Seit Ende Juli 2026 gelten neue Regeln für Heizungen in Deutschland. Für Immobilieneigentümer ist das ein guter Anlass, die eigene Heizungsstrategie noch einmal neu zu betrachten.
Das bisherige Gebäudeenergiegesetz wurde durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz abgelöst. Ein wesentlicher Punkt: Eigentümer haben bei der Wahl einer neuen Heizungsanlage wieder mehr Entscheidungsfreiheit. Klimafreundliche Heizungen werden weiterhin staatlich gefördert.
Gas- und Ölheizungen bleiben möglich – aber nicht ohne Folgen
Auch der Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung ist weiterhin möglich. Allerdings gelten für Anlagen, die nach dem 29. Juli 2026 in Bestandsgebäude eingebaut werden, künftig steigende Anforderungen an den Anteil klimafreundlicher Brennstoffe. Dieser beginnt 2029 und erhöht sich in mehreren Stufen.
Deshalb sollte die Entscheidung nicht allein nach den heutigen Anschaffungskosten getroffen werden. Betriebskosten, zukünftige Brennstoffanforderungen und die langfristige Attraktivität einer Immobilie gehören ebenfalls in die Rechnung.
Auch der Immobilienwert spielt eine Rolle
Beim Verkauf einer Immobilie rückt die energetische Qualität inzwischen immer stärker in den Fokus. Käufer fragen nach Heizungsart, Energieverbrauch und absehbaren Investitionen.
Eine ältere Heizung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine Immobilie schwer verkäuflich ist. Entscheidend ist vielmehr, notwendige Investitionen realistisch einzuschätzen und bereits bei der Preisfindung zu berücksichtigen.
Mein Tipp: Wer in den nächsten Jahren verkaufen möchte, sollte größere Investitionen in die Heizung nicht isoliert betrachten. Manchmal lohnt sich eine Modernisierung vor dem Verkauf – manchmal ist es wirtschaftlich sinnvoller, dem Käufer die Entscheidung über das zukünftige Heizsystem zu überlassen.