Gefahr aus der Wand

Vor dem Kauf einer Gebrauchtimmobilie die Elektroinstallationen checken lassen

(djd/pt). Wer eine ältere Immobilie kaufen möchte, achtet heute neben Lage, Größe und Zustand der Bausubstanz auch auf die Energieeffizienz des Gebäudes, also auf Dämmstandard und Heizung. Wie die Elektroinstallation aussieht, bleibt dagegen oft unberücksichtigt. Dabei können überalterte Elektroinstallationen nicht nur zu erheblichen Komforteinbußen führen, sondern auch eine Gefahrenquelle für das Haus und für Leib und Leben der Bewohner darstellen. „Diese Installationen unterliegen wie alle technischen Systeme einem gewissen Verschleiß. Nach etwa 30 bis 40 Jahren haben sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht“, weiß Hartmut Zander von der Initiative Elektro+.

Gefährlich und wenig komfortabel

Auch die Betriebs- und Sicherheitsanforderungen aus ihrer Entstehungszeit sind bei den meisten der über 35 Jahre alten Bauten überholt. Lebensrettende Schutzleiter und Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) fehlen in den meisten Fällen. Darüber hinaus sind Altbauten häufig nur mit wenigen Steckdosen ausgestattet, die für die heute übliche Nutzung von elektrischen Geräten, die täglich im Gebrauch sind, nicht ausreichen. Kommt dann ein Gewirr von Verlängerungskabeln zum Einsatz, ist das unschön, unpraktisch und wiederum eine Gefahrenquelle. Denn zu viele Elektrogeräte an einem Stromkreis führen zu Überlastungen und können Schwelbrände auslösen, herumliegende Kabel sind zudem Stolperfallen. Mehr Informationen: www.elektro-plus.com.

Beim Check der Elektroinstallation ist der Fachmann gefragt

Da sich der Zustand der elektrischen Einrichtungen von einem Laien kaum überprüfen lässt, rät Hartmut Zander Immobilieninteressenten, vor dem Kauf einen sogenannten E-Check durch einen Elektrofachbetrieb durchführen zu lassen. Er gibt die Gewissheit, dass Elektroinstallationen und geprüfte Elektrogeräte allen Sicherheitsaspekten und gesetzlichen Vorschriften genügen. Auch Mängel, Ausstattungsumfang und Investitionsbedarf lassen sich damit analysieren. So gerüstet, kann der Kaufinteressent gegebenenfalls auch noch den Kaufpreis nachverhandeln.

Dämmen mit Rendite

Investitionen in Betongold können sich langfristig auszahlen

(djd/pt). Ob und wann sich die Europäische Zentralbank (EZB) für eine Abkehr von ihrer Niedrigzinspolitik entscheiden wird, lässt sich derzeit nicht absehen. Dies sind schlechte Nachrichten für Anleger: Klassische Sparformen können mit ihren mageren Erträgen derzeit kaum die Inflation kompensieren. Umso gefragter sind Sachwerte, die eine langfristig stabile Wertentwicklung versprechen. Allen voran die eigenen vier Wände: Investitionen in „Betongold“ boomen, das gilt für den Bau oder Kauf eines Hauses ebenso wie für eine umfassende Modernisierung.

So lassen sich Verschönerungsarbeiten, etwa an Fassade oder Dach, sehr gut mit einer energetischen Sanierung verbinden. Die sogenannte Dämmrendite ist derzeit besonders attraktiv: „Diese Form der Geldanlage schlägt viele Sparformen deutlich, da der Eigentümer von eingesparten Heizkosten profitiert und sich von künftigen Preisanstiegen unabhängig macht“, sagt Marianne Tritz, Geschäftsführerin beim Gesamtverband der Dämmstoffindustrie (GDI).

Berechnungen des Ipeg-Instituts (Kompetenzzentrum für energetische Gebäudemodernisierung) haben ergeben, dass die Amortisationszeiten für eine Dämmung der obersten Geschossdecke bei unter sechs Monaten und für eine Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk bei sieben Jahren liegen. Auf Dauer spart der Immobilienbesitzer somit bares Geld. Unter www.gdi-daemmstoffe.de gibt es mehr Informationen dazu.

Das Frühjahr ist Renovierungszeit

Ein Instandhaltungs-Check zeigt Schwachstellen am Haus auf

(djd/pt). Regelmäßige Instandhaltungsarbeiten sind an einer älteren Immobilie unerlässlich, wenn man ihren Wert erhalten und größeren Schäden vorbeugen will. Das Frühjahr ist genau die richtige Zeit, das Haus nach den Belastungen des Winters wieder einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Licht der Frühlingssonne zeigen sich Schäden, die Frost und Nässe an der Fassade, den Fenstern oder anderen Bauteilen hinterlassen haben. Anhaltspunkte für Schäden findet auch der Baulaie bei einem ersten Rundgang im und um das Haus. Eine Checkliste, welche Bauteile wichtig sind und in welchen Intervallen sie untersucht werden sollten, gibt es bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V., (BSB), sie kann auf der Website www.bsb-ev.de unter dem Menüpunkt „Ratgeber und Checklisten“ heruntergeladen werden.

Genau hinsehen, welche Bauteile in die Jahre kommen

Noch sicherer ist es, einen unabhängigen Sachverständigen mit einem Instandhaltungs-Check zu beauftragen, wie ihn der BSB ebenfalls anbietet. Der Bauherrenberater kann die Substanz des Hauses mit fachkundigem Blick beurteilen und beraten, welche Instandhaltungsmaßnahmen wirklich wichtig sind. Anstriche, Beläge oder der Witterung ausgesetzte Holzbauteile etwa müssen meist schon nach fünf bis 15 Jahren erneuert werden. Dachrinnen, Außenverglasungen oder Heizkessel bringen es auf eine Lebensdauer zwischen 15 und 30 Jahren, und bis zu 50 Jahre lang können Dacheindeckungen, Fenster und Türen oder die Leitungen der Heizungs- und Sanitärinstallation genutzt werden.

Unabhängige Baubegleitung für mängelfreie Instandhaltungsarbeiten

„Bei größeren Schäden oder umfangreicheren Modernisierungsarbeiten lohnt sich der unabhängige Fachmann in jedem Fall“, meint Peter Mauel, erster Vorsitzender des BSB. Hausbesitzer bekommen von ihm ein Protokoll über den Zustand der Immobilie sowie eine Maßnahmenempfehlung. Danach können sie ihn auch mit einer baubegleitenden Qualitätskontrolle beauftragen, um Baumängel zu vermeiden.

Ein Mehrfamilienhaus als Kraftwerk

In Hamburg hat die Energiewelt von morgen bereits begonnen

(djd/pt). Immanuel Lütjohann trägt Jeans, T-Shirt und eine braune Wollstrickjacke. Seine Haare sind etwas zerzaust, sein Gang locker. Der herkömmlichen Vorstellung eines Kraftwerksbetreibers entspricht der 39jährige nicht. Dabei ist Lütjohann genau das. Und er ist es nicht allein. Das Kraftwerk ist ein unscheinbarer viergeschossiger Neubau in Hamburg-Wilhelmsburg. Doch im Inneren des Mehrfamilienhauses findet schon heute die Zukunft der Energieversorgung statt.

Blockheizkraftwerk, Solaranlage und E-Autos

Auf dem Dach des Mehrfamilienhauses befindet sich eine Solaranlage. Im Keller brummt leise ein Blockheizkraftwerk und erzeugt neben Strom auch Wärme. Die Wärme wird in großen Warmwasserspeichern aufbewahrt und kann daher unabhängig von der Stromerzeugung genutzt werden. In einem weiteren Kellerraum stehen drei Hochleistungsbatterien, in denen der Strom, den die Solaranlage erzeugt, bei Bedarf zwischengespeichert werden kann. Vor der Tür parken außerdem noch zwei Elektroautos. Die Fahrzeuge können an eigenen Ladesäulen mit dem im Haus produzierten Strom betankt werden und dienen gleichzeitig als zusätzliche Stromspeicher.

Der SchwarmDirigent: das Herzstück des Kraftwerks

Das Herzstück des Kraftwerks befindet sich einige Kilometer entfernt in Hamburg-St. Pauli in der Zentrale des Energie- und IT-Unternehmens LichtBlick. Von hier aus wird ermittelt, wann welche Anlage am besten betrieben wird und wann nicht. Hier wird errechnet, ob die Mieter gerade Strom benötigen oder ob er stattdessen gespeichert oder als überschüssiger Strom bedarfsgerecht ins Netz eingespeist wird. Und das Energie-Managementsystem berechnet binnen Sekunden, ob es gerade profitabler ist, dass die Mieter ihren Strom selbst erzeugen oder aber ihn an der Börse einkaufen. Wird gerade im Haus besonders viel davon erzeugt und nur wenig verbraucht, wird er zwischengespeichert. Und wird wieder mehr Strom benötigt, können die Speicher einfach angezapft werden. Das vernetzte Haus wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Gesund und umweltfreundlich renovieren

Farben aus rein natürlichen Bestandteilen für Innen und Außen nutzen

(mpt-14/48457a). Farben und Lacke tragen entscheidend zur Optik der Wohnung bei, ganz gleich, ob die vorhandenen eigenen vier Wände einen neuen Look erhalten sollen oder eine neue Wohnung bezogen wird. Doch der Fokus sollte nicht nur auf der Optik liegen: Es ist ebenso zu berücksichtigen, dass hochwertige Farben auch das Raumklima beeinflussen. Biofarben beispielsweise werden nur aus natürlichen Grundprodukten hergestellt und bieten daher im Vergleich zu herkömmlichen Farben und Lacken viele Vorteile.

Was bedeutet Naturfarben?

Der Heimwerker sollte beim Kauf genau hinschauen, da der Begriff „Bio“ im Bereich der Farben und Lacke nicht geschützt ist. Demzufolge bedeutet diese Bezeichnung nicht zwangsläufig, dass es sich tatsächlich um eine echte Naturfarbe handelt. Daher sollte auf verschiedene Prüfsiegel geachtet werden, denn nur diese zeichnen echte Biofarben aus. Beispielsweise sprechen Kennzeichnungen von „Öko-Test“ und „IBR“ für biologisch empfehlenswerte Produkte. Fehlt solch eine Kennzeichnung, können die Inhaltsstoffe Aufschluss bieten. Wenn ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe angegeben sind, spricht dies für eine hohe Umweltfreundlichkeit der Produkte. Herstellern wie etwa Biopin verwenden nur natürliche Grundprodukte, Farbstoffe und Öle. Die Biofarben lassen sich sowohl im Innen- als auch im Außenbereich nutzen.

Gesundes Raumklima schaffen

Naturfarben bieten verschiedene Vorteile. Neben der Umweltverträglichkeit und der Förderung eines wohngesunden Raumklimas ermöglichen die Naturfarben aufgrund der kleineren Moleküle häufig ein besseres Ergebnis, da diese leichter und tiefer in die Oberfläche eindringen, zum Beispiel in Holzmöbel.

Effektives und einfaches Renovieren

Wenn ältere Möbel, Holztreppen, Arbeitsplatten etc. aufgearbeitet werden sollen, ist es ratsam, zunächst die bisherige Behandlung zu prüfen. Geöltes Holz beispielsweise sollte weiterhin geölt werden, während bei einem lackierten Holz frei entschieden werden kann, wie es weiter behandelt werden soll, nachdem die Lackschicht abgeschliffen wurde. Eine Empfehlung bei der Behandlung von Holzoberflächen ist etwa das einfach anzuwendende Hartwachsöl. Es vereint die Vorteile von Wachs und Öl miteinander und gibt Hölzern schnell einen neuen Glanz. Unter biopin.de finden Heimwerker weitere Informationen und nützliche Verarbeitungstipps. Ein weiterer Vorteil des Hartwachsöls: Die Oberflächen sind im Gegensatz zu Lackierungen weniger empfindlich und können bei Kratzern oder ähnlichen Gebrauchsspuren einfach und schnell überarbeitet werden.

Leere Versprechen?

Umfrage zur EEG-Reform: 83 Prozent der Bürger erwarten höhere Strompreise

(djd/pt). Es ist das Herzstück der Energiewende: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert dessen Erzeugern feste Einspeisevergütungen. Allerdings mussten in der Vergangenheit vor allem die Bundesbürger die Kosten der Energiewende über höhere Strompreise – die sogenannte EEG-Umlage – tragen. Dagegen soll das reformierte EEG, das am 1. August in Kraft getreten ist, nun für stabile Strompreise sorgen, die EEG-Umlage soll nicht weiter steigen.

Keine eindimensionale Kostendebatte

83 Prozent der Deutschen glauben den Versprechen der Politik aber nicht – und erwarten stattdessen in den nächsten zwei Jahren steigende Strompreise. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Energieanbieters LichtBlick. „Die EEG-Reform an das Versprechen stabiler oder gar sinkender Strompreise zu koppeln, war falsch“, so Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick. „Die Energiewende ist eine sinnvolle Investition in unsere Zukunft, die nicht auf eine eindimensionale Kostendebatte reduziert werden darf.“

69 Prozent fordern Gleichstellung von Mietern und Hausbesitzern

Die Bundesbürger erwarten nicht nur steigende Strompreise, sondern halten das neue EEG zudem für sozial unausgewogen. 69 Prozent kritisieren die Ungleichbehandlung von Mietern und Eigenheimbesitzern beim Eigenverbrauch. Denn Mieter zahlen für im Gebäude erzeugten und verbrauchten Strom aus Solaranlagen oder Blockheizkraftwerken die volle EEG-Umlage, während Eigenheimbesitzer vollständig von der Abgabe befreit bleiben. Eine vierköpfige Familie im Mietshaus zahlt pro Jahr rund 100 Euro mehr für den lokalen Verbrauch als eine Familie im Eigenheim. „Auch die Mieter sollten endlich von der Energiewende profitieren“, fordert Gero Lücking. Sein Unternehmen habe beispielsweise im Frühjahr 2014 im sogenannten Gelben Viertel in Berlin-Hellersdorf das bislang größte Projekt zur Vermarktung von Solarstrom vom Dach an Mieter gestartet.

Investitionen ins Eigenheim schaffen Mehrwert und Lebensqualität

(djd/pt). Wenn es um Geldanlagen geht, dann steht heute nicht mehr alleine die Rendite im Vordergrund, sondern auch die Sicherheit. Besonders sichere Anlagen sind heute allerdings Investitionen in Sachwerte – am besten in die eigene Immobilie. Denn Modernisierungen, An- oder Ausbauten – beispielsweise durch einen Zimmermeister – lohnen sich mehrfach: Eine energetische Sanierung spart bares Geld und macht sich auf Dauer von selbst bezahlt. An- oder Ausbauten erhöhen die Lebensqualität und machen eine vielseitigere Nutzung des Hauses möglich. Und alle Investitionen ins Eigenheim verbessern ihren Wert, wenn das Haus einmal verkauft werden oder in die Hände der nächsten Generation übergeben werden soll.

Wohnraum unterm Dach nutzbar machen

Zimmermeister sind die Spezialisten, wenn es darum geht, Modernisierungen zu planen und umzusetzen. Wenn es zum Beispiel um den Ausbau eines bisher nicht genutzten Dachstuhls geht, kann der Fachhandwerker alle dafür nötigen Arbeiten in Angriff nehmen. Ist der Raum unterm Dach zu niedrig, bietet sich eine Erhöhung des Kniestocks an, um mehr Kopffreiheit zu erhalten. Eine Alternative in einem fensterlosen Dach sind große Gauben mit senkrechten Fenstern, die ebenfalls mehr Raum schaffen und zugleich Luft und Licht einlassen. Werden sie mit bodentiefen Fenstertüren kombiniert, entsteht in der Mansarde echtes Balkonfeeling. Informationen und Ideen dazu gibt es unter www.zimmermeister-modernisieren.de. Da der Zimmereifachbetrieb Bauteile aus Holz weitgehend in seiner Werkstatt vorfertigen kann, sind die Bauzeiten jeweils vergleichsweise kurz und die Bewohner müssen meist nicht umquartiert werden.

Dachdämmung für ein gutes Raumklima im Winter und Sommer

Zu einem Dachausbau gehört auf jeden Fall auch eine Verbesserung der Dachdämmung, die der Zimmerer je nach Haustyp auf, zwischen oder ergänzend unter den Sparren einbringen kann. Die Dämmung spart Energie im Winter und verbessert die Lebensqualität im Sommer, da sie auch an heißen Tagen für angenehme Temperaturen in den Wohnräumen sorgt.

Stressfrei bauen

Expertenrat sorgt für Sicherheit auf dem Weg ins Eigenheim

(djd/pt). In den eigenen vier Wänden leben: Das steht ganz oben auf der Liste, wenn man die Bundesbürger nach ihren Wohnwünschen befragt. Wer einen Hausbau plant, sollte aber nichts überstürzen. Peter Mauel, Rechtsanwalt und 1. Vorsitzender des Bauherren-Schutzbund e.V., rät zur Besonnenheit in der Vorbereitung des privaten Bauprojekts und empfiehlt zudem, diverse Angebote zur Beratung und Qualitätskontrolle zu nutzen: „Genügend Zeit sollte man etwa aufwenden, um den Standort zu suchen und Angebote zu prüfen. Und gründlich vorgehen sollte man bei der Auswahl des Baupartners und bei den Vertragsverhandlungen.“ Da die meisten Bauherren keine speziellen Fachkenntnisse aufwiesen und nur einmal im Leben bauen würden, gebe unabhängiger Expertenrat mehr Sicherheit. „Am besten sollte man ihn über den ganzen Bauverlauf hinweg einholen – von der Vorplanung bis in die Gewährleistungszeit“, empfiehlt Peter Mauel.

Baupartner richtig auswählen

Schon beim Hausangebot sollte man eine Menge beachten. Mehr Sicherheit bei der Auswahl des Baupartners geben Referenzlisten sowie Informationen zu Serviceangebot und Bindefrist des Angebotes. Das Preisangebot sollte detailliert sein und auch Sonderwünsche sowie Gutschriften für Eigenleistungen des Bauherren berücksichtigen. Zum Hausangebot gehören Grundrisse mit Bemaßung, vollständige Bau- und Leistungsbeschreibungen, sowie der Bauvertrag und eventuelle Zusatzvereinbarungen.

Rat und Hilfe in jeder Stufe

Bei der Prüfung dieser Unterlagen kann ein Bauherrenberater die technische und ein Vertrauensanwalt die juristische Seite unter die Lupe nehmen. Dadurch lassen sich schon im Vorfeld Risiken minimieren und man kann überprüfen, ob das Objekt zu den Vorstellungen und zum Budget des Bauherren passt. Während der Bauarbeiten können Bauherrenberater die Qualität der Bauausführung regelmäßig überprüfen, Mängel frühzeitig aufdecken und ihre Beseitigung einfordern. „Private Bauherren haben das Recht auf ein mängelfreies Werk“, betont Peter Mauel. Unter www.bsb-ev.de gibt es Informationen sowie Adressen von Bauherrenberatern und Vertrauensanwälten.

Augenmaß bei den Eigenleistungen

Die Grenzen zwischen Nachbarschaftshilfe und Schwarzarbeit sind oft fließend

(djd). Steigende Grundstücks- und Baupreise verteuern den Traum von den eigenen vier Wänden. Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten möchten handwerklich versierte Bauherren daher mit Eigenleistungen zur Errichtung oder dem Ausbau des Hauses beitragen. Doch Rechtsanwalt Manfred Raber, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und Vertrauensanwalt des Bauherren-Schutzbundes e.V. (BSB), rät bei der Planung zu Augenmaß: „Nicht jeder, der sich Eigenleistungen im Vertrag vorbehält, ist ausreichend qualifiziert und hat neben dem Beruf die nötige Zeit.“

Wer zusätzlich Nachbarn oder Freunde beschäftigen möchte, muss auf die Grenzen zwischen Nachbarschaftshilfe und Schwarzarbeit achten – denn die sind fließend. „Mal ehrlich: Wer fliest schon kostenlos das Bad?“, fragt Raber und weist darauf hin, dass Schwarzarbeit als Ordnungswidrigkeit teuer werden kann. Verletzt sich ein Schwarzarbeiter auf der Baustelle, können sogar strafrechtliche Konsequenzen und Regressforderungen von Unfallversicherungen drohen. Zudem weist der Fachanwalt darauf hin, dass bei Arbeiten ohne vertragliche Vereinbarung keine Gewährleistungsansprüche bestehen. „Wer mit Fachfirmen baut, rechtzeitig den Expertenrat eines Bauherrenberaters nutzt und zu den Vertragsverhandlungen einen Vertrauensanwalt hinzuzieht, steht dagegen weitgehend auf der sicheren Seite“, lautet Rabers Empfehlung. Informationen und Ansprechpartner gibt es auf www.bsb-ev.de.

Neues Internetportal informiert umfassend zum Thema Wärmedämmung

Bescheid wissen, mitreden können

(djd/pt). Das Thema Hausdämmung wird mitunter kontrovers diskutiert. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Erneuerung der Energieeinsparverordnung EnEV müssen sich Hausbesitzer entscheiden, wie und womit sie beispielsweise ihre Hauswand dämmen wollen. Die neue Richtlinie beinhaltet unter anderem strengere Vorgaben als bisher in Sachen Energieeffizienz und Gebäude-Energieausweis. Vor allem bei der Frage, welche Art von Fassadendämmung sich lohnt und wie viel Wärmedämmung notwendig ist, gibt es oft noch Gesprächsbedarf. Eine neue Kampagne unter dem Slogan „Dämmen lohnt sich” will dazu beitragen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Sachliche Auseinandersetzung

Initiator der Kampagne ist der Verein „Qualitätsgedämmt e.V.“. Im Mittelpunkt der Aufklärungsaktivitäten steht das neue Internetportal www.dämmen-lohnt-sich.de. Dort erfahren Hausbesitzer, Hauskäufer, Bauherren und Vermieter alles, was es zum Thema Wärmedämmung zu wissen gibt. Die Seite kombiniert Argumentationsbausteine wie wissenschaftliche Studien, Fakten und Expertengespräche mit emotionalen Elementen, zum Beispiel konkreten Erfahrungsberichten von Hausbesitzern zur Fassadendämmung. Schwerpunkt der Kampagne ist die sachliche Auseinandersetzung mit den gängigen Kontra-Argumenten. Vorstandsvorsitzender Lothar Bombös: „Wir wollen gemeinsam die dringend notwendige Objektivierung der öffentlichen Debatte rund um das Thema Wärmedämmung erreichen. Dabei möchten wir alle Aspekte im Detail beleuchten.“

Prominente Unterstützung

Prominente Unterstützung erhält die Kampagne durch Ulrich Wickert, Journalist und ehemaliger Moderator der „Tagesthemen“. Wickert setzt sich als Gesicht und Stimme der Kampagne für den energiesparenden Zweck ein: „Wenn wir richtig dämmen, erhöhen wir nicht nur die Behaglichkeit und den Komfort, sondern senken auch den Energieverbrauch.“ Beiträge der neuen Kampagne zu den Themen Energieeffizienz, Wohnqualität und Werterhalt im Gebäudebereich wird es auch im Fernsehen und anderen Medien geben.