Die kalte Progression – ungerecht? Nicht für den Staatshaushalt

Bei einem zu versteuernden Einkommen von 45.000 Euro beträgt im Jahr 2012 die Einkommensteuerschuld 10.870 Euro, was einer Durchschnittsbelastung von 24,16% entspricht. Steigt das Einkommen bei einer unterstellten Inflationsrate von 2,3% in 2013 auf 46.035 Euro, so klettert die Steuerschuld auf 11.245 Euro.

Da die Einkommensmehrung aber nur die Geldentwertung ausgleicht, hätte die Steuer ebenfalls nur um 2,3 % (= 250 Euro) und damit auf 11.120 Euro steigen dürfen. Stattdessen steigt sie aber um 375 Euro. Der Staat füllt also klammheimlich das Steuersäckel um weitere 125 Euro, die ihm eigentlich nicht zustehen.

Quelle: Steuertip Ausgabe 14/XLIII

Projektfinanzierung: Lage wichtiger als Vorvermietung

Wer einen Kredit für eine Projektentwicklung bekommen möchte, weiß, dass er dafür reichlich Eigenkapital und eine ordentliche Vorvermietungsquote ins Finanzierungsgespräch mitbringen muss. Noch wichtiger aus Sicht der Kreditgeber sind aber die Lage des Grundstücks und der Track-Record des Entwicklers. Das ist zumindest das Ergebnis einer Online-Umfrage von Jones Lang LaSalle (JLL), die zwischen Mitte Januar und Mitte Februar dieses Jahres durchgeführt wurde, und an der sich 32 Kreditgeber und Projektentwickler beteiligten. „Die Fokussierung auf einen nachgewiesenen Track-Record hinsichtlich der Nutzungsart der Immobilien und der Makrolage bedeutet, dass nahezu nur noch die erfahrenen Akteure eine Finanzierung erhalten und somit in der derzeitigen Marktlage unter sich sind“, kommentiert Helge Scheunemann, Leiter Research bei JLL Deutschland, das Umfrageergebnis.
Aus Sicht der Projektentwickler ist die größte Herausforderung bei den Finanzierungsverhandlungen die Begrenzung der Kreditsumme. „Das deutet darauf hin, dass Projektentwickler Probleme haben, eine vollständige Finanzierung gedeckt durch Eigenkapital und eine Bankenfinanzierung zu erreichen“, so Scheunemann.

Quelle IZ aktuell vom 23. April 2013

Pro oder Contra Vollwärmeschutz

Eine von der KfW in Auftrag gegebene Studie belegt, dass insgesamt bis zum Jahr 2050 etwa 370 Milliarden Euro an Energiekosten durch energiesparenden Maßnahmen an Bestandsgebäuden (hauptsächlich „Vollwärmeschutz“) gespart werden können. Dafür sind aber Investitionen in Höhe von knapp 840 Milliarden Euro nötig.

Bis zu 75 % weniger Wärmeverlust verspricht die Dämmbranche Hausbesitzern und verschweigt dabei, dass bauphysikalisch durch die Außenfassade max. 25 % der erzeugten Wärme entweichen können. Um solche phantastischen Werte überhaupt erreichen zu können, ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen neben der Außendämmung erforderlich: Dachdämmung, Kellerdämmung, neue Fenster und eine neue Heizungsanlage. Eine solche Komplettsanierung kann dann schnell so viel Kosten wie ein halber Hausbau, bestätigt ein Sprecher der Bundesarchitektenkammer (BAK).

Es fehlen bis zu 47.000 Studentenapartments

Die recht junge Anlageklasse studentisches Wohnen hat an einer Reihe von Hochschulstandorten in Deutschland erhebliches Wachtumspotenzial. Für knapp 87% der 61 Unistädte mit mehr als 8.000 Studierenden bestehe ein zusätzlicher Bedarf von insgesamt bis zu 47.000 hochwertigen Einzelapartments. Das hat ein heute vorgestellter Marktreport des Immobilienberatungsunternehmens CBRE in Zusammenarbeit mit den Anbietern International Campus und Youniq ergeben. Der ermittelte Bedarf entspreche einem Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 4,11 Mrd. Euro.

Quelle IZ aktuell vom 10. April 2013

WG-Zimmer in München und Frankfurt am teuersten

Für Studierende, die gerade ein WG-Zimmer suchen, kann es in vielen Städten ganz schön teuer werden. München ist mit durchschnittlich 493 Euro für ein WG-Zimmer mit Abstand der Spitzenreiter. Im Vergleich zum Wintersemester 2012 sind dort die Preise um knapp 5% gestiegen. Zu diesem Ergebnis komt das WG-Internetportal noknok des Anbieters ImmobilienScout24. Auf den folgenden Plätzen liegen Frankfurt mit durchschnittlich 421 Euro, Stuttgart (391 Euro), Konstanz (382 Euro) und Heidelberg (380 Euro). Die mit Abstand erschwinglichsten WG-Zimmerpreise sind in Leipzig (219 Euro) und in Chemnitz (197 Euro) zu finden. Das Internetportal Immowelt hatte ebenfalls kürzlich einen Preisvergleich für studentisches Wohnen veröffentlicht. Auch dort sind München und Frankfurt als teuerste Städte genannt.

Quelle: IZ Newsletter vom 26. März 2013

Bauen mit Fördergeldern

bei jeder Modernisierungsmaßnahme, welche, gegebenenfalls auch nur im weitesten Sinne, mit Energieeinsparung zu tun haben, sollten Sie die zwei wesentlichen Fördermöglichkeiten prüfen.

Zum einen gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen etlicher Gebäudesanierungsprogramme Zuschüsse und langfristige Darlehen mit vergünstigten Zinsen und auch Tilgungsaussetzungen. Allerdings muss man sich schon sehr ausführlich mit diesen Programmen beschäftigen um zu erfahren, was es an Fördermitteln gibt. Ich empfehle Ihnen, fragen Sie die Handwerker, die sie beabsichtigen zu beauftragen. Das gehört eigentlich zu den wichtigen Kompetenzaufgaben der Betriebe. Ich würde skeptisch werden, wenn mich ein Dachdecker nicht über die entsprechenden Programme informieren kann.

Die Fördergelder decken in der Regel aber nur ein Teil der Investitionskosten ab. Für die Finanzierung eignen sich kleine Modernisierungsdarlehen die verschiedene Banken derzeit bereits ab 2 % anbieten. Hierzu ist es dann allerdings häufig auch erforderlich mal ein Darlehen nicht bei der Hausbank sondern bei einer Mitbewerberbank abzuschließen aber warum eigentlich nicht?

Mietrechtsreform tritt am 1. Mai in Kraft

Nach langem Ringen wird die Mietrechtsreform am 1. Mai in Kraft treten. Der „Gesetz über die energetische Modernisierung von vermietetem Wohnraum und über die vereinfachte Durchsetzung von Räumungstiteln“ getaufte Reformtext wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Geregelt ist in dem Änderungsgesetz im Wesentlichen, dass Mieter innerhalb der ersten drei Monate einer energetischen Modernisierung die Miete nicht mindern dürfen, wenn die Sanierungsmaßnahme für sie eine Kosteneinsparung bedeutet. Vermietern soll zudem das Vorgehen gegen säumige Mietzahler erleichtert werden: Künftig können sie dem Mieter fristlos kündigen, wenn er mit der Zahlung seiner Mietkaution in Verzug geraten ist. Auch sind künftig Wohnungsräumungen auf Grundlage einer einstweiligen Verfügung möglich.

Quelle: Newsletter der IZ ImmobilienZeitung

Schimmel in der Mietwohnung

wenn Schimmelbildung in einer Wohnung auftritt, ist das häufig Thema für einen Streit zwischen Mieter und Vermieter. Der Grund für die Feuchtigkeit in der Wohnung kann ein Mangel an der Mietsache sein, oft ist es aber ein falsches Heiz- und Lüftungsverhalten des Mieters. Wie auch immer bedeutet aber nicht schon eine kleine Schimmelstelle einen berechtigten Grund für den Mieter zur erheblichen Mietminderung und insbesondere nicht zur fristlosen Kündigung. Dafür muss es sich schon um eine erhebliche Schimmelbildung und eine attestierte Gesundheitsgefährdung handeln.

Gerade an dieser ärztlichen Bescheinigung fehlt es meistens, denn der Zustand der Wohnung darf nicht nur subjektiv für den Mieter empfindlich sein sondern er muss nachweislich für jedermann gesundheitsgefährlich sein – erst dann sind erhebliche Mietminderungen und insbesondere fristlose Kündigungen möglich.

Welche Förderung darf es nun sein?

Erst kürzlich wurde eine neue Richtung in der Förderdiskussion eingeschlagen: Nein, es gibt keine Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Immobilienbesitzer stattdessen sollten es günstige Darlehen der KfW sein.

Jetzt wieder etwas anderes, Bundesbauminister Peter Ramsauer will doch die Eigenheimzulage und degressive AfA wieder einführen. Wie immer hätte wohl ohnehin jede Förderung Vor- und Nachteile, hoffen wir also, dass es überhaupt zu neuen Subventionen kommt, dann werden wir gemeinsam versuchen, das Beste für Sie in ein Gesamtkonzept zu bringen.

Mini-Apartments im Kommen

Das Konzept von kleinen möblierten Wohneinheiten wächst rasant, selbstverständlich und vorrangig in den Groß- und Universitätsstädten aber letztendlich überall dort, wo zentraler Wohnraum knapp und teuer ist.

Die Rendite in solchen Immobilieninvestments liegt über der Verzinsung für klassische Wohnimmobilien. Möblierte Einheiten mit Warmmiete, Service und Größen bis 35 m² sind in solchen wirtschaftlich prosperierenden Lagen hoch rentabel.

Die Vermietung erfolgt nicht ausschließlich an Studenten, wie man insbesondere in Stuttgart vermuten könnte sondern spricht auch Berufstätige ab den mittleren Einkommensebenen an, die lediglich für eine begrenzte Zeit in Stuttgart tätig sind.