In Zukunft barrierefrei

Bei Umbaumaßnahmen auch an übermorgen denken

(djd). Barrierefreiheit ist nicht erst ein Thema, wenn Alter oder gesundheitliche Einschränkungen Umbauten in den eigenen vier Wänden unumgänglich machen. Wer im Haus oder in der Wohnung eine größere Renovierung plant, sollte barrierefreien Komfort im Auge haben. Denn im Rahmen einer Modernisierung lassen sich Barrieren oft mit kleinem Zusatzaufwand beseitigen. Auch Vorkehrungen, die spätere Anpassungen mit geringem Aufwand möglich machen, können dabei mit vorgesehen werden.

Barrierefrei modernisieren mit unabhängiger Beratung und staatlicher Förderung

Barrierefrei zu renovieren, kann sich auch finanziell auszahlen. Denn im Rahmen ihrer Programme zum altersgerechten Umbau fördert die KfW-Förderbank entsprechende Maßnahmen. Voraussetzung dafür ist die rechtzeitige Beantragung der Fördergelder noch vor dem Beginn der Umbaumaßnahmen. Die KfW rät, für die Beratung und Dokumentation des Vorhabens einen Sachverständigen hinzuzuziehen, zum Beispiel einen Architekten oder Bauingenieur. Entsprechende Fachleute bietet etwa die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB). Der Baufachmann kann über den gesamten Projektzeitraum hinweg darauf achten, dass die technischen Mindestvoraussetzungen für die Gewährung der Förderung in der Planung erfüllt sind und auf der Baustelle entsprechend umgesetzt werden. Kontaktdaten sind unter www.bsb-ev.de zu finden.

So gut wie alle Lebensbereiche lassen sich verbessern

Unterstützt wird eine Vielzahl von Maßnahmen in so gut wie allen Lebensbereichen des Hauses. Dazu gehört die Reduzierung von Barrieren auf Zuwegen und in Eingangsbereichen, Wetterschutzmaßnahmen sowie Hilfen zur Überwindung von Treppen, Veränderungen von Raumzuschnitten und Türbreiten sowie der Abbau von Hindernissen zwischen den Räumen. Auch Terrassen, Loggien und Balkone sowie ihre Zugänge werden gefördert. Eine besondere Rolle nimmt das Bad ein, in dem bodengleiche Duschen ebenso wie Änderungen des Raumzuschnitts sowie die Modernisierung von Sanitärgegenständen auf der Liste stehen. Assistenz- und Smart-Home-Systeme, die das Haus sicherer machen, sind ebenfalls förderfähig.

Mit Baumängeln ist zu rechnen

Studie: Fast 30 Beanstandungen bei jedem Neubau

(djd). Bauen wird teurer und aufwendiger. Dafür sind unter anderem die strengeren Anforderungen an die energetische Qualität, aber auch steigende Erwartungen der Bauherren selbst verantwortlich. Beim Dauerthema Baumängel gibt es vor diesem Hintergrund keinen Anlass zur Entwarnung, wie der unabhängige Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in einer aktuellen Analyse feststellt. Im Durchschnitt 29 Beanstandungen pro Bauprojekt verzeichneten die Autoren der Studie, die im Auftrag des BSB vom Institut für Bauforschung (IFB) durchgeführt wurde.

Aus kleinen Fehlern können teure und zeitaufwendige Nacharbeiten erwachsen

Mit 100 Hausbauten und rund 700 Baustellenbegehungen kann die Baumängelstudie als repräsentativ angesehen werden. Fast die Hälfte der festgestellten Mängel entsteht bereits bis zur Fertigstellung des Rohbaus. BSB-Sprecher Erik Stange weist auf das große Schadenspotenzial hin: „Werden die Mängel nicht rechtzeitig erkannt und infolgedessen überbaut, können aus kleinen Ausführungsfehlern Schäden entstehen, die später nur mit hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand wieder auszubügeln sind.“ Bleibt der Bauherr auf den zusätzlichen Kosten sitzen, könne das leicht seinen Finanzierungsrahmen sprengen. Stange empfiehlt: „Wer sich schützen will, beauftragt eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Sachverständigen. So lassen sich Mängel frühzeitig erkennen und leicht beheben.“ Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Infos zu der Studie und Adressen von unabhängigen Bauherrenberatern und Vertrauensanwälten.

Bereits in der Planung können Weichen falsch gestellt werden

Fehler entstehen nicht nur während des Baus, oft weist schon die Planung Mängel auf. So zeigt die Studie, dass in 99 Prozent der untersuchten Bauobjekte Planungsunterlagen fehlten, die für eine auftragsgerechte Umsetzung wichtig sind. Bei 20 Prozent der Bauten gab es keine statischen Angaben zur Tragwerksplanung, die entscheidend für Standsicherheit und Baukonstruktion sind. Auch hier rät Stange zur Kontrolle. „Unabhängige Berater können die Vertragsunterlagen und die Baubeschreibung auf Vollständigkeit prüfen. Fehlen wichtige Teile, kann der Bauherr Nachforderungen an seinen Vertragspartner stellen.“

Frühlingszeit ist Modernisierungszeit

Anstehende Sanierungsarbeiten mit fachmännischer Hilfe planen und ausführen

(djd). Wenn der Frühjahrsputz in Haus und Garten ansteht, dann fallen bei vielen älteren Häusern auch kleine Schäden und Abnutzungserscheinungen ins Auge. Wer kleinere oder größere Renovierungsarbeiten angehen möchte, sollte mit einer genaueren Untersuchung der Immobilie starten. Am besten geht das mit fachmännischer Hilfe. Verbraucherschutzvereine wie der Bauherren-Schutzbund e.V. bieten dafür spezielle Modernisierungsberatungen an. Ein Bausachverständiger, der Architekt oder Bauingenieur ist, macht dabei zusammen mit dem Hausbesitzer einen Rundgang durchs Haus – vom Keller bis zum Dachboden – und inspiziert das Gebäude auch von außen.

Maßnahmen mit Modernisierungsfahrplan gezielt planen

Als Fachmann weiß der Berater, wo zeittypische Schwächen des Hauses liegen können. Auf Basis des Checks kann der Bauherrenberater danach einen Plan erstellen, welche Instandhaltungs- oder Modernisierungsarbeiten sinnvoll sind. Dazu gehört auch ein Modernisierungsfahrplan. Er listet auf, was sofort erledigt werden sollte und welche Sanierungsarbeiten zu späteren Zeitpunkten eingeplant werden können. Zum Fahrplan gehört auch eine grobe Übersicht der zu erwartenden Kosten.

Handwerkerverträge prüfen und vergleichen

Bevor es mit den Arbeiten am Haus losgeht, müssen Angebote von Handwerkern eingeholt und verglichen sowie Verträge geschlossen werden. Hier lohnt es sich, für eine Vertragsprüfung die fachmännische Unterstützung eines Vertrauensanwalts zu nutzen, der gegebenenfalls auf problematische Klauseln hinweist. Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Informationen zum Thema Modernisierung sowie Adressen von Bauherrenberatern und Vertrauensanwälten in ganz Deutschland. So kann man nachverhandeln, bevor die Unterschrift geleistet ist. Auch die mängelfreie und vertragsgemäße Durchführung der Modernisierungsarbeiten sollte regelmäßig überprüft werden. Baubegleitende Qualitätskontrollen bieten hier sachverständige Begleitung und geben mehr Sicherheit.

Für bessere Energieeffizienz gibt es Fördergelder

Wer größere Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten an einem älteren Haus plant, sollte auch an die Verbesserung der Energieeffizienz denken. Über die KfW können sowohl Komplettsanierungen als auch Einzelmaßnahmen gefördert werden. Wichtig ist dabei, die Förderanträge vollständig und rechtzeitig vor Beginn der Maßnahmen zu stellen. Unabhängige Bauherrenberater können Hausbesitzer auch bei der Planung und Antragstellung unterstützen.

Käufer statt Bauherr

Bauqualität auch bei Eigentumswohnungen regelmäßig kontrollieren

(djd). Der Kauf einer Eigentumswohnung ist eine Alternative zum Bau eines eigenen Hauses – und in städtischen Ballungsgebieten oft die einzige Möglichkeit zum Immobilienerwerb. Zudem erscheint diese Variante als der leichtere Weg, da ein Wohnungskäufer nicht selbst als Bauherr auftritt. „Auch beim Bau von Wohnanlagen treten Baumängel auf“, warnt allerdings Erik Stange, Pressesprecher des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). „Dass der Bauträger gleichzeitig Bauherr ist, heißt nicht, dass der Käufer vor Mängeln und Fehlern besonders geschützt ist.“

Käufer muss Abweichungen von den Vertragsvereinbarungen nicht hinnehmen

Auch Wohnungskäufer sollten daher die Baustelle ihres künftigen Domizils im Auge behalten und Bauqualität sowie den Baufortschritt regelmäßig kontrollieren. Nicht entdeckte Mängel können zu Verzögerungen der Fertigstellung führen oder erst nach dem Einzug sichtbar werden. Der Käufer hat das Recht, den Bauträger darauf hinzuweisen und auf Erfüllung des vereinbarten Vertrags zu bestehen, wenn es zu Abweichungen kommt. Für den Laien ist es allerdings nicht so einfach, Fehler und Ausführungsmängel zu erkennen. Es ist daher sinnvoll, Qualitätskontrollen durch unabhängige Sachverständige begleiten zu lassen, die über das erforderliche Fachwissen und Bauerfahrung verfügen.

Baumängel durch unabhängige Qualitätskontrollen rechtzeitig feststellen

Laut Erik Stange muss ein Bauherrenberater neben fachlicher Kompetenz weitere Kriterien erfüllen. Wichtig ist die Unabhängigkeit vom ausführenden Bauunternehmen und eine produkt- und herstellerneutrale Beratung. Jeder Bauabschnitt sollte kontrolliert und die Ergebnisse dokumentiert werden. „Rund sechs Termine sind dafür erforderlich“, sagt Stange. Unter www.bsb-ev.de gibt es neben weiteren Informationen deutschlandweite Adressen unabhängiger Bauherrenberater. Sie können den Immobilienkäufer bereits im Vorfeld beraten, etwa bei der Vertragsgestaltung. Dazu Stange: „Wichtig ist es zum Beispiel, dass man sich schon im Kaufvertrag das Recht einräumen lässt, die Baustelle auch in Begleitung Dritter zu betreten.“

Klimaschutz lohnt sich

Förderprogramme machen energetische Modernisierungen noch attraktiver

(djd). Neue Isolierglasfenster einbauen, Wände und Decke besser dämmen, die alte Heizung modernisieren oder gleich auf erneuerbare Energien umsteigen: Über energetische Verbesserungen am Haus oder an der Eigentumswohnung denkt fast jeder Eigentümer einer älteren Immobilie nach. Doch trotz der Effekte für den Klimaschutz stellt sich immer die Frage: Wie schnell rechnet sich das, und was lohnt sich finanziell überhaupt?

Gute Voraussetzungen für energetische Sanierungen

Zumindest eine Teilantwort kommt von der Bundesregierung, die energetische Modernisierungen mit höheren Förderungen ankurbeln will. Die Förderprogramme sind Teil der Anstrengungen zur Erreichung der Klimaschutzziele und sollen dazu beitragen, den Sanierungsstau im deutschen Baubestand aufzulösen. „Förderungen schaffen eine gute Voraussetzung, um energetische Verbesserungen in Angriff zu nehmen“, sagt Erik Stange, Pressesprecher des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), „doch die Maßnahmen müssen richtig und rechtzeitig geplant sein, damit ein Sanierungsprojekt langfristig den angestrebten Erfolg erzielt.“

Förderanträge rechtzeitig und vollständig einreichen

Stange weist darauf hin, dass Förderanträge bereits vor Sanierungsbeginn vollständig gestellt sein müssen, nachträgliche Mehr- oder Zusatzkosten können nicht mehr geltend gemacht werden. Als Grundlage für die Förderanträge sollten nicht nur Angebote von Unternehmen genutzt werden, sondern auch unabhängige Beratung. Die Bauherrenberater der Verbraucherschutzorganisation BSB beispielsweise verpflichten sich zu Neutralität und können mit Erfahrung und der Kompetenz als Bauingenieure oder Architekten beurteilen, welche Maßnahmen am Haus sinnvoll sind. Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Informationen dazu und Ansprechpartner in allen deutschen Regionen.

Mit unabhängiger Beratung leichter ans Energiesparziel

„Ein unabhängiger Berater sieht nicht nur ein Gewerk, sondern auch Mehrkosten, die etwa durch Rückbau und Entsorgung einer alten Heizanlage entstehen“, sagt Stange. Voraussetzung für die Förderungen ist in der Regel die Beauftragung eines Energieberaters im Vorfeld, der die Schwachstellen der Immobilie offenlegt und Empfehlungen ausspricht. Doch auch die Kosten für den Gebäudeenergieberater sind förderfähig.

Ich male mir mein Traumbad

Inspirationen für perfekt geplante Sanitärräume

(djd). Wie sieht der Raum mit einer bodenebenen Dusche aus? Habe ich Platz genug für eine zusätzliche Badewanne? Und welcher Stil gefällt mir überhaupt – klassisch weiß, zarte Pastelltöne oder die topaktuellen dunklen Farben mit farbigen Metallelementen? Ob großer oder kleiner Raum – es ist gar nicht so einfach, sich eine neue Einrichtung vorzustellen. Erste Hilfe dabei geben Online-Tools für Badinspirationen und Badplanung.

Maßgeschneidertes Bad für die eigenen Bedürfnisse

Es lohnt sich, zunächst ein paar Überlegungen anzustellen, welche individuellen Bedürfnisse ein neues Bad erfüllen soll. Wer keine Lust aufs Badputzen hat, für den ist eine reinigungsfreundliche Ausstattung wichtig. Dies bieten zum Beispiel spülrandlose Rimfree-WCs, abnehmbare Toilettensitze oder Duschrinnen, in denen sich kein versteckter Schmutz bilden kann. Für Komfort ohne Barrieren stehen bodenebene Duschen oder Waschtische, bei denen der Siphon in die Wand verlegt ist. Für mehr Frische im Alltag sorgen Dusch-WCs, die den Po mit frischem Wasser reinigen. In kleinen Bädern sind Ausstattungen gefragt, die den Platz optimal nutzen und auf begrenztem Grundriss Ordnung und Stauraum bieten. Das Inspirationstool auf www.geberit.de macht es Haus- und Wohnungsbesitzern einfacher, sich über ihre Prioritäten Klarheit zu verschaffen.

3D-Planung als Gesprächsvorbereitung für den Bad-Fachmann

Im nächsten Schritt kann man die eigenen Vorstellungen in einem 3D-Badplanungs-Tool dem Realitätscheck unterziehen. Mit wenigen Eingaben zu Größe und Schnitt des Raums sowie der Farbigkeit von Wänden und Boden ist die Basis für die persönliche Badplanung gelegt. Danach lassen sich Sanitärgegenstände und Badmöbel nach Belieben anordnen, verschieben und verändern. Wenn die Planung dem persönlichen Traumbad nahekommt, kann sie gespeichert werden – natürlich kann man auch verschiedene Alternativen ablegen. Ausgedruckt bieten die Planungsdaten eine gute Grundlage, um sich von einem Badeinrichter oder einem Sanitärfachbetrieb detaillierte Planungen und Kostenangebote unterbreiten zu lassen.

Vorsicht, versteckte Schadstoffe!

Beim Immobilienkauf aus zweiter Hand Gesundheitsgefahren vermeiden

(djd). Wer sich heute auf die Suche nach einem Eigenheim macht, denkt nicht nur an Neubau, sondern auch an den Erwerb eines bestehenden Hauses. Gerade in städtischen Regionen, in denen Bauland rar und teuer ist, kann man damit günstiger davonkommen. Ältere Gebäude besitzen obendrein oft einen ganz eigenen Charme. Unter der schönen Patina gebrauchter Immobilien können sich jedoch auch Probleme zum Beispiel durch Schadstoffbelastungen verbergen. Man sollte diese Gefahr nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn in älteren Gebäuden können Substanzen eingebaut sein, deren Einsatz aus guten Gründen seit längerer Zeit verboten ist.

Verborgene Schadstoffe nicht auf die leichte Schulter nehmen

Besonders in Häusern, die nach 1945 gebaut wurden, finden sich häufiger Materialien, deren gesundheitliche Risiken damals noch nicht bekannt waren. Typisch sind zum Beispiel Parkettkleber, die mit krebserregenden Polyzyklischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet sind, Asbest in Bodenbelägen, Fassaden- oder Dachverkleidungen, Holzwerkstoffe mit hohem Formaldehydgehalt oder Biozide in Holzschutzanstrichen. Auch in älteren Häusern können sich Schadstoffe finden, die bei einer späteren Sanierung eingebaut wurden. Manche dieser Mittel belasten die Luft in Wohnräumen noch nach Jahrzehnten und können bei den Bewohnern unterschiedlichste gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen. Sie reichen von unspezifischen Kopfschmerzen über gereizte Schleimhäute oder Allergien bis zu lebensbedrohlichen Krebsgefahren.

Sachverständigen Rat vor Vertragsschluss einholen

Die Kosten für eine Schadstoffsanierung können das Budget für den Erwerb und die Modernisierung einer Bestandsimmobilie deutlich in die Höhe betreiben oder den Kauf sogar uninteressant machen. Man sollte sich daher noch vor dem Abschluss eines Kaufvertrags schlaumachen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt ein Gebäude vor dem Kauf von einem Sachverständigen, etwa einem unabhängigen BSB-Bauherrenberater, unter die Lupe nehmen. Als Bauingenieur oder Architekt kennt der Berater zeit- und regionaltypische Probleme und kann den Hausbesitzer in spe gezielt darauf hinweisen, wann eine gründliche Untersuchung angeraten ist.

Sicher zur Eigentumswohnung

Darauf kommt es beim Wohnungskauf an

(djd). In städtischen Ballungszentren ist Bauland rar und teuer. Für viele Menschen sind Eigentumswohnungen dort die einzig realistische Möglichkeit, an bezahlbares Wohneigentum zu gelangen. Bereits bei der Suche nach der passenden Wohnung gibt es einiges zu beachten. Neben der gewünschten Lage stellt sich die Frage, ob man sich eher nach einem Alt- oder einem Neubau umsehen soll. Für Letzteres spricht der moderne Wohnstandard, ein aktueller Stand der Haustechnik sowie ein geringer Investitionsbedarf in der nahen Zukunft. Zudem können die künftigen Besitzer oft noch Einfluss auf die Ausstattung der Räume nehmen.

Pro und Contra von Neu- und Altbauten

Vorteile von Wohnungen in älteren Häusern sind, dass sie oft in gewachsenen Infrastrukturen liegen und einen günstigeren Anschaffungspreis haben. Der Preis relativiert sich jedoch durch Ausgaben für Renovierungen oder Modernisierungen. Diese sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern am besten vor dem Vertragsschluss mit Unterstützung eines Bausachverständigen realistisch abschätzen lassen. In Altbauten können zudem Modernisierungen am Gemeinschaftseigentum anstehen, die auf alle Wohnungsbesitzer umgelegt werden. Mehr Klarheit gibt hier ein Einblick in die Protokolle der Eigentümerversammlungen und ein Check der Rücklagen, die für solche Arbeiten gebildet wurden.

Mit unabhängigem, rechtlichem und technischem Rat sicher ins Wohneigentum

„Sachverständiger Rat schützt beim Kauf einer Neubauwohnung vor unangenehmen Überraschungen“, sagt Erik Stange, Pressesprecher des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Adressen von unabhängigen Bauherrenberatern und Vertrauensanwälten in ganz Deutschland finden Interessenten unter www.bsb-ev.de. Das beginnt bereits mit einer Überprüfung des Vertragspartners im Vorfeld. Wie lange ist er schon am Markt? Über wie viel Erfahrung verfügt er? Gibt es eine Referenzliste? Ist das Unternehmen zuverlässig und solvent? Hat sich ein Wunsch-Vertragspartner herauskristallisiert, sollten die Beratungs- und Verkaufsgespräche offen und ohne Zeitdruck geführt werden. Die Gesprächsergebnisse sind dabei schriftlich zu fixieren. Als letzten Schritt vor dem Vertragsschluss empfiehlt Stange eine Vertragsprüfung durch einen unabhängigen Fachanwalt.

Smarter schließen ohne Schlüssel

Sicherheitstechnik für das vernetzte Zuhause einfach nachrüsten

(djd). In der heutigen digitalen Welt wirken konventionelle Haustürschlüssel schon fast überholt. Schließlich können Schlüssel verloren gehen, nachgemacht oder entwendet werden. Für Firmengebäude nutzt man längst modernere Schließsysteme und auch für das private Heim bieten elektronische Schließzylinder zahlreiche Vorteile. Geht ein Transponderschlüssel verloren, entfernt man einfach die Schließrechte dazu – fertig! Zudem lässt sich die digitale Zutrittskontrolle direkt in Smart-Home-Anwendungen einbinden, für noch mehr Sicherheit und Komfort im Alltag.

Das smarte Heim denkt mit

Ist jemand zu Hause? Diese Frage hat für das Steuern von smarten Anwendungen elementare Bedeutung. „Das smarte Türschloss kann heute das Haus steuern. Man kommt beispielsweise abends nach Hause und öffnet die Haustür – schon schaltet sich die gewünschte Beleuchtung ein, die Alarmanlage wird deaktiviert und das Audiosystem spielt die Lieblingsmusik“, schildert Florian Lauw, Sicherheitsexperte bei Abus, ein mögliches Szenario. „Zahlreiche praktische Funktionen wie die Alarmanlage, Beschattung und Licht lassen sich zusammenführen. Das smarte Zuhause entlastet seine Bewohner.“ Das gilt ebenso für Notsituationen. Wird beispielsweise eine Rauchentwicklung mitten in der Nacht festgestellt, können intelligente Systeme automatisch die Beleuchtung einschalten und die Elektronikzylinder der Haustür öffnen, um direkt Fluchtwege zu öffnen. „Dieses reibungslose Ineinandergreifen aus Sicherheit und Komfort ist nur mithilfe integrierter Sicherheitstechnik möglich“, erklärt Florian Lauw weiter.

Zutrittskontrolle, Alarmsicherung und Videoüberwachung vernetzen

Für smarte Anwendungen empfiehlt es sich, Zutrittskontrollsysteme wie wAppLoxx Pro mit einer Alarmanlage und Videoüberwachung zu verbinden. Statt eines Schlüssels erhält jeder Bewohner einen kompakten Transponder, der sich über PC oder App programmieren oder auch sperren lässt. Der Hausherr kann Schließrechte nach Bedarf einrichten – zum Beispiel damit die Reinigungskraft nur einmal die Woche in einem bestimmten Zeitfenster mit ihrem Transponder Zutritt hat. Weitere Möglichkeiten eröffnet wiederum eine integrierte Videoüberwachung. So kann man selbst von unterwegs überprüfen, wer gerade klingelt oder sogar aus der Ferne das Schloss öffnen, um beispielsweise einem Handwerker den Zutritt zu gewähren. „Wichtig ist es, das System genau an die eigenen Anforderungen anzupassen. Dazu empfiehlt sich in jedem Fall eine professionelle Beratung“, so Lauw weiter. Mit der Fachhändlersuche auf www.abus.com findet man Experten in der Nähe.

Fakten sind die Trümpfe des Bauherrn

So kann man sich für den Fall von Bauschäden und für die Bauabnahme wappnen

(djd). Wenn es nach der Bauabnahme zu Streitigkeiten aufgrund von Bauschäden kommt, sollte der Bauherr für seinen Standpunkt Fakten auf den Tisch legen können. Am besten ist es, wenn diese Fakten durch einen Bausachverständigen im Rahmen eines Bauschadensgutachtens dokumentiert werden. Es kann wesentliche Fragen beantworten: Wie gravierend ist der Schaden? Müssen Sofortmaßnahmen zur Eindämmung vorgenommen werden? Welche Folgeschäden können auftreten? Besteht eine Gefahr für Sicherheit und Gesundheit? Durch welchen Mangel ist der Schaden entstanden und wer ist für diesen Mangel und dessen Beseitigung verantwortlich? Mit welchen Kosten muss man rechnen und wer muss sie tragen?

Gute Beweislage beim Rechtsstreit

Der Experte besichtigt den Schaden und klärt den Bauherrn über das Ausmaß auf. Gegebenenfalls nennt er dem Bauherrn auch schon notwendige Sofortmaßnahmen, um weitere Schäden zu verhindern. Der Schaden wird also eindeutig beschrieben, fotografiert und dokumentiert. Die Ursache und die finanzielle Schadenshöhe werden vom Experten eingeschätzt. „Mit einem Bauschadensgutachten hat der Bauherr eine starke und fundierte Verhandlungsbasis mit dem Schadensverursacher“, so Florian Haas, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. Unter www.finanzierungsschutz.de gibt es weitere Informationen.

Bauabnahme mit gravierenden Folgen

Die Bauabnahme wird von vielen Bauherren als rein formaler Akt angesehen, tatsächlich hat sie enorme Rechtswirkung und eine oft unterschätzte Bedeutung. Laut BGB ist der Besteller verpflichtet, das neue Haus nach vertragsgemäßer Herstellung abzunehmen. Tut er dies nach Ablauf einer vom Unternehmer bestimmten angemessenen Frist nicht oder zahlt er die Schlussrate ohne Beanstandungen, gilt das Bauwerk trotzdem als abgenommen. Dabei handelt es sich dann um eine sogenannte fiktive Abnahme. „Mit der Abnahme erkennt der Auftraggeber an, dass der Auftragnehmer seine vertragsgemäß geschuldete Leistung im Wesentlichen erbracht hat“, so Florian Haas.

Und das habe weitreichende Folgen, angefangen mit der vertraglich vereinbarten Gewährleistungsfrist. Diese beginnt mit dem Tag der Bauabnahme zu laufen. Ab jetzt muss der Bauherr dem Unternehmer nachweisen, dass ein Mangel auf dessen ungenügende Leistung zurückzuführen ist. Zudem gehen mit der Abnahme sämtliche Gefahren und Risiken auf den Bauherren über. „Bauherren sollten eine förmliche Abnahme deshalb bereits im Werkvertrag vereinbaren und eine fiktive Abnahme ohne Begehung unbedingt vermeiden“, rät Haas.