Häuser aus zweiter Hand

Beim Kauf einer Gebrauchtimmobilie ist oftmals fachkundiger Rat erforderlich

(djd). Nicht jeder, der sich ein Haus wünscht, möchte selber bauen. Und in vielen städtischen Regionen sind Bauplätze rar. Gebrauchte Immobilien sind daher oft eine gute Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben. Allerdings lauern auch hier Tücken, warnt Dipl.-Ing. Gerd Miethe, Bauherrenberater beim Verein Bauherren-Schutzbund e.V., der die Interessen von Bauherren und Immobilienverkäufern vertritt.

Erstes Auswahlkriterium: Lage, Lage, Lage

Bei der Erstauswahl rät Gerd Miethe dazu, vor allem auf die Lage zu achten. Standort und Infrastruktur, soziales und kulturelles Umfeld und Verkehrsanbindung müssen zur Lebensplanung passen. Kleinere Kompromisse wird man eingehen müssen, man sollte aber immer im Auge behalten, dass das neue alte Haus oft Lebensmittelpunkt für Jahrzehnte wird.

Bestandsaufnahme: Möglichst vollständige Unterlagen oder Sachverständiger

Je vollständiger die Unterlagen zum Haus und seinem Grundriss, zu Modernisierungen, Umbauten und den verbauten technischen Anlagen sind, desto besser lässt sich der Zustand des Hauses beurteilen. Eine Kaufentscheidung sollte daher nicht auf Basis des Maklerexposés, sondern nach Sichtung aller Unterlagen getroffen werden. „Sind die Papiere zum Haus unvollständig, empfiehlt sich in jedem Fall eine Bewertung des Hauses durch einen Sachverständigen“, rät Gerd Miethe.

Zukunftspläne: Was darf und kann erweitert werden?

Wer plant, den Wohnraum einer Bestandsimmobilie zu vergrößern, muss vor dem Kauf klären, ob zum Beispiel Anbauten oder Dachaufstockungen überhaupt genehmigungsfähig sind. Zuständig sind hier die regionalen Baubehörden, bei denen man bereits vor Kaufabschluss nachfragen sollte.

Guter Rat: Unabhängiger Sachverstand schützt vor falschen Bauchentscheidungen

Gerd Miethe empfiehlt, sich bei Kaufentscheidungen nicht unter Druck setzen zu lassen, sondern einen Sachverständigen, etwa einen unabhängigen Bauherrenberater, von Anfang an zu Rate zu ziehen. Mehr Sicherheit verleiht auch ein Immobiliencheck, über den es auf www.bsb-ev.de – Menüpunkt Verbraucherservice – mehr Informationen gibt.

Ziegel auch für den Keller

So wird das Untergeschoss zum multifunktionalen Raum mit viel Komfort

(djd). Gerade auf kleinen Grundstücken und bei hohen Bodenpreisen bietet ein Keller oft die Möglichkeit, zusätzliche Fläche zu gewinnen. Mit intelligenter Planung und dem richtigen Wandbaustoff entstehen auch im Untergeschoss hochwertige Räume: zum Wohnen, fürs Hobby, als Gästezimmer oder Home-Office. Wärmedämmende Ziegel sind mit ihren guten bauphysikalischen Eigenschaften dafür genau richtig. Der Naturbaustoff sorgt für ein gleichbleibendes Wohlfühlklima, er gleicht Temperaturunterschiede und Feuchteschwankungen aus und kann somit den für viele Keller typischen muffigen Geruch verhindern. Auch Schimmelschäden sind bei Ziegelmauerwerk kein Thema.

Generell muss die Kellerfrage bereits bei Planungsbeginn klar sein. Baugrund und Nutzungsart bestimmen Ausführung und Ausstattung des Kellers. Eine Baugrunduntersuchung klärt, ob er machbar und welches Material sinnvoll ist. Bei zusätzlichem Wohnraum spielen zudem Raumhöhen, natürliches Licht und Beheizung eine wichtige Rolle. Architekten beraten Bauherren, ob und wie ein hochwertiger Mauerwerkskeller möglich ist. Im Übrigen steigert ein Keller nicht zuletzt den Wert eines Hauses, die Immobilie ist in vielen Regionen dann besser verkäuflich.

Adressen von ziegelerfahrenen Architekten und Bauunternehmen sowie alle weiteren Informationen rund um das Bauen mit Ziegeln gibt es unter www.lebensraum-ziegel.de.5

Dampfbremse inklusive

Eine Innendämmung verbindet den Einspareffekt mit einem verbesserten Raumklima

(djd). In vielen Fällen können Altbaubesitzer den Wunsch nach einer energetischen Sanierung nicht ohne weiteres realisieren. „Bei fast jedem zweiten ungedämmtem Altbau sind Arbeiten an der Fassade nicht erwünscht oder nicht möglich, etwa aus Gründen des Denkmalschutzes“, berichtet Martin Schmidt vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Verschiedene weitere Gründe könnten gegen eine klassische Fassadendämmung sprechen: Für Häuser in engen Gassen kommt diese Möglichkeit ebenso wenig in Frage wie für Grenzbebauungen oder etwa für Eigenheime mit einem zu geringen Dachüberstand. Das bedeutet allerdings nicht, komplett auf das energiesparende Sanieren verzichten zu müssen – eine Innendämmung stellt vielfach die überlegenswerte Alternative dar.

Keine Feuchtigkeit hinter dem Dämmmaterial

Prinzipiell erfüllt die auf der Gebäudeinnenseite angebrachte Dämmung denselben Zweck wie außen an der Fassade: Wärmeverluste werden reduziert, die Heizkosten somit dauerhaft vermindert. Zusätzlich wird die Bausubstanz wirksam vor Feuchtigkeit und der Gefahr einer Schimmelbildung geschützt. Dafür ist jedoch der technisch anspruchsvolle Einbau einer Dampfbremse auf der warmen Raumseite erforderlich. Die Dampfbremse verhindert, dass sich Feuchtigkeit hinter dem Dämmmaterial sammeln kann. Systeme wie zum Beispiel „Qcare“ sparen diesen Arbeitsschritt nun ein: Die Dämmplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS) und das auf beiden Seiten aufgebrachte Vlies wirken gemeinsam bereits als Dampfbremse. Die Fugen zwischen den einzelnen Elementen werden lediglich noch abgedichtet – schon ist ein effektiver Wärmeschutz vorhanden. Die Vliesmembran dient zugleich als Grundlage für die weiteren Schichten, ob Putz oder Tapete.

Altbau auf EnEV-Niveau bringen

Die einfach zu montierenden Dämmplatten sind in verschiedenen Stärken von zehn bis 80 Millimetern in vielen Baumärkten erhältlich, so dass Modernisierer die Wirkung passend zur jeweiligen Bausubstanz auswählen können. Die meisten Altbauten lassen sich nach Herstellerangaben mit der Innendämmung auf das Niveau der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung bringen, unter www.my-qcare.com gibt es weitere Informationen dazu. Für die Bewohner verbessert sich das Raumklima nicht nur im Winter – in der warmen Jahreszeit verhindert die innenliegende Dämmung, dass die Räume allzu stark überhitzen.

Ausgezeichnete Ökobilanz

Umweltverträgliche Fassadendämmung aus Hanf

(djd). Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen des Menschen und spielte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zudem eine wichtige Rolle als Rohstofflieferant. Seit einigen Jahren erlebt die Pflanze nun eine Renaissance und wird für immer mehr Anwendungsbereiche neu entdeckt. „Durch seine außergewöhnliche Robustheit und Belastbarkeit erfüllt der natürliche Rohstoff beste Voraussetzungen für die Herstellung vielseitig einsetzbarer Baustoffe“, erklärt Martin Schmidt, Bauen-Wohnen-Experte beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Intelligente, nachhaltige Fassadendämmung

Mit einer professionell gedämmten Fassade lässt sich der Energieverbrauch einer Immobilie um bis zu 30 Prozent senken: Gerade im Hinblick auf die noch immer recht hohen Energie- und Heizkosten eröffnen sich hier große Einsparpotenziale. Gleichzeitig profitiert die Umwelt, weil deutlich weniger CO2 ausgestoßen wird – insbesondere dann, wenn natürliche Dämmstoffe wie Hanf zur Dämmung eingesetzt werden. Der Bautenschutzspezialist Caparol etwa bietet mit einer neuen Hanf-Fassadendämmung eine innovative Systemlösung an, die bauphysikalische und ökologische Qualitäten miteinander vereint. Basierend auf dem natürlichen Werkstoff Hanf und ausgestattet mit modernen Produkteigenschaften ermöglicht sie eine intelligente, nachhaltige Fassadendämmung mit einer ausgezeichneten Ökobilanz, die von der Ernte bis zum Recycling des Rohstoffes reicht. Unter www.caparol.de gibt es alle Informationen zum Dämmen mit Hanf.

Erstklassige Ökobilanz

Hanf wächst sehr schnell, bei sonnigem Wetter um bis zu vier Meter in 100 Tagen. Die Pflanzen benötigen dafür keinen Dünger und machen aufgrund ihrer Schädlingsresistenz den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln überflüssig. Bis zu 97 Prozent der Hanfpflanze können verwertet werden. Fasern, Stroh und Samen liefern dabei auch für die Herstellung von Kleidung sowie Nahrungs- und Arzneimitteln einen wertvollen Rohstoff. Ein weiteres ökologisches Plus: Als einjährig nachwachsende Pflanze bindet Hanf im Wachstum viel Kohlendioxid. Dadurch haben Dämmstoffe aus Hanf eine bessere Ökobilanz als zum Beispiel viele andere Naturbaustoffe. Pellets aus Hanf weisen den gleichen Brennwert wie Braunkohle auf – aber ganz ohne Treibhauseffekt.

 

Zuerst das Dach, dann der Außen- und Innenbereich

Beim Modernisieren mit Holz zählt die richtige Reihenfolge der Maßnahmen

(djd). Rund drei Viertel aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor der Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut. Das Problem dabei: Altbaubewohner benötigen zwei- bis dreimal mehr Energie als Neubaubezieher. Unfreiwillig tragen sie damit übermäßig zur Klimaerwärmung bei. Vor diesem Hintergrund animieren Bund, Länder und Kommunen die Eigentümer älterer Immobilien, eine energetische Modernisierung gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) in Angriff zu nehmen.

Beim Modernisieren auf Holz mit nachhaltiger Herkunft achten

Ebenfalls aus Klima- und Umweltgründen raten Gebäudeenergieberater verstärkt zu Holz als Bau- und Werkstoff. Er weist zusätzlich eine von Natur aus gute Dämmwirkung auf. Wenngleich Holz landläufig als nachwachsender Rohstoff bezeichnet wird, lohnt es sich dennoch, seine Herkunft zu überprüfen. „In der Regel ist in Europa legale Ware im Umlauf, aber das sagt noch nichts darüber aus, ob das Holz auch aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt“, erklärt Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer der Waldschutzorganisation PEFC Deutschland e.V. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, solle beim Kauf auf das international gültige PEFC-Siegel mit dem stilisierten Laub- und Nadelbaum im Logo achten. In mehr als 15 Jahren hat sich PEFC zur weltweit größten international anerkannten Zertifizierungsorganisation mit einem unabhängigen Kontrollsystem für den Wald und die Holznutzung entwickelt.

Gute Planung schont den Geldbeutel und die Nerven

Eine gute Planung hilft, den Zeitplan und die Kosten der Modernisierung im Griff zu behalten. Entscheidend ist nicht zuletzt die richtige Reihenfolge der Maßnahmen. Grob gilt: Zuerst das Dach, dann der Außen- und danach der Innenbereich. Erst nach der Sanierung der Bausubstanz sollte man sich für das dann passende Heizsystem entscheiden.

1. Dach dämmen: Zur Dämmung gibt es mehrere Möglichkeiten. Wird das Dach neu gedeckt, sollte man die Gelegenheit ergreifen und zusätzlich eine Aufdachdämmung beauftragen. Sollen die alten Dachschindeln unberührt bleiben, kommen eine Zwischen- und/ oder Untersparrendämmung in Frage. Als Dämmstoffe eignen sich etwa Holzfasermatten mit dem PEFC-Logo. Diese Arbeit können geschickte und entsprechend informierte Heimwerker sogar selbst vornehmen.

2. Die Gebäudehülle: Für ein neues Kleid des Hauses sorgen eine vorgehängte Holzfassade oder ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Alternativ kommt eine Innendämmung in Betracht.

– Vorhangfassade: Mit Holzträgern und Holzwerkstoffplatten (Weichfaser) entsteht an der Wand ein Hohlraum. Er wird mit Zelluloseflocken oder anderem Dämmmaterial gefüllt. Zur Verkleidung können zusätzlich Holztafeln, -schindeln oder -latten gewählt werden – unbehandelt, lasiert oder lackiert.

– Wärmedämmverbundsystem: Hierbei werden Dämmstoffelemente auf die Außenwand geklebt beziehungsweise gedübelt und verputzt. Auch hier sind Holzweichfaserplatten eine ökologische Alternative zu Hartschaum (Styropor) oder Mineralfaser.

Damit alle Helfer geschützt sind

Gegen die von der Baustelle ausgehenden Risiken ist eine gute Absicherung nötig

(djd). Vom ersten Spatenstich bis zum Einzug: Bauherren sind für fast alles verantwortlich, was auf der Baustelle geschieht. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, kann dies immense Kosten verursachen, die im Vorfeld nicht einkalkuliert wurden. Entsprechend gut sollten sich Bauherren absichern. Einen Überblick über den notwendigen Schutz hat die Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. auf der Seite www.finanzierungsschutz.de zusammengestellt.

Die Bauhelfer-Unfallversicherung

Wer baut, freut sich über jede Hilfe von Freunden und Familienmitgliedern. Allein jeder fünfte Arbeitsunfall passiert auf einer Baustelle – und gerade bei Nicht-Fachleuten ist das Unfallrisiko besonders hoch. „Um im schlimmsten Fall wenigstens das finanzielle Risiko der Bauhelfer abzusichern, ist eine Bauhelfer-Unfallversicherung ratsam“, erklärt Florian Haas, Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Diese decke die Risiken aller nicht gewerblich tätigen Personen ab, die auf einer privaten Baustelle zu Schäden führen können. Zunächst einmal müsse der Bauherr die Bauhelfer bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) anmelden und Beiträge entrichten. „Dabei sind der Bauherr selbst und seine Familie aber nicht mitversichert“, warnt Haas. Die private Bauhelfer-Unfallversicherung beinhalte dagegen auch den Schutz für den Bauherrn und seine Familie und zahle unabhängig von den Leistungen der Berufsgenossenschaft die versicherte Leistung bei Invalidität. Mitglieder der Schutzgemeinschaft können von günstigen Konditionen bei Abschluss einer Bauhelfer-Unfallversicherung profitieren.

Die Bauherrenhaftpflicht- und Bauleistungsversicherung

Für Schäden, die Dritte aufgrund einer Verletzung der Verkehrssicherungspflicht auf einer Baustelle erleiden, haften Bauherren gegebenenfalls unbegrenzt mit ihrem Privatvermögen. Beschädigungen am Bau oder die Zerstörung bereits erbrachter Bauleistungen können hohe Summen kosten und damit die gesamte Maßnahme gefährden. Bauherren sollten daher eine Bauherrenhaftpflicht- sowie Bauleistungsversicherung abschließen. „Bauherren können auch bei der Übertragung von Durchführung und Koordination der Verkehrssicherung auf den Auftragnehmer in die Haftung kommen“, erklärt Florian Haas. Habe der Bauherr Kenntnis von Sicherheitsmängeln oder berechtigten Anlass zum Zweifel, dass der Auftragnehmer der Verkehrssicherung nicht zur Genüge nachkomme und gehe diesem nicht nach, so müsse er sich dieses Fehlverhalten ebenfalls zurechnen lassen.

Gegen Schäden am Baugerüst absichern

Bei manchem Bauvorhaben müssen Bauherren ein Baugerüst mieten, damit der Bauherr selbst oder Handwerker Arbeiten an der Baustelle oder am Haus vornehmen können. In diesem Falle trägt der Bauherr das Risiko hinsichtlich Diebstahl oder Schäden am Baugerüst. Diese Risiken können Mitglieder der Schutzgemeinschaft durch eine Baugerüstversicherung beziehungsweise -bürgschaft abdecken.

Zuschüsse zum barrierefreien Wohnen

Ratgeber: So gibt es Unterstützung von der Pflegeversicherung

(djd). Das vertraute Umfeld der eigenen vier Wände – viele möchten im Alter nicht darauf verzichten. Doch die Bedürfnisse ändern sich. Oft sind Umbaumaßnahmen nötig, damit Haus oder Wohnung barrierefrei werden. Von der ebenerdigen Dusche im Bad zu breiteren Türen sind häufig hohe Investitionen erforderlich. So gibt es Zuschüsse von der Pflegekasse:

– Ansprechpartner: „Jeder gesetzlich Versicherte ist über seine Krankenkasse automatisch pflegeversichert“, erklärt Melanie Gestefeld von der IKK classic. Sie sei der richtige Ansprechpartner, wenn es um Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes gehe. So werden bis zu 4.000 Euro für den pflegegerechten Umbau einer Wohnung gewährt. Ändert sich die Pflegesituation, können Zuschüsse erneut beantragt werden.

– Voraussetzungen: Damit Zuzahlungen fließen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, darunter in der Regel die Einordnung in eine Pflegestufe durch den Medizinischen Dienst. Die Pflegestufe (I bis III) gibt an, wie viel Hilfe ein Betroffener im Alltag benötigt. Gut zu wissen: Die Fördersumme von bis zu 4.000 Euro steht jedem pflegebedürftigen Versicherten zu. Einem Ehepaar können also bis zu 8.000 Euro gewährt werden.

– Antrag stellen: Zuschüsse für Umbaumaßnahmen werden direkt bei der Pflegeversicherung beantragt. „Es ist sinnvoll, sich vorher individuell von den Mitarbeitern beraten zu lassen“, so Melanie Gestefeld. Erforderlich für die Genehmigung sei unter anderem ein amtliches Gutachten über die Pflegebedürftigkeit. Dafür komme ein Arzt oder eine Pflegekraft nach vorheriger Absprache ins Haus, um sich ein genaues Bild der Situation machen zu können.

– Zusätzliche Förderung: In der Regel reichen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht aus, um die Kosten für alle erforderlichen Umbaumaßnahmen zu decken. Wer zusätzliche finanzielle Hilfen benötigt, kann staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen, beispielsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie fördert altersgerechte Umbaumaßnahmen mit günstigen Darlehen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.ikk-classic.de/pflege.

Mehr finanzieller Spielraum im Alter

Mit einer Leibrente eröffnen sich für Hauseigentümer ganz neue Optionen

(djd). Nicht einmal jeder zehnte Senior in Deutschland hat schon einmal darüber nachgedacht, sein eigenes Zuhause zu verkaufen. Zu eng ist die Bindung an das liebevoll eingerichtete Leben in den eigenen vier Wänden. Doch mit dem Älterwerden wird die Haushaltsführung beschwerlicher. Jedem dritten Immobilieneigentümer im Rentenalter ist das eigene Heim eigentlich zu groß und die Instandhaltung zu mühsam. Der Garten bräuchte die gewohnte Pflege von früher, im Haus oder der Wohnung müssten ein paar kleine Reparaturen erledigt werden, die Fenster könnten häufiger geputzt werden. Das Geld für eine Haushaltshilfe oder einen Gärtner können sich viele Senioren jedoch nicht leisten. Denn die Rente reicht gerade einmal für das tägliche Leben.

Wie man sich Hilfe leisten kann

Eine Leibrente eröffnet Immobilienbesitzern im Rentenalter die Möglichkeit, in den eigenen vier Wänden zu bleiben und sich Hilfe leisten zu können. „Bei der Leibrente wird die Immobilie zwar verkauft, der frühere Eigentümer erhält aber ein notariell zugesichertes, mietfreies Wohnrecht und eine monatliche Rentenzahlung – beides wird lebenslang garantiert“, erklärt Friedrich Thiele, Vorstand der Deutschen Leibrenten AG. Mit dem zusätzlichen Einkommen können Senioren nicht nur Unterstützung in Haus und Garten, sondern auch für Gesundheit und Pflege finanzieren.

Kosten für Pflege steigen mit dem Alter

Insbesondere die Kosten für Pflege steigen mit dem Alter und bleiben oft unberücksichtigt. Die Deutschen werden sieben Jahre älter als sie glauben, unterschätzen ihre Lebenserwartung also deutlich. Analog zu dieser Entwicklung steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Die Demographie konfrontiert folglich immer mehr Menschen mit der Frage, wie sie im Alter lebenswert wohnen und dies finanzieren können. „Weil die allermeisten Senioren den Auszug aus dem vertrauten Heim unbedingt vermeiden möchten, müssen sie sich rechtzeitig um Lösungen kümmern. Die Leibrente ermöglicht die nötige Liquidität, die vielen Senioren fehlt“, so Thiele. Unter www.deutsche-leibrenten.de gibt es weitere Informationen.

Tradition in die Zukunft führen

Für Gründer bietet die Unternehmensnachfolge Chancen und Herausforderungen

(djd). Der demographische Wandel hat auf die deutsche Gesellschaft gravierende Auswirkungen. In besonderer Weise trifft er den Mittelstand – und zwar beim Thema Unternehmensnachfolge. Denn während der Anteil der über 60-jährigen Angestellten im Durchschnitt bei sieben Prozent liegt, befinden sich 22 Prozent der Unternehmer jenseits der 60. Über ein Drittel hat sogar ein Alter erreicht, in dem Erwerbstätige an den Ruhestand denken. Bis 2017 sind 580.000 Unternehmen vom Thema Nachfolge betroffen, von einem erfolgreichen Übergang dürften etwa vier Millionen Arbeitsplätze abhängen.

Jüngere können sich Selbstständigkeit vorstellen

„Unternehmenschefs ziehen sich mit steigendem Alter sowohl aus Investitionen als auch aus der Innovationstätigkeit zurück“, so Harriet Wirth, Direktorin Produktmanagement im Geschäftsbereich KfW Mittelstandsbank. Dieser Rückzug verstärke sich, wenn kein geeigneter oder interessierter interner Nachfolger bereit stehe. Die Unternehmen würden nicht weiterentwickelt, die Wettbewerbsfähigkeit leide – der Wert des Unternehmens und seine Chancen, erfolgreich am Markt zu bleiben, sänken.

Umfragen zeigen, dass sich gerade jüngere Menschen einen Schritt in die Selbstständigkeit vorstellen können. Der Vorteil bei Unternehmensnachfolgen: Man fängt nicht bei null an, das Unternehmen ist bereits am Markt etabliert, die Mitarbeiter bilden ein eingespieltes Team, es gibt einen langjährig entwickelten Kundenstamm. Auch neue Herausforderungen sind in der Regel vorhanden: Neue Kunden gewinnen, neue Märkte erschließen und Innovationen vorantreiben.

So finden Gründer und Unternehmen zueinander

Potentielle Übernahmegründer und Unternehmen, die Nachfolger suchen, müssen zueinander finden. Mit der Unternehmensbörse Nexxtchange etwa gibt es ein entsprechendes Angebot, man findet es unter www.nexxt-change.org. Die KfW hat mit ihrem Gründungsprogrammen ein passendes Angebot auch für die Finanzierung von Unternehmensnachfolgern: „Etwa 40 Prozent aller Zusagen in diesem Programm entfallen bereits heute auf Nachfolgen“, so Harriet Wirth.

Es beginnt mit einer Idee

Gründer brauchen einen guten Plan – vom Staat werden sie umfangreich unterstützt

(djd). Organisationen, die Aupair-Stellen an junge Leute vermitteln, gibt es viele. Aber welche Möglichkeiten haben Frauen im Alter 50plus, die mit ihrer Lebenserfahrung doch besonders geeignet und offen sind? Diese Frage stellte sich Michaela Hansen aus Hamburg – und entdeckte eine Marktlücke. Sie gründete die Agentur „Granny Aupair“, die Stellen für Frauen ab 50 in aller Welt vermittelt: Diese betreuen Kinder oder ältere Familienmitglieder oder arbeiten in sozialen Projekten. Seit 2013 trägt die Agentur stolz den Titel „GründerChampion“.

Orientierung, Planung, Umsetzung

Wer sich wie Hansen erfolgreich selbstständig machen will, benötigt zuerst einen guten Plan: Was will ich, welche Mittel benötige ich, wer sollen meine Kunden sein? Die Vorbereitung kann man in die Phasen Orientierung, Planung und Umsetzung einteilen. In der Orientierungsphase sollte man mit Menschen sprechen, die sich mit dem Thema Gründung sehr gut auskennen. Das können Existenzgründungsberater sein, Berater von IHKs oder Handwerkskammern, aber auch Bank-, Unternehmens- oder Steuerberater.

Wegweiser und Checklisten

Die KfW Bankengruppe etwa bietet Gründern nicht nur Finanzierungsprogramme an. Auf der Seite http://www.kfw.de gibt es auch Tipps und Checklisten. Zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie entwickelte die KfW die „Beraterbörse“, um Gründern bei der Suche nach Unternehmensberatern zu helfen. Die KfW unterstützt auch zwei weitere Projekte: Die „Gründungswerkstatt Deutschland“, ein Projektverbund aus IHKs, Handwerkskammern und Gründungsinitiativen, hilft bei der Planung und Umsetzung der Gründung – kostenlos und vertraulich. Das Portal http://www.startothek.de schließlich verschafft unter anderem einen Durchblick im Paragrafendschungel.

Der Businessplan als Basis des Gründungserfolgs

Der Businessplan sollte für Gründer obligatorisch sein, in ihm wird das unternehmerische Konzept schriftlich dokumentiert, er beinhaltet neben der Produktidee auch das wirtschaftliche Umfeld, die Ziele sowie den notwendigen Mittelaufwand. Verbindliche Regeln für den Plan gibt es nicht – er sollte aber keine Fragen etwa beim Banker offen lassen, der den Gründerkredit bewilligen muss. Über ihre Hausbank können Gründer auch die Förderkredite der KfW beantragen – wie es auch Michaela Hansen tat, die mit dem KfW-Gründerkredit unter anderem ihre Webseite gestalten konnte.