Zuerst das Dach, dann der Außen- und Innenbereich

Beim Modernisieren mit Holz zählt die richtige Reihenfolge der Maßnahmen

(djd). Rund drei Viertel aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor der Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut. Das Problem dabei: Altbaubewohner benötigen zwei- bis dreimal mehr Energie als Neubaubezieher. Unfreiwillig tragen sie damit übermäßig zur Klimaerwärmung bei. Vor diesem Hintergrund animieren Bund, Länder und Kommunen die Eigentümer älterer Immobilien, eine energetische Modernisierung gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) in Angriff zu nehmen.

Beim Modernisieren auf Holz mit nachhaltiger Herkunft achten

Ebenfalls aus Klima- und Umweltgründen raten Gebäudeenergieberater verstärkt zu Holz als Bau- und Werkstoff. Er weist zusätzlich eine von Natur aus gute Dämmwirkung auf. Wenngleich Holz landläufig als nachwachsender Rohstoff bezeichnet wird, lohnt es sich dennoch, seine Herkunft zu überprüfen. „In der Regel ist in Europa legale Ware im Umlauf, aber das sagt noch nichts darüber aus, ob das Holz auch aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt“, erklärt Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer der Waldschutzorganisation PEFC Deutschland e.V. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, solle beim Kauf auf das international gültige PEFC-Siegel mit dem stilisierten Laub- und Nadelbaum im Logo achten. In mehr als 15 Jahren hat sich PEFC zur weltweit größten international anerkannten Zertifizierungsorganisation mit einem unabhängigen Kontrollsystem für den Wald und die Holznutzung entwickelt.

Gute Planung schont den Geldbeutel und die Nerven

Eine gute Planung hilft, den Zeitplan und die Kosten der Modernisierung im Griff zu behalten. Entscheidend ist nicht zuletzt die richtige Reihenfolge der Maßnahmen. Grob gilt: Zuerst das Dach, dann der Außen- und danach der Innenbereich. Erst nach der Sanierung der Bausubstanz sollte man sich für das dann passende Heizsystem entscheiden.

1. Dach dämmen: Zur Dämmung gibt es mehrere Möglichkeiten. Wird das Dach neu gedeckt, sollte man die Gelegenheit ergreifen und zusätzlich eine Aufdachdämmung beauftragen. Sollen die alten Dachschindeln unberührt bleiben, kommen eine Zwischen- und/ oder Untersparrendämmung in Frage. Als Dämmstoffe eignen sich etwa Holzfasermatten mit dem PEFC-Logo. Diese Arbeit können geschickte und entsprechend informierte Heimwerker sogar selbst vornehmen.

2. Die Gebäudehülle: Für ein neues Kleid des Hauses sorgen eine vorgehängte Holzfassade oder ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Alternativ kommt eine Innendämmung in Betracht.

– Vorhangfassade: Mit Holzträgern und Holzwerkstoffplatten (Weichfaser) entsteht an der Wand ein Hohlraum. Er wird mit Zelluloseflocken oder anderem Dämmmaterial gefüllt. Zur Verkleidung können zusätzlich Holztafeln, -schindeln oder -latten gewählt werden – unbehandelt, lasiert oder lackiert.

– Wärmedämmverbundsystem: Hierbei werden Dämmstoffelemente auf die Außenwand geklebt beziehungsweise gedübelt und verputzt. Auch hier sind Holzweichfaserplatten eine ökologische Alternative zu Hartschaum (Styropor) oder Mineralfaser.

Zuschüsse zum barrierefreien Wohnen

Ratgeber: So gibt es Unterstützung von der Pflegeversicherung

(djd). Das vertraute Umfeld der eigenen vier Wände – viele möchten im Alter nicht darauf verzichten. Doch die Bedürfnisse ändern sich. Oft sind Umbaumaßnahmen nötig, damit Haus oder Wohnung barrierefrei werden. Von der ebenerdigen Dusche im Bad zu breiteren Türen sind häufig hohe Investitionen erforderlich. So gibt es Zuschüsse von der Pflegekasse:

– Ansprechpartner: „Jeder gesetzlich Versicherte ist über seine Krankenkasse automatisch pflegeversichert“, erklärt Melanie Gestefeld von der IKK classic. Sie sei der richtige Ansprechpartner, wenn es um Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes gehe. So werden bis zu 4.000 Euro für den pflegegerechten Umbau einer Wohnung gewährt. Ändert sich die Pflegesituation, können Zuschüsse erneut beantragt werden.

– Voraussetzungen: Damit Zuzahlungen fließen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, darunter in der Regel die Einordnung in eine Pflegestufe durch den Medizinischen Dienst. Die Pflegestufe (I bis III) gibt an, wie viel Hilfe ein Betroffener im Alltag benötigt. Gut zu wissen: Die Fördersumme von bis zu 4.000 Euro steht jedem pflegebedürftigen Versicherten zu. Einem Ehepaar können also bis zu 8.000 Euro gewährt werden.

– Antrag stellen: Zuschüsse für Umbaumaßnahmen werden direkt bei der Pflegeversicherung beantragt. „Es ist sinnvoll, sich vorher individuell von den Mitarbeitern beraten zu lassen“, so Melanie Gestefeld. Erforderlich für die Genehmigung sei unter anderem ein amtliches Gutachten über die Pflegebedürftigkeit. Dafür komme ein Arzt oder eine Pflegekraft nach vorheriger Absprache ins Haus, um sich ein genaues Bild der Situation machen zu können.

– Zusätzliche Förderung: In der Regel reichen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht aus, um die Kosten für alle erforderlichen Umbaumaßnahmen zu decken. Wer zusätzliche finanzielle Hilfen benötigt, kann staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen, beispielsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie fördert altersgerechte Umbaumaßnahmen mit günstigen Darlehen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.ikk-classic.de/pflege.

Modernisieren mit Plan

Altbausanierung: Eine unabhängige Beratung kann Mängel und Schäden verhindern

(djd). Für den Kauf oder die Modernisierung von Altbauten geben die Deutschen heute deutlich mehr Geld aus als für den Neubau von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen. Und der Umfang des Modernisierungsmarktes dürfte künftig weiter steigen. Gründe dafür sind steigende energetische Anforderungen, der wachsende Bedarf an altersgerechtem Wohnraum und der Wunsch nach mehr Komfort nach dem Kauf oder Erbe eines älteren Hauses. „Bauen im Bestand wird immer wichtiger, wir haben unser Beratungsangebot daher mit umfangreichen Serviceangeboten für den Altbau ausgebaut“, erläutert Peter Mauel, Rechtsanwalt und 1. Vorsitzender der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).

Unabhängige Beratung bei der Planung von Modernisierungen

Sanierungen und Modernisierungen konfrontieren Immobilienbesitzer mit Problemen, die sich teilweise deutlich vom Neubau unterscheiden. Tipps und Informationen zu dem Thema gibt ein Modernisierungsratgeber „Zehn Schritte zum modernen Wohnen im Altbau“, der gegen eine Schutzgebühr von drei Euro plus Versandkosten unter www.bsb-ev.de/verbraucherservice bestellt werden kann. Er beschreibt zum Beispiel, wie man sich mit einem Modernisierungs-Check ein Bild vom aktuellen Modernisierungsbedarf machen und den zu erwartenden Kostenrahmen einschätzen kann. Ein Instandhaltungs-Check verhindert, dass Schäden auf die lange Bank geschoben werden und dass es dadurch zu teuren Folgeschäden kommt. Wer sein Haus altersgerecht umgestalten möchte, findet bei Beratungsangeboten rund ums altersgerechte Modernisieren Rat und Hilfe. Denn gerade im Altbau muss man sich am vorhandenen Objekt und dem konkreten Bedarf orientieren.

Mängel und Schäden sind auch bei der Altbaurenovierung an der Tagesordnung

Dass guter Rat auch beim Modernisieren sinnvoll ist, zeigt zum Beispiel die aktuelle Studie des BSB und des Instituts für Bauforschung Hannover e.V. (IFB) „Mängel und Schäden bei Einzelmodernisierungsmaßnahmen“. Die Studie zeigte, dass es auch bei Modernisierungen zu Planungs- und Ausführungsfehlern an nahezu allen Gewerken kommen kann.

Brennstoffzellenheizgeräte als günstige Versorgungslösung für private Haushalte

(djd). 41 Prozent der Bundesbürger würden gerne selbst ihren Strom erzeugen. Doch die Anschaffung einer entsprechenden Technik muss für sie erschwinglich sein. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. Weitere 15 Prozent der Befragten sind generell an der Idee der eigenen Stromerzeugung interessiert. Das Bedürfnis nach Unabhängigkeit vom allgemeinen Strommarkt und seinen Preisschwankungen ist also groß.

Bis zu 10.000 Euro vom Staat

Eine intelligente Kombinationslösung zur Erzeugung von Heizenergie und Strom, die sich auch Normalbürger leisten können, sind beispielsweise Brennstoffzellenheizgeräte. Diese klimafreundliche moderne Versorgungslösung für Eigenheime punktet nicht nur mit ihren niedrigen Betriebskosten, sondern auch mit ihrer hohen öffentlichen Förderung. Die umweltfreundliche dezentrale Energiegewinnung mittels Brennstoffzellenheizgeräte hat sich damit zur Alternative gegenüber konventionellen Heizungen und Netzstrom entwickelt. Bei einem Marktpreis von unter 20.000 Euro – auf diesem Niveau liegt beispielsweise „Vitovalor“ von Viessmann, Deutschlands erstes Brennstoffzellenheizgerät in Serienfertigung – lassen sich in Kombination verschiedener Förderprogramme bis über 10.000 Euro Zuschüsse einstreichen. Unter www.vitovalor.de gibt es eine genaue Übersicht aller Förderoptionen.

Chemischer Prozess in der Brennstoffzelle

Damit rangiert das Gerät hinsichtlich der Investition in der Preisklasse einer hochwertigen modernen Öl- oder Gasheizanlage. Allerdings spart ein Haushalt nicht nur die Hälfte der CO2-Emissionen ein, sondern auch 40 Prozent der Energiekosten. In der Brennstoffzelle selbst reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft zu Wasser, wobei Wärme und Strom entstehen. Das Gerät braucht lediglich einen Erdgasanschluss, aus welchem es den Wasserstoff gewinnt.

Es isoliert stets nur so viel des Elements, wie es direkt benötigt, Wasserstoff muss also nicht bevorratet werden. Der Hersteller belohnt alle Brennstoffzellen-Pioniere unter den Bauherren mit einer zehnjährigen Garantie.

Fingerabdruck oder PIN statt Schlüssel

Den Zugang ins Haus kann man heute mit moderner Elektronik regeln

(djd). Haustürschlüssel gehen gerne einmal verloren, werden verlegt oder im schlimmsten Fall auch entwendet. Die häufigste Ursache dafür, dass man nicht wieder ins Haus kommt, dürfte aber wohl sein, dass man sich ausgesperrt hat – der Schlüssel ist drinnen, und man selbst draußen. Solche Malheurs lassen sich mit einem ganz speziellen „Schlüssel“ vermeiden, den man immer bei sich trägt: dem eigenen Fingerabdruck. „Haustüren, die sich per sogenanntem Fingerprint öffnen lassen, verbinden einen hohen Bedienkomfort mit einem deutlichen Plus an Sicherheit“, schildert Fachjournalist Martin Schmidt vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Einfache Nachrüstung möglich

Die Technik, die man bislang eher im Büro oder in Sicherheitsbereichen von Behörden vermuten würde, ist heute auch für den privaten Bereich nutzbar und vor allem auch bezahlbar geworden. Besonders praktisch: Der Umstieg auf die elektronischen Systeme ist nicht zwangsläufig mit einem Kompletttausch der Haustür verbunden. Schließzylinder wie etwa „secuEntry“ von Burg-Wächter lassen sich in nahezu jede vorhandene Tür nachrüsten. Dazu einfach den alten Zylinder ausbauen und das elektronische Bauteil – vorher in die individuell passende Länge gebracht – einsetzen. Entweder erledigt das der Heimwerker selbst oder bittet den Fachhändler darum. Unter www.burg.biz gibt es Bezugsquellen und Ansprechpartner für eine Beratung vor Ort.

Per Fingerprint, Code oder Smartphone öffnen

Bei der Bedienung des elektronischen Schlosses kann man aus einer Vielzahl an Möglichkeiten auswählen: Einmal eingelesen, genügt beispielsweise der Fingerabdruck, um ins Haus zu gelangen – besonders praktisch, wenn Kinder zur Familie gehören. Zur Authentifizierung wird neben der Haustür ein sogenanntes Keypad montiert. Neben dem Scanner für den Finger bietet es ein Nummernfeld, so dass sich die Tür auch per PIN-Code öffnen lässt. Und sogar die Steuerung per Smartphone ist möglich: Dazu gibt es die entsprechende App für iOS und Android.

Direkter Übergang

Beim Bauen und Modernisieren sollte man einen leichten Zugang zum Auto einplanen

(djd). Für Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, bedeutet das Auto ein wichtiges Stück Bewegungsfreiheit und Autonomie. „Voraussetzung dafür, dass man einen Pkw auch jederzeit nutzen kann, ist ein einfacher Zugang zum Fahrzeug“, meint Oliver Schönfeld, Bauen-Wohnen-Experte vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Wer im Rahmen eines Neubaus oder der Modernisierung einer Wohnimmobilie über eine barrierefreie Gestaltung nachdenkt, solle daher auch die Gestaltung der Garage und den Zugang zum Kfz-Abstellplatz berücksichtigen.

Elektrischer Antrieb fürs Garagentor

Gut geeignet sind etwa Garagen, die direkt ans Haus angebaut sind. Denn so gelangt man auf kurzen Wegen zum Auto und muss dafür nicht erst das Haus verlassen. Zur Grundausstattung gehört in jedem Fall ein elektrischer Antrieb fürs Garagentor. Bei seiner Auswahl sollte man auf Wartungsarmut und Zuverlässigkeit Wert legen. Sogenannte mitlaufende Motoren, wie sie der Torantriebsspezialist Sommer baut, haben keine beweglichen Teile wie Ketten oder Seilzüge und unterliegen daher einem geringeren Verschleiß. Praktisch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen: Das Ölen und Fetten wie bei anderen Techniken ist ebenfalls nicht nötig. Unter www.rgz24.de/barrierefrei gibt es mehr Tipps für die Planung der barrierefreien Garage.

Schwellenloser Übergang, rollstuhltaugliche Bewegungsflächen

Für einen einfachen und sicheren Übergang zwischen Haus und Garage empfehlen sich rollstuhlgerechte Türbreiten und schwellenlose Übergänge. Großzügig ausfallen sollte auch die Flächenplanung, damit sich die Wagentüren in der Garage weit öffnen lassen – dabei sollten die Bewegungsflächen auch hier für Rollstuhlfahrer geeignet sein. Ein elektrischer Antrieb kann auch an der Innentür zur Garage sinnvoll sein. Hier sind Feuerschutztüren gefordert, die ein höheres Gewicht als normale Türen haben und sich daher von Hand schwerer öffnen lassen. Zudem sorgt ein Elektroantrieb automatisch dafür, dass die Tür schließt und dass keine Abgase aus dem Autoabstellraum in die Wohnräume eindringen können.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) wird auch künftig leicht erfüllbar sein

(djd). Wer ein Haus neu baut, muss die Energieeinsparverordnung (EnEV) beachten, die seit 2002 gilt und im Laufe der Jahre mit jeder Novellierung umfangreicher und anspruchsvoller wurde. Doch Fachleute sind sich einig: Bisher waren die Anforderungen immer recht leicht zu erfüllen, zumal die Qualität von Bau- und Dämmstoffen stets besser wurde. „Viele Material-Optimierungen brachten sogar mehr, als die eine oder andere Verschärfung der EnEV-Anforderungen verlangte“, erklärt Martin Schmidt, Bauen-Wohnen-Experte beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Das ganze Haus muss nicht „verpackt“ werden

Doch zum Jahresbeginn 2016 macht die EnEV den bis dahin größten Sprung seit ihrem Bestehen. Das sogenannte Referenzgebäude, das den Grenzwert für Neubauten vorschreibt, wird um 25 Prozent verbessert. „Das heißt übersetzt, dass ab diesem Stichtag auch alle Neubauten um 25 Prozent in puncto Jahres-Primärenergiebedarf verbessert werden müssen“, erläutert Isolde Elkan, Geschäftsführerin der Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff (FPX). Die Expertin gibt aber auch gleich Entwarnung: Da es längst Hochleistungsdämmstoffe gebe, die ohnehin schon seit Jahren bei allen Varianten von Effizienz- und Energiesparhäusern erfolgreich eingesetzt würden, könnten Bauherren der neuen Zeit gelassen entgegensehen. Das gelte nicht zuletzt auch für diejenigen, die nicht ihr ganzes Haus „einpacken“ wollen. Schon mit einer soliden Bodenplattendämmung und einer Dachdämmung lassen sich bis zu 45 Prozent der Wärmeverluste reduzieren.

Bodenplattendämmung: Wärmelecks dauerhaft verschließen

Während man früher den Beton direkt auf der Baugrubensohle verteilte und dann den Rohbau hochzog, gibt es heute aus gutem Grund die Bodenplattendämmung. Ohne diese Dämmung kann teure Raumwärme nahezu ungehindert ins Erdreich abfließen, deshalb werden schon seit vielen Jahren diese Wärmelecks mit XPS-Platten aus Extruderschaum geschlossen. Die Platten sind extrem druckstabil und feuchteunempfindlich, bei gleichzeitig hoher Wärmedämmwirkung. „Deshalb hat XPS auch eine spezielle Zulassung für diese Bereiche“, so Elkan. Wichtig sei es in jedem Fall, zuerst eine Dämmung zu planen. „Erst danach wird für den noch geringen Restwärmebedarf eine kleine, effiziente Heizungsanlage konfiguriert – nicht andersherum“, so Elkan. Unter www.xps-waermedaemmung.de gibt es viele weitere Informationen.

Druckstabilität als Plus fürs Dach

Die Druckstabilität und das bis nahe Null reduzierte Wasseraufnahmevermögen der XPS-Platten sind Eigenschaften, die auch am Dach für perfekte Lösungen sorgen. Ob eine wärmebrückenfreie Aufdachdämmung beim Steildach oder als Flachdachdämmung mit Dachbegrünung, als sogenanntes Umkehrdach: XPS-Platten können unter extremen Verhältnissen Jahrzehnte lang gute Leistung liefern. Wegen ihrer langen Haltbarkeit und der vergleichsweise schnellen energetischen Amortisation der Herstellungsenergie sind Extruderschaumstoffe laut der auf internationalen ISO-Normen basierenden Umweltproduktdeklaration (EPD) des Institutes Bauen und Umwelt auf Augenhöhe mit sogenannten ökologischen Alternativen. Extruderschaum besteht zu 98 Prozent aus Luft – und nur zu zwei Prozent aus erdölbasiertem Kunststoff. Dazu spart es aber mehr als das 200-fache der eingesetzten Herstellungsenergie ein.

Nicht ohne Expertenrat

Historische Gebäude sollte man nur mit fachmännischer Unterstützung sanieren

(djd/pt). Die eingewachsene Villa oder eine alte Mühle am Bach: Mit dem Erwerb einer historischen Immobilie erfüllen sich viele Bundesbürger einen Lebenstraum. Zu berücksichtigen ist beim Kauf, dass der neue Besitzer nicht immer so handeln kann, wie er möchte: „Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz, gibt es je nach Region unterschiedliche Gesetze, Verordnungen und Auflagen zu beachten“, erläutert Dipl.-Ing. Ullrich Rühlmann, Bauherrenberater beim Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Vor dem Kauf sollte man sich auf jeden Fall gut informieren, welche Regeln gelten und welche Behörden zuständig sind. Auf keinen Fall dürfen Arbeiten am Haus ohne Genehmigungen gestartet werden.

Eine Außendämmung ist oft nicht möglich

Gilt ein Haus als Baudenkmal, so darf etwa die Fassade nicht verändert werden. Bei einer energetischen Modernisierung bedeutet das oft, dass keine Dämmung von außen möglich ist und dass unter Umständen auch die Fenster erhalten werden müssen. Dann sollte zum Beispiel über eine aufwändigere Innendämmung und zusätzlich innen eingebaute Kastenfenster nachgedacht werden. Grundsätzlich gilt zwar auch im Denkmal die Energieeinsparverordnung, es sind aber Vereinfachungen und Abweichungen möglich. Und einen Energieausweis benötigt ein denkmalgeschütztes Haus auch nicht.

Nachhaltige Finanzierung sichern

Grundsätzlich muss der Hausbesitzer bei einem historischen Objekt eine nachhaltige Finanzierung sichern, am besten mit Unterstützung unabhängiger Fachleute. Genutzt werden können unter Umständen spezielle Förderungen von Gemeinden, privaten Stiftungen oder Länderstiftungen. Auf jeden Fall in Frage kommen aufs Denkmal abgestimmte Kredite und Zuschüsse der KfW. Vorgeschrieben ist dafür die baubegleitende Kontrolle der Maßnahmen durch einen unabhängigen Sachverständigen, zum Beispiel einen Bauherrenberater des BSB, der als „Energieberater Baudenkmal“ zugelassen ist. Mehr Informationen und Adressen gibt es unter www.bsb-ev.de. Der Sachverständige kann den Denkmalbesitzer in spe von der Vorbereitung des Kaufs bis zum Abschluss einer Sanierung beratend begleiten.

Ruhe bitte

Mit Trennwänden lässt sich der Schallschutz im Haus deutlich verbessern

(djd/pt). Einfach nur abschalten und etwas Ruhe genießen: Nach einem anstrengenden Tag freuen sich viele Menschen auf Entspannung, etwa bei Yoga-Übungen. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn nebenan die Kleinen lauthals lachend eine Kissenschlacht veranstalten oder der Nachwuchs das Klavier mit den Übungen aus dem Musikunterricht malträtiert. „Lärm bedeutet Stress – und damit sind keineswegs nur Straßengeräusche gemeint. Auch Geräusche aus dem Nachbarraum können die Konzentration beeinträchtigen, zum Beispiel wenn man im Home Office noch schnell eine Arbeit fertigstellen will“, erklärt Martin Blömer vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Mit einem verbesserten Schallschutz in den eigenen vier Wänden können alle Hausbewohner zu ihrem Recht kommen.

Ruhige Nischen schaffen

Oft genügt es in diesem Zusammenhang bereits, aus einem Raum zwei zu machen: Wenn man beispielsweise vom großflächigen, offenen Wohnraum eine Ecke mit Trennwänden abteilt, können alle gleichzeitig ihren Hobbys frönen. Die Musik oder die Zeichentrickserie der Kinder stört dann nicht mehr die Mutter, die nebenan Autogenes Training machen möchte. Und auch das Home Office findet eine ruhige, separate Nische. Sehr gut geeignet dafür sind Trockenbaulösungen, die Heimwerker unkompliziert und zeitsparend selbst montieren können. So erzielt etwa das „PerfectWall“-System von Knauf mit eingesetzten Trennwandplatten aus Mineralwolle mit 40 Dezibel (dB) einen sehr guten Schallschutz.

Aufbau in nur einem Tag

Der Einsatz von Trennwandplatten aus Mineralwolle zahlt sich indes nicht nur in Sachen Schallschutz aus – auch die Wärmedämmung wird deutlich verbessert. Unter www.knauf-perfectwall.de gibt es weitere Informationen sowie Bezugsquellen in Baumärkten vor Ort. Gut zu wissen: Auch beim Aufbau der bereits mit ansprechenden Motiven fix und fertig bedruckten Wandelemente hält sich die Geräuschentwicklung dank innovativer Klebetechnologie in Grenzen. Der Aufbau dauert im Übrigen weniger als einen Tag.

Beton als Wärmespeicher

Warum Trägheit beim Bauen auch nützlich sein kann

(djd/pt). Wenn heute von energieeffizienten Wohnhäusern die Rede ist, so ist meist die Gebäudedämmung gemeint. Dabei gibt es noch andere Faktoren, die den Energieverbrauch und das Wohlbefinden beeinflussen können. „Die Wärmespeicherfähigkeit eines Baustoffs spielt beispielsweise eine wichtige Rolle“, erklärt Oliver Schönfeld, Bauen-Wohnen-Experte beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Je größer die Masse eines Baustoffs, desto größer sei auch seine Fähigkeit, Wärme oder Kälte zu speichern. Doch was genau bedeutet das?

 

Große Masse wirkt Temperaturschwankungen entgegen

Bauteile mit geringer Masse erwärmen sich beispielsweise bei starker Sonneneinstrahlung schnell. Ihre Oberflächentemperatur überschreitet dann in kurzer Zeit die Lufttemperatur in den Innenräumen. Die Wände geben Wärme an die Luft ab – die Zimmer erhitzen sich. Bei Bauteilen mit großer Masse wie etwa aus Beton dauert die Erwärmung wesentlich länger und fällt geringer aus. Im Gebäude bleibt es kühler, Temperaturspitzen lassen sich vermeiden. Umgekehrt kühlen aufgewärmte Wände, Decken und Fußböden im Winter langsamer ab und wirken so starken Temperaturschwankungen entgegen. Unter www.beton.org gibt es mehr Informationen zum nachhaltigen Bauen und zu den Eigenschaften von Beton.

Wärmeschutz nach Maß

Obwohl Beton von Haus aus keine sehr guten Dämmwerte besitzt, ist er dank seiner Wärmespeicherfähigkeit sehr gut geeignet für energieeffiziente und komfortable Wohnbauten. Durch einen schlanken Wandaufbau in Kombination mit einer Dämmung, die im Prinzip in jeder gewünschten Stärke aufgebracht werden kann, lassen sich Wärmedurchgangswerte erreichen, die dem heute in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geforderten Niveau entsprechen oder deutlich darüber liegen. Sollen die Beton-Bauteile selbst eine stark wärmedämmende Wirkung besitzen, so lässt sich dies mit Leicht-Zuschlagsstoffen wie Blähton erreichen. Je nach Mischung des Betons kann im günstigsten Fall auf die zusätzliche Wärmedämmung sogar ganz verzichtet werden.