Schutz in Zeiten des Handwerkermangels

Längere Bauzeiten fürs Eigenheim erfordern geeigneten Versicherungsschutz

(djd). Wohneigentum ist angesichts niedriger Zinsen attraktiver denn je. Immer mehr Familien entscheiden sich für ein Eigenheim. Doch mit jeder Baugenehmigung steigt die Nachfrage nach Handwerkern. Zimmermänner, Maurer und Elektriker kommen mit der Arbeit kaum noch hinterher. Viele Bauprojekte drohen, sich über mehr als ein Jahr zu erstrecken. Was dazu führt, dass in Baufragen unerfahrene Bauherren und Nachbarschaftshelfer so manches Mal selbst anpacken. Das ist pragmatisch und auch von den Helfern gut gemeint, aber für Laien birgt ein Rohbau auch besondere Risiken.

Sicherheit für 24 Monate

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung tritt bei Haftungsfragen für Haus- und Grundbesitzer sowie für Bauherren ein – entweder durch die Klärung der Haftungsfrage oder durch die Leistung bei berechtigten Ansprüchen. Ohne Versicherung kann ein Bauunfall zur echten Kostenfalle werden: „Kommen auf einer Baustelle Personen zu Schaden, müssen Bauherren mit hoher Wahrscheinlichkeit mit hohen Beträgen dafür haften“, erklärt Ralf Michl von der Nürnberger Versicherung. Darum ist es vorteilhaft, dass sich die Absicherung des Rohbaus über den gesamten Zeitraum bis zur Fertigstellung des Hauses erstreckt. Mit dem neuen Rohbauschutz des Anbieters etwa sind Neubauvorhaben nun pauschal für 24 Monate Bauzeit abgesichert.

Drei-in-einem-Paket

Im Paket sind zwei weitere Versicherungen enthalten. Denn bei den aktuell langen Bauzeiten sind Bauplätze dementsprechend lange den Gewalten der Natur und einem erhöhten Diebstahlrisiko ausgesetzt. Beides kann Schäden verursachen, die den Rohbau beschädigen oder schlimmstenfalls sogar zerstören können. Eine Bauleistungsversicherung bietet deshalb Kaskoschutz unter anderem bei höherer Gewalt und außergewöhnlichen Elementarereignissen, aber auch bei Diebstahl sowie Bau- und Konstruktionsfehlern. Vor Brand, Blitzschlag und Explosion schützt die Feuerversicherung.

Vater Staat baut mit

Ratgeber Bauen: Förderungen sollten Teil jeder Finanzierungsstrategie sein

(djd). Deutschland ist ein Land der Mieter, weniger als die Hälfte der Bundesbürger lebt in den eigenen vier Wänden. Viele Menschen würden sich in der Niedrigzinsphase den Traum von der Immobilie verwirklichen, wenn da nicht die teilweise exorbitant gestiegenen Kosten für den Bau oder Erwerb von Wohneigentum wären. Die Baukosten aber muss niemand alleine tragen – vom Staat gibt es maßgebliche Unterstützung. „Öffentliche Förderungen sollten Teil jeder Finanzierungsstrategie sein“, rät Florian Haas, Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Mehr Infos gibt es etwa unter www.finanzierungsschutz.de.

1. KfW-Anträge rechtzeitig stellen

Die staatseigene KfW zählt zu den wichtigsten Förderquellen für Bauherren. Das Programm „Energieeffizient bauen“ unterstützt mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen Häuslebauer, deren Immobilien bestimmten energetischen Standards entsprechen. Der Antrag auf einen KfW-Kredit muss vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank gestellt werden.

2. Bundesländer, Kommunen, Kirchen: Bedingungen sehr unterschiedlich

Deutschland ist ein föderaler Staat – entsprechend unterschiedlich sind die Programme der 16 Bundesländer für die selbst genutzte Immobilie. Meist handelt es sich um zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse. Diese werden auch von vielen Städten und Gemeinden vergeben, die Kommunen verfügen zudem häufig über vergleichsweise günstigeres Bauland. Was viele nicht wissen: Auch die großen Kirchen unterstützen Familien beim Erwerb von Baueigentum, etwa durch Grundstücke im Erbbaurecht oder durch Darlehen.

3. Baukindergeld: 24.000 Euro für eine Familie mit zwei Kindern

Beim Baukindergeld ergibt sich bei zwei Kindern eine Förderung von insgesamt 24.000 Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Anträge bei der KfW können Familien stellen, die erstmals selbstgenutztes Wohneigentum erwerben oder bauen und bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

4. Von der BAFA gibt es auch Geld für den Neubau

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert in seinem Marktanreizprogramm die Nutzung erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung. Auch Häuslebauer können davon profitieren.

5. Wohn-Riester

Zulagen und Steuervorteile kann man sich mit dem Wohn-Riester für die selbst genutzte Immobilie sichern. Die maximale Förderung gibt es, wenn vier Prozent des Vorjahres-Brutto-Einkommens in einen Riester-Vertrag fließen.

6. Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage

Mit der Wohnungsbauprämie werden vor allem Beiträge an Bausparkassen bezuschusst. Die Arbeitnehmersparzulage gibt es, wenn vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers oder Teile des Gehalts etwa in einen Bausparvertrag investiert werden.

Mit Sicherheit Steuern sparen

Versicherungen und Altersvorsorge: Beim Fiskus Geld zurückholen

(djd). Es ist eine schöne Stange Geld, die Arbeitnehmer und Selbstständige jährlich durch die Lohn- und Einkommensteuer an Vater Staat zahlen. Da lohnt es schon, wenn man den einen oder anderen Kniff kennt, mit dem sich die Steuerlast reduzieren lässt. Einige Möglichkeiten bieten dabei die Beiträge für bestimmte Versicherungen sowie das Geld, das man in die Altersvorsorge investiert. So können beispielsweise die Kosten für die Privathaftpflicht als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Autofahrer und Hundehalter können sich darüber freuen, dass dies auch für die Kfz- und die Hundehalterhaftpflichtversicherung gilt.

Risikolebensversicherungen

Eine besondere Rolle in Steuerfragen spielt auch die Risikolebensversicherung. Hier können die Beiträge ebenfalls als Sonderausgaben die Steuerschuld senken. Außerdem sollte man beim Abschluss der Police genau darauf achten, wer die Leistung im Todesfall erhält. Diese Person muss nämlich Erbschaftssteuer auf den Ertragsanteil der Auszahlung bezahlen. „Für Ehepartner sowie Kinder gibt es zwar Freibeträge in Höhe von 500.000 beziehungsweise 400.000 Euro“, sagt Dr. Michael Martin von der Nürnberger, „doch wenn unverheiratete Partner die Begünstigten sind, reduziert sich der Freibetrag je nach Steuerklasse auf 20.000 Euro.“ Der Experte verrät jedoch einen Trick, um diese Zahlung an den Fiskus zu umgehen: Ist der Begünstigte auch der Versicherungsnehmer, also der Vertragspartner der Versicherung, muss er keine Steuern zahlen. Der Begünstigte muss dann statt seines eigenen Lebens nur das seines Partners versichern.

Fürs Alter vorsorgen und Steuern sparen

Als Altersvorsorgeaufwendungen können gesetzliche und private Rentenversicherungen wie die Rürup-Rente berücksichtigt werden, wozu es auf www.nuernberger.de weitere Infos gibt. Für 2019 können 88 Prozent des Jahresbeitrags abgesetzt werden, im Jahr 2025 dann 100 Prozent. Für 2019 gilt aber die Höchstgrenze von maximal 24.305 Euro. Verheiratete können das Doppelte absetzen. Eine besondere Rolle spielen Riester-Verträge, bei denen jährlich Beiträge bis zur Höchstgrenze von 2.100 Euro inklusive der staatlichen Zulage geltend gemacht werden können.

Hohe Leitfähigkeit spart Energie und Material

Kupfer nimmt eine Schlüsselrolle für die Verbesserung der Energieeffizienz ein

(djd). Bei der Energieeffizienz von Leitungsnetzen, Geräten, Motoren, Kühleinrichtungen und mehr spielt die Leitfähigkeit der eingesetzten Metalle eine wichtige Rolle. Nicht von ungefähr ist hier vor allem Kupfer im Einsatz. Denn das rote Metall hat die beste Leitfähigkeit aller Nicht-Edelmetalle und ist daher der bevorzugte Werkstoff, wenn es um die Leitung von Elektrizität, Wärme oder Kälte geht.

Strom sparen durch hohe Leitfähigkeit

Um die gleiche Transportleistung wie andere Metalle zu erzeugen, kann der Querschnitt einer Kupferleitung gegenüber anderen geeigneten Materialien um bis zu 40 Prozent kleiner ausfallen. Das spart Rohstoffe und Ressourcen bei der Herstellung. Bei gleichen Durchmessern von Leitungen ist der elektrische Widerstand von Kupfer geringer als bei anderen vergleichbaren Metallen. Das bedeutet, Leitungsverluste fallen bei identischen Dimensionen kleiner aus, es muss also weniger Energie erzeugt werden. Vergrößert man den Querschnitt von Leitungen weiter, verbessert sich auch die Energieeffizienz – das bedeutet, es muss noch weniger Strom produziert werden. Leitungsquerschnitte lassen sich nicht endlos vergrößern, dem Deutschen Kupferinstitut zufolge liegt das Umweltoptimum der Leitergröße etwa für die Wicklungen in Motoren und Transformatoren, Elektrokabeln und Bahn-Oberleitungen aber deutlich über den Durchmessern, die von den aktuellen Standards vorgegeben werden.

CO2 sparen durch bessere Energienutzung

Die Experten des Kupferinstituts haben zudem errechnet, dass die eingesparten CO2-Emissionen pro zusätzlichem Kilogramm Kupfer während der Lebensdauer eines Betriebsmittels je nach Anwendung zwischen 100 und 7.500 Kilogramm liegen. Studien zufolge könnte alleine die Energie, die Elektromotoren weltweit in der Industrie verbrauchen, bis 2020 um rund 30 Terawattstunden (TWh) gesenkt werden, wenn alle Motoren auf dem heutigen Stand der Technik wären. Damit alleine könnten mehrere Großkraftwerke abgeschaltet werden. Auf www.copperalliance.de gibt es mehr Informationen zu aktuellen Studienergebnissen.

Ressourcen sparen durch geringeren Materialverbrauch

Beim Einsatz anderer Materialien zur Stromleitung würden elektrische Bauteile wie Motoren, Transformatoren oder Kabel bei gleicher Energieeffizienz etwa 20 Prozent größer – beispielsweise für Gehäuse, Steckverbinder oder Kabeltragsysteme. Das gilt für Großgeräte ebenso wie für Haushaltsmaschinen. Kupfer leistet also einen wichtigen Beitrag dazu, dass etwa die Kaffeemaschine zu Hause kompakt und leichtgewichtig ist und dass nicht mehr Ressourcen aufgewendet werden müssen als unbedingt erforderlich.

Vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger

Die Ansprüche an die Haustechnik steigen bei Neubau und Modernisierung

(djd). Ob im Neubau oder in der Modernisierung von Altbauten: Die Themen Energieeffizienz und Haustechnik spielen bei Bauherren und Hauseigentümern eine wichtige Rolle. Auf der einen Seite gilt es heute, strenge Auflagen zum Beispiel aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) einzuhalten. Auf der anderen Seite haben Immobilieneigentümer auch ein wirtschaftliches Interesse daran, dauerhaft möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Last not least ist die Heiz- und Haustechnik entscheidend dafür, wieviel Wohnkomfort ein Gebäude bietet. „Bereits innerhalb der nächsten Dekade sollen Häuser einen Energiebedarf nahe Null haben“, sagt Florian Becker, Geschäftsführer des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Laut Becker bedingt das einen grundlegenden Wandel – Häuser werden vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger.

Energieverbrauch, Klimafreundlichkeit und Wohnkomfort verbessern

Um die Ziele geringer Energieverbrauch, Klimafreundlichkeit und Wohnkomfort gleichermaßen zu erreichen, liegen die Anforderungen an die Gebäudehülle und die Gebäudetechnik heute um ein Vielfaches höher als noch vor 20 oder 30 Jahren. Heizungs- und Warmwassertechnik, Lüftung und Energieerzeugung beispielsweise über Solarthermie oder Photovoltaik müssen individuell auf die Gegebenheiten des Grundstücks und des Gebäudes sowie auf die Gewohnheiten und Ansprüche der Bewohner abgestimmt sein. Grundlageninfos zur Entscheidungsfindung liefert zum Beispiel der Ratgeber „Energieeffizienz und Energieerzeugung – Grundwissen und Innovationen“, der unter www.bsb-ev.de kostenfrei bestellt werden kann.

Mit unabhängiger Beratung sicher ans Ziel

Erste Orientierung bieten die aktuellen Gebäudestandards. Die Bezeichnung Passivhaus steht für Gebäude mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Beim Niedrigstenergiehaus muss der Energiebedarf nahe Null liegen. Im Nullenergiehaus gleichen sich von außen bezogene und selbst erzeugte Energie aus. Und das Plusenergiehaus setzt auf 100 Prozent regenerative Energien und erzeugt mehr Energie, als es selbst verbraucht. „Welchen Standard man anstrebt, hängt von den eigenen Wünschen, aber auch vom verfügbaren Budget ab“, sagt Becker. Er rät, im Vorfeld einen unabhängigen Sachverständigen, zum Beispiel einen BSB-Bauherrenberater, mit ins Boot zu nehmen.