Mit Baumängeln ist zu rechnen

Studie: Fast 30 Beanstandungen bei jedem Neubau

(djd). Bauen wird teurer und aufwendiger. Dafür sind unter anderem die strengeren Anforderungen an die energetische Qualität, aber auch steigende Erwartungen der Bauherren selbst verantwortlich. Beim Dauerthema Baumängel gibt es vor diesem Hintergrund keinen Anlass zur Entwarnung, wie der unabhängige Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in einer aktuellen Analyse feststellt. Im Durchschnitt 29 Beanstandungen pro Bauprojekt verzeichneten die Autoren der Studie, die im Auftrag des BSB vom Institut für Bauforschung (IFB) durchgeführt wurde.

Aus kleinen Fehlern können teure und zeitaufwendige Nacharbeiten erwachsen

Mit 100 Hausbauten und rund 700 Baustellenbegehungen kann die Baumängelstudie als repräsentativ angesehen werden. Fast die Hälfte der festgestellten Mängel entsteht bereits bis zur Fertigstellung des Rohbaus. BSB-Sprecher Erik Stange weist auf das große Schadenspotenzial hin: „Werden die Mängel nicht rechtzeitig erkannt und infolgedessen überbaut, können aus kleinen Ausführungsfehlern Schäden entstehen, die später nur mit hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand wieder auszubügeln sind.“ Bleibt der Bauherr auf den zusätzlichen Kosten sitzen, könne das leicht seinen Finanzierungsrahmen sprengen. Stange empfiehlt: „Wer sich schützen will, beauftragt eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Sachverständigen. So lassen sich Mängel frühzeitig erkennen und leicht beheben.“ Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Infos zu der Studie und Adressen von unabhängigen Bauherrenberatern und Vertrauensanwälten.

Bereits in der Planung können Weichen falsch gestellt werden

Fehler entstehen nicht nur während des Baus, oft weist schon die Planung Mängel auf. So zeigt die Studie, dass in 99 Prozent der untersuchten Bauobjekte Planungsunterlagen fehlten, die für eine auftragsgerechte Umsetzung wichtig sind. Bei 20 Prozent der Bauten gab es keine statischen Angaben zur Tragwerksplanung, die entscheidend für Standsicherheit und Baukonstruktion sind. Auch hier rät Stange zur Kontrolle. „Unabhängige Berater können die Vertragsunterlagen und die Baubeschreibung auf Vollständigkeit prüfen. Fehlen wichtige Teile, kann der Bauherr Nachforderungen an seinen Vertragspartner stellen.“

Frühlingszeit ist Modernisierungszeit

Anstehende Sanierungsarbeiten mit fachmännischer Hilfe planen und ausführen

(djd). Wenn der Frühjahrsputz in Haus und Garten ansteht, dann fallen bei vielen älteren Häusern auch kleine Schäden und Abnutzungserscheinungen ins Auge. Wer kleinere oder größere Renovierungsarbeiten angehen möchte, sollte mit einer genaueren Untersuchung der Immobilie starten. Am besten geht das mit fachmännischer Hilfe. Verbraucherschutzvereine wie der Bauherren-Schutzbund e.V. bieten dafür spezielle Modernisierungsberatungen an. Ein Bausachverständiger, der Architekt oder Bauingenieur ist, macht dabei zusammen mit dem Hausbesitzer einen Rundgang durchs Haus – vom Keller bis zum Dachboden – und inspiziert das Gebäude auch von außen.

Maßnahmen mit Modernisierungsfahrplan gezielt planen

Als Fachmann weiß der Berater, wo zeittypische Schwächen des Hauses liegen können. Auf Basis des Checks kann der Bauherrenberater danach einen Plan erstellen, welche Instandhaltungs- oder Modernisierungsarbeiten sinnvoll sind. Dazu gehört auch ein Modernisierungsfahrplan. Er listet auf, was sofort erledigt werden sollte und welche Sanierungsarbeiten zu späteren Zeitpunkten eingeplant werden können. Zum Fahrplan gehört auch eine grobe Übersicht der zu erwartenden Kosten.

Handwerkerverträge prüfen und vergleichen

Bevor es mit den Arbeiten am Haus losgeht, müssen Angebote von Handwerkern eingeholt und verglichen sowie Verträge geschlossen werden. Hier lohnt es sich, für eine Vertragsprüfung die fachmännische Unterstützung eines Vertrauensanwalts zu nutzen, der gegebenenfalls auf problematische Klauseln hinweist. Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Informationen zum Thema Modernisierung sowie Adressen von Bauherrenberatern und Vertrauensanwälten in ganz Deutschland. So kann man nachverhandeln, bevor die Unterschrift geleistet ist. Auch die mängelfreie und vertragsgemäße Durchführung der Modernisierungsarbeiten sollte regelmäßig überprüft werden. Baubegleitende Qualitätskontrollen bieten hier sachverständige Begleitung und geben mehr Sicherheit.

Für bessere Energieeffizienz gibt es Fördergelder

Wer größere Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten an einem älteren Haus plant, sollte auch an die Verbesserung der Energieeffizienz denken. Über die KfW können sowohl Komplettsanierungen als auch Einzelmaßnahmen gefördert werden. Wichtig ist dabei, die Förderanträge vollständig und rechtzeitig vor Beginn der Maßnahmen zu stellen. Unabhängige Bauherrenberater können Hausbesitzer auch bei der Planung und Antragstellung unterstützen.

Käufer statt Bauherr

Bauqualität auch bei Eigentumswohnungen regelmäßig kontrollieren

(djd). Der Kauf einer Eigentumswohnung ist eine Alternative zum Bau eines eigenen Hauses – und in städtischen Ballungsgebieten oft die einzige Möglichkeit zum Immobilienerwerb. Zudem erscheint diese Variante als der leichtere Weg, da ein Wohnungskäufer nicht selbst als Bauherr auftritt. „Auch beim Bau von Wohnanlagen treten Baumängel auf“, warnt allerdings Erik Stange, Pressesprecher des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). „Dass der Bauträger gleichzeitig Bauherr ist, heißt nicht, dass der Käufer vor Mängeln und Fehlern besonders geschützt ist.“

Käufer muss Abweichungen von den Vertragsvereinbarungen nicht hinnehmen

Auch Wohnungskäufer sollten daher die Baustelle ihres künftigen Domizils im Auge behalten und Bauqualität sowie den Baufortschritt regelmäßig kontrollieren. Nicht entdeckte Mängel können zu Verzögerungen der Fertigstellung führen oder erst nach dem Einzug sichtbar werden. Der Käufer hat das Recht, den Bauträger darauf hinzuweisen und auf Erfüllung des vereinbarten Vertrags zu bestehen, wenn es zu Abweichungen kommt. Für den Laien ist es allerdings nicht so einfach, Fehler und Ausführungsmängel zu erkennen. Es ist daher sinnvoll, Qualitätskontrollen durch unabhängige Sachverständige begleiten zu lassen, die über das erforderliche Fachwissen und Bauerfahrung verfügen.

Baumängel durch unabhängige Qualitätskontrollen rechtzeitig feststellen

Laut Erik Stange muss ein Bauherrenberater neben fachlicher Kompetenz weitere Kriterien erfüllen. Wichtig ist die Unabhängigkeit vom ausführenden Bauunternehmen und eine produkt- und herstellerneutrale Beratung. Jeder Bauabschnitt sollte kontrolliert und die Ergebnisse dokumentiert werden. „Rund sechs Termine sind dafür erforderlich“, sagt Stange. Unter www.bsb-ev.de gibt es neben weiteren Informationen deutschlandweite Adressen unabhängiger Bauherrenberater. Sie können den Immobilienkäufer bereits im Vorfeld beraten, etwa bei der Vertragsgestaltung. Dazu Stange: „Wichtig ist es zum Beispiel, dass man sich schon im Kaufvertrag das Recht einräumen lässt, die Baustelle auch in Begleitung Dritter zu betreten.“

Klimaschutz lohnt sich

Förderprogramme machen energetische Modernisierungen noch attraktiver

(djd). Neue Isolierglasfenster einbauen, Wände und Decke besser dämmen, die alte Heizung modernisieren oder gleich auf erneuerbare Energien umsteigen: Über energetische Verbesserungen am Haus oder an der Eigentumswohnung denkt fast jeder Eigentümer einer älteren Immobilie nach. Doch trotz der Effekte für den Klimaschutz stellt sich immer die Frage: Wie schnell rechnet sich das, und was lohnt sich finanziell überhaupt?

Gute Voraussetzungen für energetische Sanierungen

Zumindest eine Teilantwort kommt von der Bundesregierung, die energetische Modernisierungen mit höheren Förderungen ankurbeln will. Die Förderprogramme sind Teil der Anstrengungen zur Erreichung der Klimaschutzziele und sollen dazu beitragen, den Sanierungsstau im deutschen Baubestand aufzulösen. „Förderungen schaffen eine gute Voraussetzung, um energetische Verbesserungen in Angriff zu nehmen“, sagt Erik Stange, Pressesprecher des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), „doch die Maßnahmen müssen richtig und rechtzeitig geplant sein, damit ein Sanierungsprojekt langfristig den angestrebten Erfolg erzielt.“

Förderanträge rechtzeitig und vollständig einreichen

Stange weist darauf hin, dass Förderanträge bereits vor Sanierungsbeginn vollständig gestellt sein müssen, nachträgliche Mehr- oder Zusatzkosten können nicht mehr geltend gemacht werden. Als Grundlage für die Förderanträge sollten nicht nur Angebote von Unternehmen genutzt werden, sondern auch unabhängige Beratung. Die Bauherrenberater der Verbraucherschutzorganisation BSB beispielsweise verpflichten sich zu Neutralität und können mit Erfahrung und der Kompetenz als Bauingenieure oder Architekten beurteilen, welche Maßnahmen am Haus sinnvoll sind. Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Informationen dazu und Ansprechpartner in allen deutschen Regionen.

Mit unabhängiger Beratung leichter ans Energiesparziel

„Ein unabhängiger Berater sieht nicht nur ein Gewerk, sondern auch Mehrkosten, die etwa durch Rückbau und Entsorgung einer alten Heizanlage entstehen“, sagt Stange. Voraussetzung für die Förderungen ist in der Regel die Beauftragung eines Energieberaters im Vorfeld, der die Schwachstellen der Immobilie offenlegt und Empfehlungen ausspricht. Doch auch die Kosten für den Gebäudeenergieberater sind förderfähig.

Ich male mir mein Traumbad

Inspirationen für perfekt geplante Sanitärräume

(djd). Wie sieht der Raum mit einer bodenebenen Dusche aus? Habe ich Platz genug für eine zusätzliche Badewanne? Und welcher Stil gefällt mir überhaupt – klassisch weiß, zarte Pastelltöne oder die topaktuellen dunklen Farben mit farbigen Metallelementen? Ob großer oder kleiner Raum – es ist gar nicht so einfach, sich eine neue Einrichtung vorzustellen. Erste Hilfe dabei geben Online-Tools für Badinspirationen und Badplanung.

Maßgeschneidertes Bad für die eigenen Bedürfnisse

Es lohnt sich, zunächst ein paar Überlegungen anzustellen, welche individuellen Bedürfnisse ein neues Bad erfüllen soll. Wer keine Lust aufs Badputzen hat, für den ist eine reinigungsfreundliche Ausstattung wichtig. Dies bieten zum Beispiel spülrandlose Rimfree-WCs, abnehmbare Toilettensitze oder Duschrinnen, in denen sich kein versteckter Schmutz bilden kann. Für Komfort ohne Barrieren stehen bodenebene Duschen oder Waschtische, bei denen der Siphon in die Wand verlegt ist. Für mehr Frische im Alltag sorgen Dusch-WCs, die den Po mit frischem Wasser reinigen. In kleinen Bädern sind Ausstattungen gefragt, die den Platz optimal nutzen und auf begrenztem Grundriss Ordnung und Stauraum bieten. Das Inspirationstool auf www.geberit.de macht es Haus- und Wohnungsbesitzern einfacher, sich über ihre Prioritäten Klarheit zu verschaffen.

3D-Planung als Gesprächsvorbereitung für den Bad-Fachmann

Im nächsten Schritt kann man die eigenen Vorstellungen in einem 3D-Badplanungs-Tool dem Realitätscheck unterziehen. Mit wenigen Eingaben zu Größe und Schnitt des Raums sowie der Farbigkeit von Wänden und Boden ist die Basis für die persönliche Badplanung gelegt. Danach lassen sich Sanitärgegenstände und Badmöbel nach Belieben anordnen, verschieben und verändern. Wenn die Planung dem persönlichen Traumbad nahekommt, kann sie gespeichert werden – natürlich kann man auch verschiedene Alternativen ablegen. Ausgedruckt bieten die Planungsdaten eine gute Grundlage, um sich von einem Badeinrichter oder einem Sanitärfachbetrieb detaillierte Planungen und Kostenangebote unterbreiten zu lassen.