Mit gutem Gewissen nachhaltig Geld anlegen – geht das?

Investitionen in erneuerbare Energien machen eine solche Geldanlage möglich

(djd). Nachhaltige Geldanlagen zeigen Wirkung: Schon heute kommt durchschnittlich 33 Prozent grüner Strom aus jeder Steckdose. Das ist zum großen Teil der Erfolg grüner Geldanlagen, die in Erneuerbare-Energien-Projekte investieren.

„Grüne“ Investments liegen im Trend

Geldanlagen in erneuerbare Energien sind hauptsächlich Investitionen in Sachwerte, die Erträge erwirtschaften. Wind- oder Solarparks und auch Biogasanlagen produzieren grüne Energie und verkaufen diese. „Jedem Projekt liegt eine unternehmerische Kalkulation zugrunde. Dabei helfen Erfahrungswerte und Gutachten schon im Vorfeld“, erklärt UDI-Geschäftsführer Georg Hetz, der mit seinem Unternehmen zu den Pionieren für grünes Geld zählt und bereits seit 18 Jahren im Bereich ökologischer und nachhaltiger Kapitalanlagen tätig ist. „So können wir die Erträge gut schätzen und die Zinsen der Anleger vorsehen. Aus den Einnahmen des Verkaufs der sauberen Energie werden Zinsen und Rückzahlung für die Anleger generiert.“

So investiert man nachhaltig

Zahlreiche Studien belegen, dass sich nachhaltige Investments längst ebenso, beziehungsweise sogar besser rechnen als konventionelle. Man muss als Anleger nicht auf Rendite verzichten und kann gleichzeitig etwas für die Gesellschaft und die Umwelt tun. Dennoch gilt: Die zinsstarke und risikolose Geldanlage gibt es auch im nachhaltigen Sektor nicht. „Es ist wichtig, nicht alle Eier in ein Nest zu legen“, so Georg Hetz.

„Wir raten unseren Kunden immer, ihr Kapital zu streuen. Ein Teil sollte kurzfristig und mittelfristig verfügbar bleiben, ein weiterer Teil in renditeschwache, aber sichere Geldanlagen fließen und der dritte Teil geht in verschiedene renditestarke Projekte mit vier bis sechs Prozent. Das nützt dem Kapitalerhalt, gibt Sicherheit und Flexibilität und bringt insgesamt gesehen ansprechende Rendite.“ Umso größer der Anteil für renditestarke Anlageprodukte ist, umso höher liegt auch die Gesamtverzinsung des Kapitals.

Ob Windräder, Solar- und Biogasanlagen oder auch energieeffiziente Immobilien, Investments dieser Art schaffen und erhalten Werte. Schön daran ist, dass die Renditen nicht nur Großanlegern vorbehalten sind, Privatanleger können sich bereits ab 5.000 Euro beteiligen. Ohne diese Anlageformen wäre die Energiewende beispielsweise undenkbar.

Geldanlage planen per Mausklick

Robo-Advisors“: Kostenlose Online-Tools erstellen individuelle Anlagevorschläge

(djd). Viele Bundesbürger kennen das Problem: Das gute alte Sparbuch, aber auch Festgeldanlagen werfen kaum noch Zinsen ab, die Suche nach Alternativen aber ist unübersichtlich und zeitaufwändig. „Eine bequeme und sogar kostenlose Option sind heute sogenannte Robo-Advisors – diese Online-Anlageplaner erstellen in kurzer Zeit konkrete Anlagevorschläge“, so Fachjournalist Martin Schmidt vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Einfach zu bedienen

Die Online-Tools richten sich vor allem an die Generationen, die noch nicht mit dem Computer aufgewachsen sind. „Ein Großteil unserer Kunden sind Menschen um die 40 oder 50, daher ist die Bedienung des Online-Anlageplaners so übersichtlich wie möglich gestaltet worden“, erklärt etwa Stefan Pax, Bereichsleiter Geldanlage, Brokerage und Finanzplanung bei der Targobank. Auf der Homepage dieses Anbieters gelangt man in drei Schritten zu einem konkreten Anlagevorschlag. Zunächst werden das Anlageziel und der Anlagebetrag gewählt, die Untergrenze liegt bei 500 Euro. „Dabei darf man die eigene finanzielle Situation nicht aus den Augen verlieren: Welche regelmäßigen Einnahmen stehen zur Verfügung und wie sehen die laufenden Kosten und Belastungen aus“, so Pax. Im zweiten Schritt entscheidet der User, was für ein Anlegertyp er ist und welches Risiko er eingehen möchte. Auch die Zeitspanne, über die das Geld angelegt werden soll, kann flexibel gewählt werden.

Konkrete Vorschläge

Abschließend entscheidet man dann, aus welcher Anlageform das Portfolio gebildet werden soll. Je nach Anlagerisiko und Laufzeit werden Kategorien wie Aktien, Rentenpapiere oder Immobilien unterschiedlich gewichtet. Danach erhält man einen passenden Anlagevorschlag. „Beim Online-Anlageplaner handelt es sich nicht um eine persönliche Anlageberatung: Wer sich umfassend beraten lassen möchte, der kann ein Gespräch mit einem Berater in der Filiale vereinbaren, in dem individuell auf die gesamte Vermögenssituation eingegangen wird“, so Stefan Pax. Das kostenlose und unverbindliche „Robo-Advisor-Tool“ der Targobank kann im Übrigen auch von Nicht-Kunden genutzt werden.

Börse besser verstehen

Geldanlage: Finanzkenntnisse aufbauen und Wertpapiere besser nutzen

(djd). Auf viele Bundesbürger scheint die Börse wie ein unverständliches Durcheinander aus Zahlen und komplizierten Fachbegriffen zu wirken. Das hat Folgen für die Aktienkultur: 2014 ging die Zahl derjenigen, die in Aktien oder Aktienfonds investiert hatten, um 500.000 auf nur noch 8,4 Millionen Menschen in Deutschland zurück. Besonders stark sank dabei die Zahl der jüngeren Anleger. „Aufgrund weit verbreiteter Vorurteile sowie fehlendem Grundwissen werden die Chancen von Aktien kaum wahrgenommen und ihre Risiken überschätzt“, erklärt Dr. Michael Völter, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. Tief sitze etwa das Vorurteil, dass eine Aktienanlage nur bei größeren Beträgen sinnvoll sei. Dabei lasse sich auch mit wenig Geld in den Aktienmarkt einsteigen und insbesondere durch kontinuierliches Investieren ein Aktiendepot aufbauen.

Zielgruppenorientierte Vermittlung von Finanzwissen

Vor der ersten Investition an der Börse sollte sich jeder Börseneinsteiger zunächst gründlich informieren – denn Finanzwissen ist der beste Anlegerschutz. Nur wer über die nötigen Kenntnisse verfügt, kann selbstbestimmt und erfolgreich an den Märkten agieren. Die Börse Stuttgart bietet für alle Zielgruppen unterschiedliche Formate zur Vermittlung von Finanzwissen an. Der „Klassiker“ sind die Privatanlegerseminare, die zweimal jährlich stattfinden, Informationen und Termine gibt es unter www.boerse-stuttgart.de/boersenseminare. Ziel ist es, Anleger über alle an der Börse handelbaren Wertpapiere so gut zu informieren, dass sie ihrem eigenen Risikoprofil entsprechend die passenden Anlageentscheidungen treffen können. Nicht zuletzt bietet die Börse auch auf Frauen spezialisierte Seminare an. „Geldanlagen werden insbesondere für Frauen immer wichtiger. Im Ruhestand stellen sie viel häufiger als Männer fest, dass ihre finanziellen Mittel nicht ausreichen“, betont Dr. Michael Völter. Weil Aus- und Weiterbildung bei Finanzthemen auch für Frauen ein erstrebenswertes Ziel sein sollte, räume die Börse den Bildungsaktivitäten für Frauen einen hohen Stellenwert ein.

Ist guter Rat teuer?

Um Börseneinsteigern den Weg an die Finanzmärkte zu erleichtern, bietet die Börse Stuttgart als führende Privatanlegerbörse in Deutschland zahlreiche Informationsmöglichkeiten. Dazu gehört eine kostenfreie Kundenhotline, die Anlegern für Fragen zu Wertpapieren, Handelsmöglichkeiten und zur Ausführung einzelner Orders während der gesamten Handelszeit zur Verfügung steht – ein an deutschen Börsen einmaliges Angebot. Das Interesse ist groß: Über 26.000 Anfragen liefen letztes Jahr auf. Zudem finden Anleger auf Börse Stuttgart TV, dem hauseigenen Web-TV-Kanal, tagaktuelle Marktinformationen und Interviews mit Finanzmarktexperten. Im sogenannten „Börsen-ABC“ werden außerdem die gängigsten Börsenbegriffe schnell und verständlich erklärt – ein nützlicher Service für alle Börsenneulinge.

Expertentipp: So lässt sich das Armutsrisiko bei vorzeitigem Ruhestand vermeiden

(djd). Schuften bis 67: Die sogenannte Regelaltersgrenze wurde auf dieses Alter angehoben. Wer künftig früher in den Ruhestand gehen will, muss mit kräftigen Abschlägen rechnen. Und das könnte viele Bundesbürger betreffen, denn dem Institut für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen zufolge gehen die Deutschen derzeit im Durchschnitt bereits mit 61,7 Jahren in Rente. „Alles deutet darauf hin, dass die sozialen Sicherungssysteme bald an ihre Belastungsgrenzen stoßen“, meint Demografie-Experte Harald Röder, Geschäftsführer der Deutschen Beratungsgesellschaft für Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodellen (DBZK). Die gesetzliche Rente werde immer mehr Älteren nicht mehr zum Leben reichen – vor allem dann nicht, wenn sie früher als mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen.

Armutsrisiko steigt

Dem ersten deutschen „Altersarmut-Atlas“ zufolge ist bereits heute jeder sechste Rentner von Altersarmut betroffen. „Die Zahl wird steigen – und betroffen sein werden vor allem Menschen, die vorzeitig in Rente gehen und höhere Abschläge in Kauf nehmen müssen“, erklärt Röder. De facto könnten sich Versicherte ohne weitere Einkünfte bald keinen vorgezogenen Rentenbeginn etwa mit 63 mehr leisten. Dabei gehe es oft gar nicht darum, dass man nicht bis 67 arbeiten wolle: „Viele sorgen sich mit Recht, ob der Gesundheitszustand überhaupt den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes bis zur Rente gerecht wird.“

Lebensarbeitszeitmodell: Vorruhestand ohne Abschläge

Um der Altersarmutsfalle zu entkommen, sind heute innovative Lösungen gefragt. „Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle haben sich als flexible und zukunftsweisende Instrumente erwiesen, immer mehr Firmen und Arbeitnehmer interessieren sich dafür“, so Harald Röder. Allerdings sei die Moderation bei der Einführung und Verwaltung ein komplexer Prozess, für eine erfolgreiche Umsetzung sei eine rechtssichere Durchführung nötig. Mit einem Lebensarbeitszeitmodell könnten Arbeitnehmer früher als mit 67 Jahren ihren Vorruhestand genießen – und zwar sozialverträglich und ohne Einbußen bei der gesetzlichen Rente.

Geldanlage: Vermögen bilden – den Märkten zum Trotz

(djd). Viele Sparer sind verunsichert – kein Wunder angesichts historisch niedriger Zinsen und Aktienmärkten auf Achterbahnfahrt. Allein das „Auf und Ab“ am deutschen Aktienmarkt im Jahr 2015 lässt viele Anleger vor Aktieninvestments zurückschrecken. Sie haben Angst, den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg verpasst zu haben und bei weiteren Kursrückgängen Verluste realisieren zu müssen. „Diese Angst ist unbegründet“, meint Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Wer regelmäßig spare, den bräuchten die derzeitigen Marktschwankungen nicht bange machen.

Keine Angst vor den Aktienmärkten

Der Grund dafür: Durch das regelmäßige Sparen etwa mit einem Aktienfonds spielt das Timing anders als bei Einmalinvestments keine große Rolle. „Im Gegensatz zur Einmalzahlung investiert der Sparer sowohl in guten als auch in schwachen Marktphasen. Dadurch können starke Verluste durch einen ungünstigen Einstiegszeitpunkt vermieden beziehungsweise wieder ausgeglichen werden“, erklärt Giovanni Gay. Langfristig orientierte Sparer müssen also keine Angst vor zwischenzeitlichen Rückschlägen an den Märkten haben. Dies belegen auch die Zahlen des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI): Ein zehnjähriger Sparplan etwa in einen global anlegenden Aktienfonds kam per Ende September 2015 auf eine durchschnittliche Wertentwicklung nach Abzug aller Kosten von 5,3 Prozent pro Jahr.

Für jeden Typ der richtige Fonds

Neben reinen Aktieninvestments können Sparer Sparpläne auch auf jeden anderen Fonds wie Renten- oder Mischfonds abschließen und so auch andere Anlageklassen miteinbeziehen. So lässt sich für jeden Anlegertyp der Investmentfonds finden, der zur persönlichen Risikoneigung am besten passt. Zudem ist Sparen mit Fondslösungen in der Regel bereits ab monatlichen Beträgen von 25 Euro möglich. Diese Argumente überzeugen immer mehr Anleger. „Wir merken, dass der Fondssparplan zunehmend zu einer Anlage für jedermann wird. So konnten wir im zurückliegenden Jahr die bedeutende Marke von einer Million Sparpläne überschreiten“, so Anlageexperte Gay.

Der Lockruf der Städte

Wohnimmobilienpreise: Hohe Zuwächse nur in einigen Ballungszentren

(djd/pt). Junge Leute hat es schon immer in die Stadt gezogen. Aber sie bleiben nun auch dort und suchen nach Wohnraum, zum Beispiel wenn sie eine Familie gründen – das Häuschen im Grünen oder die große Altbauwohnung sind dann beliebt. Es sind vor allem die Bildungsangebote sowie die Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, die das Stadtleben für alle Familienmitglieder so attraktiv machen.

Zuzug in die Ballungsräume wird sich fortsetzen

Die Folgen dieser Entwicklung sind auf dem Markt für Wohnimmobilien deutlich spürbar: Besonders hohe Zuwächse gibt es bei den Preisen für Wohnraum in den Ballungszentren. In der Fläche bleibt der Preisanstieg dagegen moderat. Das schreibt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem Konjunkturbericht. „Die Wohnimmobilienpreise in den Ballungszentren dürften in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Eine Normalisierung der Zinsen ist nicht in Sicht und der verstärkte Zuzug in die Ballungsräume wird sich fortsetzen“, erläutert BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin. Vor diesem Hintergrund sei eine flexible und ausreichende Bereitstellung von Wohnraum geboten, nicht aber eine strengere Regulierung der Mietpreise. „Ein angemessenes Angebot an Wohnraum ist das beste Mittel, um den Preisdruck in den Ballungsräumen zu senken und die Bezahlbarkeit von Wohnimmobilien nachhaltig zu gewährleisten.“

Keine Gefahr einer bundesweiten Preisblase

In Großstädten wie Berlin, Hamburg und München seien die Preise für den Erwerb von Wohnraum seit 2010 um über 30 Prozent gestiegen. Etwas später zogen auch die Wohnungsmieten an. „Die Gefahr preislicher Übertreibungen beschränkt sich jedoch auf einige große Ballungsräume. In den ländlicheren Regionen ist der Aufschwung am Immobilienmarkt bislang dagegen nicht angekommen“, so Dr. Martin. Ein flächendeckend übermäßiger Anstieg der Wohnimmobilienpreise sei daher aktuell nicht erkennbar. Gegen das Entstehen einer bundesweiten Preisblase sprächen auch die bislang maßvolle Immobilienkreditvergabe sowie die niedrige und im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen rückläufige Verschuldung der Deutschen.

Früher aufhören – aber ohne Abschläge

Aktuelle Umfrage: Knapp zwei Drittel der Deutschen möchten nicht bis 67 arbeiten

(djd). Allen Beteuerungen der Politiker zum Trotz, die ein längeres Arbeitsleben als Chance sehen wollen: Einer TNS-Emnid-Umfrage zufolge möchten knapp zwei Drittel der Deutschen nicht bis 67 schuften. Eine deutliche Mehrheit von ihnen würde aber nur dann vorher aufhören, wenn sie keine Abschläge bei der Rente in Kauf nehmen müsste.

Von den 40- bis 49-Jährigen konnten sich im Übrigen nur noch neun Prozent gut vorstellen, bis 67 zu arbeiten – bei den 30- bis 39-Jährigen lag der Wert noch bei 29 Prozent. „Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Arbeitswelt ihren Tribut fordert und bereits für die Generation 40plus die Aussicht auf einen früheren Ruhestand reizvoll ist“, betont Harald Röder, Geschäftsführer der Deutschen Beratungsgesellschaft für Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle (DBZWK).

Chancen durch modernes Arbeitszeitmanagement

Die klassische Altersteilzeit gibt es längst nicht mehr, heute sind andere, innovative Lösungen gefragt. Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle haben sich in diesem Zusammenhang als flexible Instrumente erwiesen, immer mehr Firmen und Arbeitnehmer interessieren sich dafür. Die DBZWK hat sich auf die Konzeption solcher Modelle spezialisiert. „Die Einführung und Verwaltung ist ein komplexer Prozess, für eine erfolgreiche Umsetzung ist eine rechtssichere Durchführung nötig“, so Harald Röder.

Das Ende der Berufstätigkeit selbst bestimmen

Uwe Holtmann ist Leiter des Personalwesens bei der Stift Tilbeck GmbH in Havixbeck bei Münster. Das kirchliche Sozialunternehmen für Behinderten- und Altenhilfe beschäftigt über 700 Arbeitnehmer. „Vor dem Hintergrund der Rente mit 67 haben wir unseren Mitarbeitern über ein Lebensarbeitszeitmodell die Möglichkeit gegeben, ihr Renteneintrittsalter aktiv und individuell zu gestalten.“ Die Beschäftigten hätten somit die Chance, ohne lebenslange Abzüge in der Altersrente über das Ende ihrer beruflichen Tätigkeit selbst zu bestimmen. Das, so der Personalleiter, fänden viele seiner Mitarbeiter einfach sehr attraktiv. Ein Interview mit Herrn Holtmann und viele weitere interessante Infos zum Thema gibt es unter www.dbzwk.de.

„Flexi-Gesetz“ schafft den Rahmen

(djd). Bereits seit 1988 gibt es mit dem „Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen“ – dem sogenannten Flexi-Gesetz – die Möglichkeit, geleistete Arbeitszeit in einem besonderen Wertguthaben anzusammeln und zu einem späteren Zeitpunkt zur mittel- und längerfristigen Freistellung von der Arbeit einzusetzen. Über Lebensarbeitszeitkonten können Arbeitnehmer somit einen möglichst frühen und vor allem finanziell abgesicherten Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand umsetzen. Unter www.dbzwk.de gibt es alle weiteren Informationen.

Doppelt vorgesorgt hält besser

Studie: Nur 40 Prozent haben Finanzen für Pflege und Rente im Griff

(djd/pt). Dass man für die Zeit nach der Berufstätigkeit privat vorsorgen muss, weil die gesetzliche Rente für den gewohnten Lebensstandard nicht ausreicht, ist den meisten bekannt. Doch noch längst nicht genügend Bundesbürger haben ausreichend gehandelt. Danach gefragt, ob ihre private Altersvorsorge ausreichen würde, um eine schwere oder gar schwerste Pflegebedürftigkeit zu finanzieren, sagten nur 40 Prozent, dass sie für die Rente und für den Fall der Pflegebedürftigkeit privat vorgesorgt hätten. Das ergab eine aktuelle Emnid-Studie im Auftrag der Nürnberger Versicherungsgruppe.

Finanzierung der Pflege könnte schwerfallen

18 Prozent der Befragten haben nur eine private Altersvorsorge, eine zusätzliche private Pflegevorsorge käme demnach für sie nicht infrage. Die Finanzierung der Pflege könnte ihnen dann allerdings schwerfallen – selbst wenn die Rente in gesunden Jahren ausreicht. Umgekehrt haben neun Prozent der Befragten nur eine private Pflegevorsorge, aber keine zusätzliche private Altersvorsorge. Ob sie sich im Ruhestand auch mal das eine oder andere Extra leisten können, ist fraglich. Mehr zum Thema gibt es auch unter Ratgeberzentrale.de.

Erhöhte Rente bei Pflegebedürftigkeit

„Inzwischen gibt es Lösungen, die sowohl den Ruhestand als auch die Pflegebedürftigkeit absichern“, sagt Jürgen Hansemann von der Nürnberger Versicherungsgruppe. Die „VorteilsRente“ beispielsweise garantiere als eine von wenigen Versicherungen am Markt nicht nur eine lebenslange Rente, sondern übernehme auch einen Teil des finanziellen Pflegerisikos. Das gilt ebenso für den Demenzfall.

Konkret funktioniert das Modell so: Sobald der Kunde pflegebedürftig ist, hebt der Versicherer die Altersrente an. Die Zahlung der erhöhten Leistung erfolgt auch, wenn die Pflegebedürftigkeit wieder enden sollte, die höhere Zahlung bleibt also lebenslang garantiert. Vor Beginn der Rentenzahlung ist im Pflegefall oder bei schwerer Krankheit eine steuerfreie Kapitalauszahlung möglich. Ab Rentenbeginn sorgt die Option der Kapitalentnahme für finanzielle Flexibilität.

Schnäppchen oder Risiko?

Immobilien aus einer Zwangsversteigerung sollte man gründlich prüfen

(djd/pt). Rund 70.000 Immobilien wechseln jährlich bei Zwangsversteigerungen in Deutschland den Besitzer. Zu einem Preis, der oft zehn bis 30 Prozent unter Marktwert liegt. Auf den ersten Blick ist das verlockend, bei genauerem Hinsehen aber auch mit hohen Risiken verbunden. Die entsprechenden Angebote finden sich in Tageszeitungen, im Aushang des Amtsgerichts oder auf Internetseiten wie zvg.com, Zwangsversteigerung.de oder argetra.de. Wer auf ein Angebot stößt, das sein Interesse weckt, sollte zunächst alle wesentlichen Informationen zum Eigentümer und zum Gläubiger sammeln sowie Grundbuchauszug und Wertgutachten einsehen.

Gutachten oft wenig aussagekräftig

„Die Gutachten haben aber oft nur einen geringen Aussagewert“, warnt Andreas Schmidt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht sowie Vertrauensanwalt bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Bei längeren Zwangsversteigerungsverfahren könnten Gutachten schon älter sein. Und zumeist würden sie ohne Besichtigung des Objekts und ohne vertiefte Prüfung auf Baumängel erstellt, da weder Gutachter noch Interessenten das Objekt begehen können, wenn der Eigentümer oder Mieter dies verweigert. Zusätzliche Informationen könne man, so Schmidt, mit Eigeninitiative beispielsweise über Nachbarn oder eine Hausverwaltung oder auch durch Kontakt zum Gläubiger, in der Regel einer Bank, recherchieren.

Auswahl mit Expertenrat

Um alle vorliegenden Informationen zu bewerten, empfiehlt es sich, einen unabhängigen Experten, wie zum Beispiel einen Vertrauensanwalt des BSB hinzuzuziehen. Wenn eine Objektbegehung möglich ist, kann sie ebenfalls von einem Sachverständigen begleitet werden. Adressen von Vertrauensanwälten und Bauherrenberatern sowie weitere Informationen gibt es unter www.bsb-ev.de. Kurz vor der Versteigerung sollte man nochmal wegen des angesetzten Termins nachfragen: Manchmal platzt er kurzfristig, weil Eigentümer und Gläubiger sich doch noch einigen konnten. „Beim Versteigerungstermin sollte man sich ein finanzielles Limit setzen, das man keinesfalls überschreiten will.“

Geldanlage: Bundesbürger setzen auf Sicherheit statt auf größtmögliche Rendite

Keine schwierige Entscheidung

(rgz). Sicherheit der Einlagen oder größtmögliche Rendite? Die weitaus meisten Bundesbürger müssen bei dieser Frage nicht lange überlegen: Ihnen ist es wichtig, dass die Kreditinstitute vorsichtig mit den ihnen anvertrauten Geldern umgehen. Umfragen zufolge nähmen weit über 80 Prozent von ihnen sogar niedrigere Zinsen bei kurzfristigen Geldanlagen in Kauf, wenn ihnen die Banken im Gegenzug  das Gefühl der Sicherheit geben würden.

Der Staat hat längst auf das Sicherheitsbedürfnis der Sparer reagiert und für alle in Deutschland tätigen Banken die Sicherung der Kundeneinlagen vorgeschrieben. Auch die EU verpflichtete per Richtlinie ihre Mitgliedsstaaten dazu, entsprechende Systeme einzuführen und Kundengelder bis 100.000 Euro abzusichern.

Die freiwillige Selbsthilfeeinrichtung des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) beispielsweise geht über diese gesetzlichen Vorgaben allerdings noch hinaus und schützt – wie die freiwilligen Sicherungseinrichtungen der anderen Bankengruppen – die Einlagen der Kunden in vollem Umfang. Das betrifft Sparbriefe, Spar-, Termin- und Sichteinlagen sowie Festgelder, aber auch Inhaberschuldverschreibungen wie Zertifikate, die von den angeschlossenen Instituten herausgegeben wurden.