Eine möglichst gute Ausbildung ist der zentrale Faktor für den Wohlstand kommender Generationen. Doch ein Studium oder eine weiterführende Qualifikation auf dem zweiten Bildungsweg bringen nicht zu unterschätzende Kosten mit sich. Deshalb ist beispielsweise für Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment, das Sparen fürs Kind oder für die Enkel die beste Investition, die Eltern und Großeltern tätigen können. Im Interview erklärt Erling, warum das so ist.
Warum ist die Bildung einer der zentralen Bausteine für eine gute Zukunftsvorsorge?
Ganz gleich ob als Lehrer, Ingenieur, Arzt oder Führungskraft in der Wirtschaft – ein Hochschulstudium ist allen Unkenrufen zum Trotz immer noch die beste Absicherung für einen gut dotierten Arbeitsplatz. Dies beweisen diverse Studien immer wieder. So etwa auch die jüngste Untersuchung des HIS-Instituts für Hochschulforschung: Demnach ist zehn Jahre nach dem Hochschulabschluss lediglich ein Prozent der Absolventen arbeitslos, 41 Prozent befinden sich dagegen schon in einer Führungsposition. Auch das beliebte Klischee vom Akademiker, der Taxi fährt, wurde in der Studie eindrucksvoll widerlegt – denn 97 Prozent der Absolventen üben einen ihrer Ausbildung angemessenen Beruf aus. Dass sich die Investition in die Bildung finanziell lohnt, hat zudem erst jüngst wieder eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgewiesen. Eine möglichst gute Bildung ist also die Basis, um für die Zukunft finanziell bestmöglich aufgestellt zu sein.
Ein Studium zahlt sich also aus – doch es kostet zunächst auch erst einmal einiges.
Das stimmt. Die jüngste Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks belegt dies nachdrücklich. Ein durchschnittlicher Student benötigte demnach im Jahr 2012 für die Lebenshaltung und eventuelle Studiengebühren Einnahmen von durchschnittlich 864 Euro im Monat.
Was bedeutet das für kommende Studentengenerationen?
Nehmen wir einmal an, ein 2012 geborenes Kind will mit 20 Jahren einen Masterstudiengang beginnen: Bei einer Dauer des Studiums von fünf Jahren belaufen sich die Gesamtkosten – Stand 2012 – immerhin auf knapp 52.000 Euro. Bei einer durchschnittlichen Preissteigerungsrate von rund zwei Prozent pro Jahr würden die Kosten eines Masterstudiums im Jahr 2032 bereits bei stolzen 77.000 Euro liegen. Dafür sollte man vorsorgen und fürs Kind sparen.
Sie raten Eltern und Großeltern also, rechtzeitig mit dem Sparen fürs Kind zu beginnen und Geld für die Bildung zur Seite zu legen?
Es gibt keine bessere Investition in die Zukunft der Kinder und Enkel. Und wer rechtzeitig mit dem Sparen fürs Kind beginnt, kann die Investition mit verhältnismäßig kleinen Raten sicherstellen. Um die 77.000 Euro innerhalb von 20 Jahren zur Verfügung zu haben, müsste man mit einem Fondssparplan wie etwa dem „UniNachWuchs“ bei einer jährlichen Rendite von fünf Prozent rund 190 Euro pro Monat zurücklegen. Da die Eltern im Regelfall aber nicht die kompletten Kosten des Studiums tragen, sind bei einem Finanzierungsbedarf von 50 Prozent sogar 95 Euro im Monat ausreichend, um die Finanzierung des Studiums sicherzustellen. Es lohnt sich also, rechtzeitig mit dem Sparen zu beginnen – denn je früher man einsteigt, desto niedriger ist die Belastung bei der Investition in die Zukunft der Kinder und Enkel.