Krankenkasse: So viel Bonus gibt’s für Kids

Seepferdchen, Yogakurs, Prophylaxe: Wer sich schlau macht, kann kräftig sparen

(djd). Ein Schwimmkurs steht an oder der nächste Besuch beim Zahnarzt. Man sucht für den gestressten Teenager eine Möglichkeit, Entspannungstechniken zu lernen oder meldet sein Kind im Sportverein an – dann lohnt es sich für gesetzlich Versicherte, bei der Krankenkasse nachzuhaken. Denn eine Vielzahl an Angeboten wird entweder ganz von den Kassen übernommen oder – über Bonusprogramme – bezuschusst. „Viele wissen gar nicht, wie umfangreich die Präventionsleistungen gerade für Kinder sind“, weiß Maren Soehring von der IKK classic. Immer größer werde zum Beispiel die Anzahl zertifizierter Gesundheitskurse aus den Bereichen Bewegung, Entspannung und auch Ernährung. Deshalb: Erst schlau machen, dann buchen.

Gesundheitskurse zum Nulltarif: Von Rückenfitness für Kids, Stressbewältigung für Kinder bis hin zu Yoga oder Koordinationstraining gibt es eine Vielzahl von Gesundheitskursen speziell für die Jüngeren. Die Teilnahmekosten für zertifizierte Kurse übernimmt die Krankenkasse oftmals ganz. Welche Angebote es in der Nähe gibt, zeigt zum Beispiel die Kursdatenbank unter ikk-classic.zentrale-pruefstelle-praevention.de/kurse.

Schwimmen lernen: Wer sein Kind zum Schwimmkurs anmeldet, sollte einen Blick ins Bonusprogramm seiner Krankenkasse werfen. Erworbene Abzeichen, etwa das Seepferdchen, werden hier in der Regel angerechnet. Auch die aktive Mitgliedschaft im Sportverein oder Fitnesscenter wird über das Bonusprogramm belohnt. Pro Jahr können Kinder so bis zu 60 Euro einstreichen.

Professionelle Zahnreinigung: Bei einigen Krankenkasse können auch Kinder seit Kurzem einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung in Anspruch nehmen. „Sie ist eine sinnvolle Ergänzung zu den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, weil saubere Zähne einfach länger gesund bleiben“, erklärt IKK-Expertin Maren Soehring. „Gerade bei Kindern, die eine Zahnspange tragen, reicht selbst gründliches Putzen manchmal nicht aus. Hier kann die professionelle Reinigung helfen, Zahnschäden zu verhindern.“

Hautcheck vor dem nächsten Sommer: Je eher veränderte Leberflecken oder Muttermale erkannt werden, desto besser kann Hautkrebs vorgebeugt werden. Viele Kassen haben daher die Altersbeschränkung für den regelmäßigen Hautcheck aufgehoben und erstatten auch bei Kindern die Kosten für die Untersuchung.

U-Untersuchungen und Impfungen: Zur gesetzlichen Vorsorge für Kinder gehören die Untersuchungen U1 bis U9 sowie die J1 für Jugendliche. Wer sie in Anspruch nimmt, kann über das Bonusprogramm Prämien abrufen. An den weiteren Check-ups (U10, U11 und J2) beteiligen sich viele Kassen oder übernehmen die Kosten ganz. Auch immer mehr Impfungen, zum Beispiel Reiseschutzimpfungen, werden bezahlt.

Bei Geldfragen nicht die Flinte ins Korn werfen

Es gibt interessante Alternativen zu Sparbuch, Girokonto oder Tagesgeld

(djd). Deutschland ist ein Land der Sparer. Rund 2,6 Billionen Euro liegen hierzulande laut Deutscher Bundesbank auf Spar- und Tagesgeldkonten der Banken und Sparkassen, obwohl Bankkunden dafür schon seit Jahren praktisch keine Zinsen mehr bekommen. Aber warum ist das so? Banken und Sparkassen erhalten bei der Europäischen Zentralbank (EZB) auf ihre Einlagen selbst auch keine Zinszahlungen mehr, sondern müssen aktuell 0,4 Prozent Negativzinsen bezahlen. Dieser Zinssatz könnte noch weiter abgesenkt werden, entsprechende Ankündigungen hat die EZB bereits gemacht. Für Sparer gibt es allerdings interessante Alternativen zu Sparbuch, Girokonto oder Tagesgeld, Verbraucher müssen sich nicht damit abfinden, dass sie keine Zinsen für ihr Guthaben erhalten. „Wir raten den Bankkunden, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, sondern das Gespräch mit ihrem Berater zu suchen und eine Umschichtung von Geldern in rentablere Anlageformen mit vertretbaren Risiken zu erwägen“, rät beispielsweise Dr. Andreas Bley, Chefvolkswirt des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Mit Altersvorsorge früh beginnen

Tipps für die Geldanlage, so Bley, würden immer von der persönlichen Lebenssituation und Risikofreude abhängen. Bei der Altersvorsorge etwa gebe es verschiedene Möglichkeiten, dabei sollte man aber nichts überstürzen, sondern sich immer erst gut beraten lassen: „Eine der wichtigsten Grundsätze für die Altersvorsorge ist es, möglichst früh damit zu beginnen. Finanzielle Vorsorge ist generell aus vielen Gründen nötig, etwa für ungeplante Ausgaben wie einen neuen Pkw, im Fall längerer Krankheiten und nicht zuletzt als Baustein für die Altersvorsorge.“ Am Ende komme es für den besten Anlageerfolg auf eine ausgewogene Mischung aus Fonds, Anleihen, klassischen Sparprodukten oder kapitalbildenden Versicherungen an.

Immobilien: Preisanstieg vs. Niedrigzinsen

Für viele Bundesbürger sind die Alternative zum Nullzins auf Spareinlagen und Tagesgelder unverändert Immobilien. Die Nachfrage bleibt hoch, die Preise sind in vielen Regionen weiter gestiegen. Der Effekt historisch niedriger Bauzinsen wird durch die gestiegenen Immobilienpreise deshalb häufig mehr als ausgeglichen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, in eine Immobilie zu investieren, sollte deshalb ebenfalls im Vorfeld das Gespräch mit dem Bankberater suchen. Er wird dem Kunden beispielsweise Tipps geben, wie viel Eigenkapital er mitbringen sollte, wie lange seine Sollzinsbindung, mit der er sich vor einer Zinswende schützt, sein sollte und welche Tilgungsrate bei einem Annuitätendarlehen zu empfehlen ist.

Darf das Traumhaus jeden Preis kosten?

Tipps für die Immobilienfinanzierung bei überteuerten Angeboten

(djd). Die Immobilienpreise in Deutschland kennen seit Jahren nur eine Richtung – stetig nach oben. Selbst Randlagen haben sich spürbar verteuert. Wer den Kauf eines Zuhauses für die Familie plant, sieht sich mit Preisvorstellungen konfrontiert, die den eigentlichen Wert der Wohnung oder des Hauses übersteigen. Trotzdem kaufen? Oder weitersuchen? Vor dieser Frage stehen derzeit viele Interessenten.

Das eigene Budget kennen und beachten

Verkäufer und Besitzer von Baugrundstücken sind in einer geradezu paradiesischen Situation, bestätigt Pascal Schultes, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Leverkusen: „Wohneigentum ist so knapp und begehrt wie nie zuvor, und folglich werden hohe Preise verlangt.“ Der historisch niedrige Bauzins verstärke die Nachfrage nochmals. Angesichts des zu knappen Angebots gibt es kaum noch Verhandlungsspielräume, immer häufiger schrauben Bieterverfahren den Preis zusätzlich in die Höhe. Für Käufer ist es dabei wichtig, besonnen zu bleiben und das eigene Budget nicht aus dem Blick zu verlieren. Gerade Situationen, in denen der Meistbietende den Zuschlag erhält, verlocken dazu, noch etwas mehr draufzulegen. „Mein Rat lautet immer, bei der ursprünglich ausgewählten Monatsrate zu bleiben“, so Schultes.

Eine unabhängige Bewertung nutzen

Aber woher sollen Käufer wissen, ob der verlangte Preis angemessen ist? Für die erste Einschätzung greift der Spezialist für Baufinanzierung auf 15 Jahre Berufserfahrung in der Region zurück. Außerdem nutzt er Bewertungsprogramme, die auch bei Banken im Einsatz sind. So kann er schon im Vorfeld prüfen, ob die Differenz zwischen Preis und Wert zu Schwierigkeiten bei der Finanzierung führt. „Ist die Immobilie extrem überteuert, gehen Banken da in der Regel nicht mehr mit“, erklärt Schultes. Allerdings sei nach seinen Worten eine Differenz zwischen Preis und Wert von circa 15 Prozent mittlerweile fast üblich und müsse dem Kauf nicht im Weg stehen – solange die Finanzierung solide geplant sei. „Wenn zum Beispiel die Lage für die persönlichen Wünsche perfekt ist, nehmen die zukünftigen Besitzer durchaus einen überhöhten Preis in Kauf“, so die Erfahrung von Pascal Schultes.

Finanzierung gesund kalkulieren

Entscheidend bei der Finanzierung einer überteuerten Immobilie ist eine grundsolide Kalkulation. So können die Eigentümer der Anschlussfinanzierung nach Ende der Zinsbindung gelassen entgegensehen. Schultes rechnet dafür mit einem hohen fiktiven Zins, damit die Käufer über die gesamte Kreditlaufzeit auf der sicheren Seite sind. Als grobe Orientierung nennt Schultes eine Zinsbindung von 15 Jahren und mindestens 2,5 Prozent Tilgung.

Baunebenkosten realistisch kalkulieren

Ratgeber Immobilien: Seriöse Finanzplanung muss alle Ausgaben berücksichtigen

(djd). Die sogenannten Baunebenkosten werden bei der Planung des Eigenheims häufig unterschätzt. Tatsächlich können sie rund 15 Prozent der Gesamtkosten ausmachen – wer diese Ausgaben nicht einkalkuliert, erlebt unter Umständen eine böse Überraschung. „Die Baunebenkosten kann man durchaus seriös in die Finanzplanung einbeziehen“, meint beispielsweise Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. Man müsse es aber auch wollen – und daran hapere es bei so manchem Hausbauberater. Aus Angst, den Auftrag nicht zu bekommen, so Haas, würden die Berater die Kosten stattdessen oftmals schönrechnen.

Reine Baukosten erhöhen sich erheblich

Makler beispielsweise verlangen je nach Region, Lage und Qualität des Grundstücks zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises als Provision. Die Grunderwerbsteuer beträgt je nach Bundesland aktuell 3,5 bis 6,5 Prozent – und der Grunderwerb selbst unterliegt der Beurkundungspflicht bei einem Notar. Die Kosten dafür können individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Vermessungskosten sind ebenfalls ein erheblicher Teil der Baunebenkosten. Dazu kommen unter anderem Planungskosten, Ausgaben für Prüfstatiker und Baugrundgutachten, Kosten für die Erschließung und Verlegung der Hausanschlüsse sowie für die Gestaltung der Außenanlagen.

Addiert man all diese Positionen, kommt eine stattliche Summe zusammen. Diese erhöht die reinen Baukosten aus dem Hausbauprospekt um ein gutes Stück und muss meist aus Eigenmitteln erbracht werden. „Bauherren sollten deshalb bereits bei den ersten Planungen eine detaillierte Aufstellung über alle in Zusammenhang mit dem Neubau oder Kauf entstehenden Kosten machen und mit den Berechnungen des Hausbauberaters vergleichen“, rät Florian Haas. Nur so bekomme man auch Klarheit über die Größenordnung des Gesamtprojekts und könne nach Abschluss der Planungen eine seriöse und ausreichende Finanzierung auf die Beine stellen.

Checkliste mit einer Übersicht zu allen Kosten

Die Schutzgemeinschaft beispielsweise stellt ihren Mitgliedern und anderen Bauwilligen unter www.finanzierungsschutz.de eine Checkliste zur Verfügung, welche die einzelnen zu berücksichtigenden Punkte aller im Bauprozess entstehenden Kosten systematisch auflistet. Daneben bietet die Seite weitere wertvolle Hinweise sowie Checklisten und Ratgeber rund um den Hausbau.