Archiv der Kategorie: Tipps zu Steuern, Recht, Immobilen etc.
Ihre persönliche Inflation
volkswirtschaftlich wird zur Ermittlung der Inflation die Geldmenge und das Wirtschaftswachstum herangezogen.
Viel geläufiger ist uns dieser ominöse Warenkorb und dessen Preisentwicklung. Andere sagen: Beides, die Berechnungsmethode und der Warenkorb sind Faktoren für die Inflation aber auch – Achtung – der Lustfaktor.
Neben der statistischen Inflationsrate gibt es auch eine gefühlte Inflationsrate, da sind wir uns auch schnell einig denn: „Alles wird teurer“.
Wie teuer es für Sie persönlich geworden ist können Sie mit der persönlichen Inflationsrate berechnen. Hierzu empfehle ich Ihnen den persönlichen Inflationsrechner auf der Webseite des statistischen Bundesamts https://www.destatis.de/DE/Service/InteraktiveAnwendungen/InflationsrechnerSVG.svg?view=svg.
Zinsen zahlen fürs Sparen
ist es Ihnen auch schon durch den Kopf gegangen, dass Sie letztendlich für das Sparen bezahlen, wenn Sie vom Sparzins die geldentwertende Inflationsrate abziehen?
Damit Banken mehr Kredite an Unternehmen und Verbraucher vergeben und nicht mehr Unmengen bei der EZB als Einlagen hinterlegen, wird eventuell der Einlagenzins für Geldhäuser bei der EZB unter null ins Negative sinken.
Ob Kredite dadurch wirklich deutlich günstiger an Verbraucher weitergegeben werden bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: auch Sie als Sparer müssen weiter sinkende Zinsen befürchten.
EZB senkt Leitzins auf Rekordtief
Die Notenbank erwarte eine „längere Phase niedriger Inflation“, erklärte Draghi. Heißt: Die Zinsen im Euroraum werden auf mittlere Sicht niedrig bleiben.
Was bedeuten die Mikro-Zinsen für Sparer und Verbraucher?
- Eine hohe Inflationsrate bei niedrigen Zinsen zehrt Ersparnisse auf. Deshalb warnte Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV): „Noch mehr und noch billigeres Geld vermindert den Anreiz zum Sparen.“
- Sparer würden mit zu niedrigen Zinsen ungefragt zur Entschuldung von Euro-Staaten herangezogen.
- Tagesgeld: Bei niedrigen Leitzinsen werden auch die Banken die Zinsen auf Spar- und Tagesgeldkonten ihrer Kunden auf Sicht nicht mehr anheben.
- Versicherung: Versicherungen bekommen mehr und mehr ein Problem den Garantie-Zins für ihre Versicherten (z.B. für Lebensversicherungen) zu erwirtschaften. Grund: Beispielsweise für Lebensversicherungen sind die Unternehmen dazu angehalten einen festen Prozentsatz in sichere Anleihen, wie Staatsanleihen zu investieren. Problem: die bieten derzeit keine großen Gewinne.
- Staatsanleihen: Wer derzeit in die vermeintlich sicheren Staatsanleihen investiert, muss sich mit niedrigen Zinsen abfinden.
SEPA-Kontonummern
Auch wenn manche Leute die neuen Vorgaben der Europäischen Union für einen einheitlichen Zahlungsverkehr in der Euro-Zone auf die leichte Schulter nehmen, ist dies keineswegs so.
Die IBAN-Kontonummer besteht dann aus bis zu 22 Stellen (Landerzeichen, Prüfziffern, alte Bankleitzahl und alte Kontonummer). Dazu kommen übergangsweise noch einmal 11 Buchstaben, die sogenannte BIC.
Da die meisten Banken zukünftig wohl nicht mehr – wie bisher – die Übereinstimmung Empfängerbezeichnung/Kontonummer überprüfen wollen, kann bereits eine falsche Zahl oder Ziffer dazu führen, dass das Geld erstmal weg ist und oft nur schwer zurückgeholt werden kann.
Vorsicht beim Immobilienkauf
gerade in den Großstädten sind derzeit vor allem Bestandswohnungen in Mehrfamilienhäusern zu einem ganz großen Teil für überteuerte Preise auf dem Markt – Experten sprechen von teilweise über 20 % über Markt- und Vergleichswerten.
Trotzdem wird von den gleichen Experten eine Immobilienblase genauso wenig befürchtet wie von Bankenseite. Warum eigentlich nicht?
Energetisches Sanieren lohnt sich nicht immer
dass eine hohe Nachfrage das Interesse an Energieeffizienz mindert, insbesondere in begehrten und zentralen Lagen, ist kein Geheimnis.
Aber auch ansonsten wirkt sich ein Defizit in der Energieeffizienz immer seltener auf den Marktwert einer Bestandsimmobilie aus. Denn häufig steht der finanzielle und zeitliche Aufwand nicht mehr in einem moderaten Verhältnis. Die energetische Sanierung eines Bestandsgebäudes beträgt regelmäßig zwischen 500 und 1.000 € pro Quadratmeter, werden Gebäude komplett entkernt, können die Kosten durchaus auch bis zu 1.300 € pro Quadratmeter betragen. Bis sich solche Investitionen rentieren vergehen schnell 25 Jahre.
Und Mieter wollen die Ersparnisse aus energetischen Maßnahmen, die die Nebenkosten mindern, im eigenen Geldbeutel spüren und nicht dem Vermieter mit einer höheren Miete überweisen.
Grunderwerbsteuer wird zur sprudelnden Einnahmenquelle
In Berlin wird jetzt auf 6,0 Prozent erhöht. Warum auch nicht – die letzte Erhöhung von 4,5 auf 5,0 in 2012 ist ja auch schon ewig her und jetzt stellt man fest, dass noch viel mehr möglich ist.
Der Berliner Senat hat also die Anhebung der Grunderwerbsteuer von 5,0 auf 6,0 Prozent beschlossen. Der höhere Steuersatz gilt ab dem 1. Januar 2014.
Die eigenen vier Wände sind der wichtigste Besitz der Bundesbürger
Das ergibt der Besitzindex 2013 der Generali Versicherungen. Basis hierfür ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitutes forsa unter 1.002 Bundesbürgern. 70 Prozent der Befragten nannten Haus bzw. Wohnung (egal ob Eigentum oder Miete) als ihren wichtigsten persönlichen Besitz. Damit liegen die eigenen vier Wände erneut auf Platz 1, den sie auch bei der ersten Umfrage im Jahr 2012 innehatten und gewinnen noch zehn Prozentpunkte hinzu.
Quelle: http://www.generali.de/online/portal/geninternet/content/826716/75100?
Investmentklima erreicht Jahreshöchstwert
Geringe Zinsen und positive Konjunkturentwicklung lassen die Stimmung auf dem Immobilienmarkt weiter ansteigen.
Das Hoch über dem deutschen Immobilienmarkt hält an, erreicht den Höchstwert in 2013 und verdankt dies vor allem den entscheidenden Faktoren im Hintergrund. Wesentlicher Treiber ist dabei die Investmentkomponente, die um 2,5 Prozent anstieg. Dahinter verbergen sich eine immer noch steigende Nachfrage nach deutschen Immobilien, steigende Kaufpreise und sicherlich auch leichtere, passgenauere Finanzierungen.
Quelle: http://www.immokonjunktur.de/