Pressesprecher des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) haben Bauherren bei laufenden Projekten bisher wenig davon gespürt, dennoch sollten sie darauf eingestellt sein. „Vielerorts können die Großen der Branche noch auf ihre Lagerbestände zurückgreifen“, erklärt Stange. „Kleine Firmen, die auf Sicht bestellen, geraten aber verstärkt unter Druck.“ Wenn ein Gewerk nicht weiterbauen könne, weil der Nachschub stoppt, habe das Auswirkungen auf das gesamte Projekt. „Der Bauablauf wird unterbrochen, auch bei nachfolgenden Gewerken kann es zu Verzögerungen kommen. So geraten der gesamte Zeitplan und der Fertigstellungstermin in Gefahr“, sagt Stange.

Materialalternativen nicht ungeprüft akzeptieren

Ein Indiz für drohende Verbraucherrisiken ist laut Stange beispielsweise, wenn das Unternehmen Material- oder Ausstattungsalternativen anbietet, um weiterbauen zu können. „Ersatzprodukte sollte der Bauherr unbedingt von einem unabhängigen Sachverständigen, zum Beispiel einem Bauherrenberater des BSB, prüfen lassen. Er kann beurteilen, ob die Produkte für den geplanten Einsatz geeignet sind und die im Bauvertrag festgelegte Qualität einhalten.“ Unter www.bsb-ev.de gibt es Berateradressen und viele weitere Verbraucherinfos rund um Bau, Immobilienkauf und Modernisierung. Im schlimmsten Fall drohen bei falsch oder schlecht eingesetzten Ersatzmaterialien Spätschäden, Wertminderungen des Hauses oder nicht vorhersehbare Wechselwirkungen, die teuer werden können. Stange warnt andererseits vor Panikmache, denn im Interesse des Baufortschritts ist auch Kompromissbereitschaft auf Bauherrenseite gefragt. „Mit Augenmaß und sachverständigem Rat lässt sich meist eine Lösung finden“, so Stange.

Preissteigerungen und Verzögerungen nicht unwidersprochen hinnehmen

Mittelfristig könnten Preiserhöhungen in der Beschaffung auch auf die Baupreise durchschlagen. Stange weist auf die Vertragspflicht der Bauunternehmen hin: „Ist der Bauvertrag geschlossen, dann sind die Preise fest vereinbart. Kostensteigerungen fallen hier alleine in das Risiko des Unternehmers.“ Wenn die Unternehmen dennoch zu Nachträgen auf die vereinbarten Kosten drängen, dann sollte ein Vertrauensanwalt hinzugezogen werden. Komplizierter wird es laut Stange bei Bauverzug durch Lieferschwierigkeiten: „Hier muss das Unternehmen darlegen, dass etwa die Überschreitung des Fertigstellungstermins unverschuldet geschehen ist.“