Gärtnern in der Stadt: Kräuter und Gemüse aus dem Balkonkasten

(djd 47144 – mpt-47143) Großstadt und Landwirtschaft – das scheint zunächst ein Widerspruch zu sein. Dennoch liegt das sogenannte Urban Gardening voll im Trend. Dabei werden kleinste Flächen auf Dächern und Balkonen genutzt, um Obst, Kräuter und Gemüse anzubauen. Immer mehr Stadtbewohner möchten auf diese Möglichkeit nicht verzichten. In etwas größerem Stil – etwa auf leerstehenden Grundstücken – nennt man den grünen Trend auch „Urban Farming“. Hier sind oft Nachbarschaftskollektive am gemeinsamen Jät- und Erntewerk.

Vieles gedeiht auch im Kleinen

Besonders häufig werden beim Gärtnern in der Stadt Gewürzkräuter und Tomaten angebaut, da diese mit wenig Platz auskommen. Doch es gibt noch zahlreiche andere Obst- und Gemüsesorten, die sich mit Kübeln oder Blumenkästen zufriedengeben, etwa Beerenbüsche (am besten auf dem Stämmchen), Erdbeeren und auch Paprika. Sogar Kartoffeln kann man erfolgreich im Miniformat züchten. Dazu in einen hohen Pflanzkübel erst zehn Zentimeter Kies und darauf etwa 15 Zentimeter Erde geben. Mehrere Saatkartoffeln einsetzen, wobei die Keimlinge nach oben zeigen müssen. Dann Erde darüber und gut gießen. Sind die Keimblätter etwa eine Handbreit hoch, bedeckt man sie bis auf die Spitzen mit Blumenerde und macht so immer weiter, bis das Pflanzgefäß voll ist. Dann kann man nach etwa einem Vierteljahr mehrere Lagen Erdäpfel ernten. Eins sollte man beim Gärtnern auf kleinen Flächen und in Töpfen immer beachten: Neben Wasser und Licht brauchen die Pflanzen auch ausreichend Düngemittel, da die Nährstoffvorräte in der relativ kleinen Menge Erde begrenzt sind.

Geeignete Kräuter für das Gärtnern in der Stadt

Die robuste Minze, der kräftige Rosmarin, Dill, Basilikum und Salbei eignen sich bei den Kräutern besonders gut für den Balkonkasten. Das Gute daran: Bei selbst gezogenen Pflanzen hat man von der Saat bis zum Ernten alles selbst in der Hand und weiß genau, wie die Nahrungsmittel angebaut wurden – verlässliche Qualität also. Wem das Ackern auf dem Balkon jedoch zu mühsam ist oder wer gern noch etwas dazukaufen möchte, der findet sichere Produkte auch im Supermarkt. Das blaue Zeichen des QS-Prüfsystems zum Beispiel garantiert ein durchgehendes Kontrollmanagement vom Anbau bis zum Verkauf. Über die Kontrollen im Einzelnen informiert die von der EU geförderte Kampagne „QS-live. Initiative Qualitätssicherung“ (www.qs-live.de). Sowohl für selbst angebautes als auch für gekauftes Obst und Gemüse gilt aber: Nach der Ernte ist weiterhin Sorgfalt bei Lagerung und Verarbeitung nötig, damit Frische und wertvolle Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Vitamine schonen

Um die Vitamine von Kräutern, Gemüse und Obst zu schonen, sollte alles so frisch wie möglich verarbeitet werden. Im Zweifel lieber etwas einfrieren, als es zu lange liegen zu lassen, denn Tiefkühlen erhält die Inhaltsstoffe ebenfalls recht gut. Damit wasserlösliche Vitamine nicht weggespült werden, alles eher kurz, aber gründlich unter Fließwasser abspülen. Nur dünn schälen, schadhafte Stellen jedoch großflächig entfernen. Dünstet man dann das Gemüse in wenig Wasser, so dass es knackig bleibt, so wird man für das Gärtnern in der Stadt reich belohnt: mit gesundem, frischem Genuss.

Stiftung Warentest: Verbraucherschützer warnen vor Billigstromanbietern

(djd). Angelockt und abgezockt: Unter diesem Titel warnt die Stiftung Warentest („test“, Heft 2/2014) vor den Tarifen von Billigstromanbietern. Lange Vertragslaufzeiten, irreführende Preisgarantien, falsche Bonusversprechen – die Palette der Tricksereien ist nach Angaben der Verbraucherschützer lang. Generell würden die preisgünstigsten Stromlieferanten ihre Schnäppchentarife fast immer an unfaire Bedingungen knüpfen. Wer nicht aufpasst, zahlt am Ende drauf, wird gewarnt. Gerade einmal zwei von 49 Tarifen wurden von den Verbraucherschützern für fair befunden.

Dass das Misstrauen gegenüber den Geschäftsmodellen der Billigstromanbieter angebracht ist, zeigt ein Blick auf die Preisbildung, denn die Strompreise sind zu über 90 Prozent von Steuern, Abgaben, Netzgebühren und vom Energieeinkauf abhängig. „Die wirtschaftlichen Spielräume für Angebote unterhalb der üblichen Marktpreise sind gering. Das geht in der Regel nur mit Tricksereien“, betont auch Ralph Kampwirth, Sprecher des Energieanbieters LichtBlick SE. Kampwirth begrüßt den aktuellen Bericht der Stiftung Warentest: „Verbraucherschützer und Medien müssen ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen, denn trotz Discounterpleiten und Negativschlagzeilen können sich Umfragen zufolge noch immer fast ein Fünftel der Bundesbürger vorstellen, einen Billiganbieter zu wählen.“

Stromverbraucher-Studie: Billig allein reicht nicht

(djd). Die Pleiten und Skandale um unseriöse Stromanbieter haben ihre Spuren beim Verbraucher hinterlassen: Lediglich 18 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, einen Billiganbieter zu wählen. 71 Prozent lehnen Discounterstrom dagegen aus unterschiedlichen Motiven ab. Dies zeigt eine repräsentative YouGov-Studie im Auftrag des Energieanbieters LichtBlick SE. 46 Prozent gaben an, dass sie bei der Anbieterwahl generell nicht nur auf den Preis, sondern auch auf weitere Kriterien wie Ökostrom und Kundenservice achten.

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Pflegevorsorge sollte variabel sein

(djd). Die steigende Lebenserwartung macht die langfristige Erhaltung der Lebensqualität zur zentralen Herausforderung einer älter werdenden Gesellschaft. Dies gilt vor allem für den Fall der Pflegebedürftigkeit, denn hier geht es neben der Frage der Finanzierung auch um praktische Fragen der Neuorganisation des Lebens. Doch die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen in der Regel nicht aus, um eine wirklich gute Betreuung im Pflegefall zu gewährleisten. So kann zum Beispiel die Versorgungslücke bei stationärer Pflege in Pflegestufe III mehr als 1.700 Euro betragen. Und das mitunter über viele Jahre hinweg. Soll die Versorgungslücke nicht zulasten von privatem Einkommen und Vermögen gehen, ist eine private Zusatzversicherung angeraten.

Obwohl den Bundesbürgern das wachsende Problem der „Pflegeversorgungslücke“ mittlerweile vertraut sein dürfte, ist die private Pflegevorsorge hierzulande noch immer unterentwickelt. Offenbar setzen viele Menschen darauf, im Pflegefall von Angehörigen betreut zu werden. Tatsächlich sind die familiären Bindungen aber heute bei weitem nicht mehr so stark wie noch vor einigen Jahrzehnten, diese Tendenz wird sich weiter verstärken. Die Menschen sind viel mobiler geworden, wohnen oftmals weit voneinander entfernt, Frauen und Männer sind beruflich in der Regel gleichermaßen stark eingespannt – familiäre Pflege ist unter diesen Umständen oftmals gar nicht realisierbar. Wer dann ambulante Pflegedienste oder einen Platz im Pflegeheim in Anspruch nehmen muss, braucht viel Geld. Fehlt beim Pflegebedürftigen das nötige Vermögen, haften Kinder für ihre Eltern.

Wer einen Angehörigen selbst pflegen will, steht vor großen physischen, psychischen und auch finanziellen Herausforderungen. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von Axa geben zwei Drittel der Deutschen an, dass in einem solchen Fall die größte Belastung vermutlich für sie darstellen würde, dass sie ihren persönlichen Bedürfnissen nicht mehr ungehindert nachgehen könnten. 63 Prozent erwarten zudem starke finanzielle Einschränkungen durch hohe Pflegekosten, 61 Prozent befürchten, die eigene Berufstätigkeit reduzieren zu müssen.

Bei frühzeitiger Vorsorge lässt sich mit einer privaten Pflegezusatzversicherung zumindest die Angst vor den finanziellen Folgen einer späteren eigenen Pflegebedürftigkeit deutlich lindern. Inzwischen gibt es sogenannte Pflegetagegeld-Tarife, die sich flexibel an die jeweiligen Lebensumstände anpassen lassen. Entsprechend der finanziellen Möglichkeiten und Bedürfnisse kann der Versicherte seinen Schutz selbst gestalten: Er entscheidet, wie hoch das Pflegegeld sein soll und welche Pflegestufen er absichern möchte. Damit kann die Lücke zwischen der gesetzlichen Absicherung und den tatsächlichen Pflegekosten individuell nach den Wünschen des Versicherten geschlossen werden.

„Pflege-Bahr“ allein reicht nicht aus

Um die Bundesbürger zu mehr privater Pflegevorsorge zu ermuntern, gibt es seit Anfang 2013 den staatlich geförderten „Pflege-Bahr“. Schon ab einem Beitrag von zehn Euro pro Monat gibt der Staat einen Zuschuss von fünf Euro dazu. Nichtsdestotrotz können in der Regel die Leistungen aus dem „Pflege-Bahr“ sowie die gesetzliche Absicherung allein die Versorgungslücke im Pflegefall nicht vollständig schließen.

Steigende Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung berücksichtigen

Mit dem zunehmenden Durchschnittsalter der Gesellschaft steigt auch die Zahl der Menschen, die unter einer Demenzerkrankung leiden: Nach einer Prognose der Deutschen Alzheimer Gesellschaft könnte sich die Zahl der Betroffenen von derzeit etwa 1,4 Millionen bis 2050 auf ungefähr drei Millionen Patienten erhöhen. Im Hinblick darauf ist es bei der Wahl einer Pflegezusatzversicherung wichtig, dass der jeweilige Tarif auch den Demenzfall – also die Pflegestufe 0 – absichert. Denn Demenzkranke bekommen zwar Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung – diese reichen aber bei Weitem nicht aus.

Mixen kann zu Baumängeln führen

(djd). Wer Materialien mixt, provoziert bei der energetischen Sanierung mögliche Baumängel, die später teuer zu Buche schlagen können. Darauf weist der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) hin. „Nur wenn alle Komponenten der Wärmedämmung als System exakt aufeinander abgestimmt sind, können sie ihre Funktion sicher und langfristig erfüllen“, erläutert WDVS-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Setzler. Mehr Informationen gibt die neue Broschüre „Im System verbunden“, die kostenfrei auf www.heizkosten-einsparen.de erhältlich ist.