Beim Immobilienkauf genau hinsehen

Internetquellen können eine persönliche Beratung nicht ersetzen

(djd). Die derzeit historisch niedrigen Zinsen lassen viele Bundesbürger von einem Eigenheim oder einer Eigentumswohnung träumen. Doch auf die erste Euphorie folgt häufig die Ernüchterung: Dem Vorteil der günstigen Finanzierung stehen rasant gestiegene Immobilienpreise gerade in vielen Ballungsräumen gegenüber. „Können wir uns das überhaupt leisten?“, lautet da die naheliegende Frage. Antworten suchen viele zuerst online: Um die richtige Immobilienfinanzierung drehen sich über 650.000 Suchanfragen bei Google – und das jeden Monat. Nach Edelmetallen sind Immobilien damit das zweitbeliebteste Finanzthema, zu dem die Bundesbürger im Netz recherchieren. Zu diesem Resultat kommt der „Webcheck Finanzfragen“, den die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Institut ibi research durchgeführt hat.

Fast die Hälfte der Onlinetipps nur befriedigend oder schlechter

Die Untersuchung zeigt allerdings auch: Nicht jede Informationsquelle ist verlässlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbraucher im Web auf unzureichende Informationen treffen, liegt bei über 44 Prozent. Fast die Hälfte der bewerteten Seiten erreichte im Test nur die Note „befriedigend“ oder schlechter. Gut 16 Prozent der geprüften Angebote waren sogar lediglich „ausreichend“ oder „mangelhaft“, so der „Webcheck Finanzfragen“. „Bedenklich ist dies vor allem bei einer Entscheidung wie der Immobilienfinanzierung, bei der viele Details berücksichtigt werden müssen und die weitreichende Konsequenzen für viele Jahre hat“, unterstreichen die Finanzexperten der DVAG.

An einer individuellen Finanzanalyse und Beratung führt kein Weg vorbei

Die aktuellen Baufinanzierungsangebote eröffnen vielen Verbrauchern die Möglichkeit, sich den Traum vom eigenen Zuhause zu erfüllen. Die Komplexität des Themas kann jedoch so manchen Laien überfordern. „Die vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten wollen gründlich geprüft werden, um eine Lösung zu finden, die zur individuellen Lebenssituation und der eigenen Familie passt“, so die Empfehlung der Finanzexperten. Wie viel Eigenkapital ist vorhanden, welchen monatlichen Betrag für Zins und Tilgung kann die Familie aufbringen, was ist das beste Angebot bezogen auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse? Diese und weitere Fragen kann auch das Internet nicht beantworten. „Bevor angehende Bauherren oder Immobilienkäufer auf die erstbeste Information vertrauen, sollten sie sich umfassend informieren – am besten im persönlichen Gespräch mit einem Finanzprofi“, lautet der abschließende Tipp der Vermögensberater.

Einfach sitzen bleiben

Für den Abschluss eines Couchkredits muss man das Sofa nicht einmal verlassen

(djd). Zu viel Monat am Ende des Geldes: Das Phänomen, dass es auf dem Girokonto einmal eng wird, kennen wohl die meisten Bundesbürger. Gründe dafür sind oft unvorhergesehene Ausgaben – etwa für die Reparatur des Autos, für den Ersatz der Waschmaschine oder des Geschirrspülers. Beim Überziehen des Girokontos wird ganz klassisch erst einmal der Dispokredit in Anspruch genommen. Und dann wird es teuer, die Stiftung Warentest ermittelte im Februar 2017 im Durchschnitt der Banken einen Dispozinssatz von elf Prozent. Die günstigere Alternative bei einem temporären Zahlungsengpass ist ein Raten- oder Barkredit. In diesem Zusammenhang ist in letzter Zeit öfter von einem sogenannten Couchkredit die Rede.

Der Weg zur Post entfällt

Was muss man sich darunter vorstellen? Couchkredit bedeutet, dass man beim Abschluss eines solchen Raten- oder Barkredits tatsächlich das Sofa nicht verlassen muss – man kann ihn ganz einfach von mobilen Endgeräten wie Tablet, Notebook und Smartphone aus vereinbaren. Experten sprechen in diesem Fall davon, dass der Abschluss des Kredits „medienbruchfrei“ erfolgt. Verantwortlich für die neue Möglichkeit ist die Einführung der elektronischen Unterschrift. Eine Voraussetzung für den Couchkredit allerdings gibt es: Der Computer oder das mobile Endgerät müssen über eine Kamera verfügen. Die aufwändige Legitimation per sogenanntem Post-Ident-Verfahren oder der Gang zur Post mit dem unterschriebenen Kreditantrag sind dagegen Vergangenheit. Mehr Informationen zu dieser bequemen Möglichkeit gibt es unter www.couchkredit.de.

Zahlungsengpass günstig überstehen

Gerade in der anhaltenden Niedrigzinsphase kann man einen temporären Zahlungsengpass mit einem Raten- oder Barkredit günstig überstehen und flüssig bleiben. Solche Kredite gibt es heute schon für unter vier Prozent effektiven Jahreszins, damit können Verbraucher im Vergleich zum teuren Dispo richtig Geld sparen.

So wird Online-Banking noch sicherer

Ratgeber: Bereits einfache Regeln schützen vor Betrug und Missbrauch

(djd). Online-Banking gehört daheim und unterwegs bei immer mehr Bundesbürgern zum Alltag: Man kann bequem den Kontostand oder das Wertpapierdepot überprüfen, Überweisungen vornehmen und Daueraufträge einrichten. Nach einer Studie des Branchenverbandes Bitkom aus dem Jahr 2016 nutzen 51 Prozent der 16- bis 74-jährigen Deutschen Online-Banking, um ihre privaten Bankgeschäfte über das Internet abzuwickeln. Der EU-Durchschnitt liegt bei 46 Prozent. Von Quoten wie in Island oder Norwegen ist man hierzulande aber noch weit entfernt – in diesen Ländern erledigen rund 90 Prozent ihre Bankgeschäfte bereits online.

Sicherheitsstandards werden stetig weiterentwickelt

Dass nicht noch mehr Menschen in Deutschland Online-Banking betreiben, dürfte vor allem an der Furcht vor Betrug und Missbrauch liegen: Laut der Studie „Daten & Schutz 2015/2016“ des GfK Vereins gaben fast 40 Prozent der Befragten an, diese Angst zu haben. Sicherheit und Datenschutz sind deshalb die wichtigsten Anforderungen der Verbraucher an Banking-Angebote im Netz. „Die Sicherheitsstandards beim Online-Banking werden von den Banken stetig weiterentwickelt“, sagt etwa Ates Demir, Direktor Internet und Mobiles Banking bei der Targobank. Zusätzlich zur systemseitigen Absicherung von Transaktionen, regelmäßigen Sicherheitstests und zeitnaher Benachrichtigung der Kunden bei Verdachtsfällen gebe es für entsprechend registrierte Kunden bei der Targobank auch eine Online-Sicherheits-Garantie. „Das bedeutet, dass Geldbeträge, die durch Missbrauch der Zugangsdaten durch Dritte unrechtmäßig von einem Konto verfügt wurden, erstattet werden“, so Demir.

SMS-Service und sichere Smartphone-Transaktionen

Ein Konto-SMS-Service bietet zusätzliche Sicherheit: Dabei wird der Kunde über Bewegungen auf dem Konto und bei Betragsanfragen auf der Kreditkarte innerhalb von Minuten benachrichtigt und kann Verdachtsfälle direkt an seine Bank melden. Per SMS wird man beispielsweise informiert, sobald Dispozinsen anfallen und Zahlungseingänge oder Abbuchungen stattfinden. Mehr Informationen: www.targobank.de.

Immer mehr Transaktionen werden heute über das Smartphone durchgeführt. Für das mobile Banking bietet jeder Finanzdienstleister Apps, um dessen Dienstleistungen auch unterwegs nutzen zu können. Auch im Bereich der Legitimationsverfahren hat sich viel getan. Einfach und sicher kann man seine Bankgeschäfte etwa mit der „easyTAN“ erledigen. Der Kunde erhält eine Aufforderung zur Bestätigung einer Transaktion direkt aufs Handy. Er prüft und genehmigt die Transaktion mit dem von ihm gewählten Freigabecode. Die Freigabe wird an den Banking Server übermittelt und die Transaktion im Online-Banking ausgeführt.

Das Einmaleins des Grunderwerbs

Beim Kauf von Bauland bereits frühzeitig Risiken vermeiden

(djd). Wer sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen will, benötigt zunächst einmal geeigneten Grund und Boden. Beim Erwerb eines Grundstücks muss der künftige Bauherr einiges beachten:

– Nicht auf jedem Grundstück lässt sich jeder Bauwunsch realisieren. Selbst auf sogenanntem baureifen Land ist nicht jede Maßnahme zulässig. Informationen zu den Bebauungsmöglichkeiten etwa im Rahmen eines Bebauungsplanes gibt es beim zuständigen Bauamt der Gemeinde.

– Jeder Bauherr sollte sich im Vorfeld über die Historie und Gegebenheiten rund um das gewünschte Grundstück informieren. Gespräche mit den Nachbarn können hier sehr aufschlussreich sein, insbesondere wenn diese erst vor kurzem gebaut haben. Frühere gewerbliche Nutzungen oder die Nähe zu einer ehemaligen Deponie können das Risiko von Altlasten bergen, selbst wenn sich diese nicht unmittelbar auf dem Grundstück befanden. Das zuständige Umweltamt gibt Auskunft, ob das Grundstück im Altlastenkataster als verdächtig verzeichnet ist.

– Endgültige Klarheit über die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Baugrunds verschafft ein Bodengutachten. „Im Hinblick auf die Kostenfallen, die sich hier verstecken, sind 1.000 Euro für ein Bodengutachten sehr gut investiert“, erklärt Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Mitglieder der Schutzgemeinschaft beispielsweise können von Vorzugskonditionen profitieren, mehr Informationen gibt es unter www.finanzierungsschutz.de.

– Angehende Häuslebauer sollten sich beim Verkäufer des Grundstücks über den Umfang der Erschließung informieren. Ist das Grundstück noch nicht an das öffentliche Entwässerungssystem angeschlossen, drohen zusätzliche Kosten, falls diese Maßnahmen durchgeführt werden.

– Sind Maßnahmen wie etwa ein Straßenausbau erst kürzlich erfolgt, sollte man sich darüber informieren, ob die entsprechenden Kostenbescheide bereits ergangen sind. Kostenschuldner ist immer der zum Zeitpunkt der Zustellung des Kostenbescheides im Grundbuch eingetragene Eigentümer, nicht derjenige, der zum Zeitpunkt der Ausführung der Maßnahme Eigentümer war.

– Vom Eigentümer sollte man sich im Vorfeld der Unterzeichnung des Kaufvertrags einen aktuellen Grundbuchauszug vorlegen lassen und prüfen, ob der Verkäufer als eingetragener Eigentümer alleine verfügungsberechtigt ist.

– Das Grundbuch ist auf eingetragene Rechte und Belastungen zu prüfen. Wege- und Leitungsrechte etwa können die Bebauungsmöglichkeiten erheblich einschränken.

– Im Kaufvertrag selbst sollte man Regelungen für den Fall treffen, dass Altlasten vorhanden sind. Dies gilt ebenso, wenn sich herausstellen sollte, dass der Baugrund für eine Bebauung nicht geeignet ist.9

Die neue Heizung mieten statt kaufen

Umfrage: Deutsche setzen verstärkt auf erneuerbare Energiequellen

(djd). Bei der Beheizung der eigenen vier Wände spielen derzeit fossile Brennstoffe noch die erste Geige: In drei von vier Fällen nutzen die Bundesbürger als Wärmequelle für ihren selbstgenutzten Wohnraum entweder Gas (49,3 Prozent) oder Öl (23,5 Prozent). Spätestens mit der nächsten Heizungsmodernisierung dürfte sich das Bild aber ändern: Befragt nach der favorisierten Heizungsart im Falle einer Neuanschaffung, würden sich wiederum 20,4 Prozent für Erdgas entscheiden, 18,6 Prozent aber für eine Solarthermie-Heizung und 8,8 Prozent für eine Holzpelletanlage. Erneuerbare Energiequellen sind also klar auf dem Vormarsch, während Heizöl mit 3,5 Prozent nur noch unter „ferner liefen“ rangiert. Zu diesen Resultaten kommt eine repräsentative Befragung, die Thermondo und TopTarif gemeinsam in Auftrag gegeben haben.

Einmalkosten müssen Haushaltskasse nicht belasten

Auch Fachleute geben heute erneuerbaren Energiequellen wie der Kraft der Sonne oder der Erdwärme den Vorzug, um Wohngebäude zu beheizen – im Neubau ebenso wie beim Heizungsaustausch in vorhandenen Gebäuden. Die ökologischen Vorteile liegen klar auf der Hand: Natürliche Ressourcen werden auf diese Weise geschont und Emissionen reduziert. Aber auch aus finanzieller Sicht ist der Umstieg empfehlenswert: Der Wechsel von einer alten Heizanlage auf beispielsweise die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie kann einen durchschnittlichen Haushalt um bis 1.000 Euro pro Jahr entlasten.

Spätestens nach zehn bis 15 Jahren wird ohnehin eine Heizungsmodernisierung fällig, allein schon aus Gründen der Energieeffizienz. Damit die Einmalkosten beim Heizungstausch die Haushaltskasse nicht zu stark belasten, gibt es etwa unter www.thermondo.de heute eine Alternative zum klassischen Kauf: Hier lässt sich die neue Heizung ganz unkompliziert mieten. Von „Contracting“ spricht dabei der Fachmann, denn im überschaubaren, monatlichen Betrag sind neben der Heizung selbst auch alle Wartungsarbeiten bereits enthalten.

Pachtzeit flexibel wählen

Der Hausbesitzer kann somit seine Liquidität schonen und dennoch von der neuesten, energieeffizienten Technik profitieren. Besonders praktisch: Die Pachtzeit für das Heizungscontracting lässt sich flexibel zwischen zwei und zehn Jahren wählen. Nach Ende der Laufzeit kann der Hauseigentümer die Heizung zum aktuellen Zeitwert kaufen oder sich wiederum für eine neue Anlage entscheiden.